Beagle Farben

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Die Beagle-Fellfarben sind erstaunlich vielfältig, dennoch sind man sehr häufig klassisch dreifarbige Beagle. Hier schauen wir uns die weiteren Beagle-Farben und auch ein paar Varianten und Fehlfarben genauer an.

Übersicht der Beagle-Fellfarben

Unter allen Beagle-Farben kommen dreifarbige Hunde in schwarz, tan und weiß sicherlich am häufigsten vor.

Aber es gibt eine Reihe weiterer möglicher Fellfarben beim Beagle.

  • schwarz-tan-weiβ
    (tricolor, black-tan-white)
  • schwarz-tan-weiβ-mottled
    (blue ticked)
  • zitronengelb gefleckt
    (lemon-pied)
  • dachsfarbig gefleckt
    (badger-pied)
  • hasenfarbig gefleckt
    (hare-pied)
  • zitronengelb-weiß
    (lemon-white)
  • rot-weiß
    (red-white)
  • tan-weiß
    (tan-white)
  • schwarz-weiβ
    (black-white)
  • einfarbig weiß

Auch einfarbig weiße Beagles sind laut Standard zulässig.

Es handelt sich hierbei aber nicht um pigmentlose Extremschecken, sondern um Hunde mit so hellem cremeweißem Pigment, dass es einfach nur weiß erscheint.

  • Mit Ausnahme von ganz Weiß können alle […] genannten Farben auch ‚Mottled’ (getüpfelt) sein. Keine anderen Farben sind zulässig. Die Rutenspitze ist weiß.[1]

Eine richtig gute Erklärung der Vererbung der Beagle-Farben findest Du hier (pdf).

Dreifarbige Beagle

Dreifarbige Beagle sind bis auf wenige Ausnahmen schwarz-loh mit weiß.

Die roten Abzeichen wachsen in den ersten Lebenswochen und drängen die schwarze Decke soweit zurück, bis nur noch eine Sattelzeichnung übrig bleibt.

Es ist also ganz normal, dass Welpen erstmal noch sehr schwarze Ohren oder viel dunkle Schattierung haben. Nur bei wenigen Hunden bleibt diese dunkle Zeichnung im Erwachsenenfell erhalten.

Die Weißscheckung bei den dreifarbigen Beagles ist meistens sehr symmetrisch.

Die Abzeichen beschränken sich auf Brust, Pfoten, Fang und natürlich die geforderte weiße Rutenspitze.

Beagle schwarz, tan und weiß

Der schwarze Sattel ist bei vielen Hunden tiefschwarz und deutlich erkennbar.

Bei einigen Beagles bleicht aber die schwarze Farbe deutlich aus, so dass man auch von faded black spricht.

Stark ausgeblichenes Schwarz ist ein erster Hinweis auf einen Übergang zum hasenfarbigen Farbschlag, dazu kommen wir weiter unten.

Manche Hunde mit Saddle Pattern bekommen einen hellen Streifen, der entlang des Rückens mitten durch den dunklen Sattel führt.

Da das Phänomen v.a. bei Hündinnen beobachtet wird, nennt man das im Englischen auch bitch stripe.

Aber auch Plattenschecken oder sehr ausgedehnte weiße Abzeichen kommen vor.

Ist die dunkle Decke am Rücken des Beagle von weißem Fell unterbrochen, nennt sich dann „open“ oder „broken„.

Beagle mit Weißscheckung

Eine weitere Variante von dreifarbigem Fell beim Beagle ist die Kombination, die im FCI-Standard als blau, weiß und braun bezeichnet wird.

Allerdings ist damit kein echtes verdünntes Blau gemeint, sondern starke Tüpfelung, durch die der schwarze Sattel dann ganz oder teilweise nicht mehr einfarbig, sondern schwarz-weiß gestichelt ist.

Getüpfelter Beagle in der Mitte

Tatsächlich kommt aber auch die Verdünnungsfarbe tatsächlich im Genpool des Beagles tatsächlich vor.

Allerdings sorgt diese auch für grüne Augen und eine schiefergraue Nase. Beides Merkmale, die beim Beagle eigentlich nicht erwünscht sind.

Beagle Welpe blau-tricolor

Zweifarbige Beagle

Einige Beagle sind echt zweifarbig und können nur den rötlichen Pigmenttyp Phaeomelanin produzieren. Daher findet man an diesen Beagles wirklich kein schwarzes Haar.

Diese rezessiv blonden Hunde haben oft eine fleischfarbene Wechselnase und werden mit blonden Farbplatten geboren.

Beagle mit Wechselnase

Die Fellfarbe dunkelt dann oft deutlich nach, so dass es Beagle in verschiedenen Schattierungen von Blond bis Rot gibt.

  • Lemon erscheint schon bei der Geburt cremeweiß und dunkelt kaum nach.
  • Tan ist ein gelbes Blond und die häufigste Pigmentfarbe der zweifarbigen Beagle.
  • Red ist rotorange bis ziegelrot und hebt sich mit deutlichem Kontrast vom weißen Fell ab.
Beagle tan-weiß

Auch bei diesen Beagles kann der Weißanteil variieren, so dass die Bezeichnungen lemon-white, tan-white oder red-white verwendet werden.

Sehr helle Hunde mit kaum ein paar hell cremefarbenen Farbklecksen können auch fast einfarbig weiß aussehen.

Schwarz-weiße Beagle

Eine seltene zweifarbige Variante ist schwarz-weißes Fell. Dieser Farbschlag ist laut Standard erlaubt, aber kommt kaum vor.

Vermutlich handelt es sich um rezessives Schwarz.

Hasenfarbige Beagle

Es gibt eine Reihe von Fellfarben beim Beagle, die zu einem nicht ganz eindeutigen Mischeffekt führen.

Diese Farben werden durch eine besondere Genvariante am E-Lokus verursacht, die u.a. zu einer Verdrängung von schwarzem Pigment im Fell führt. Bei Windhunden, Schlittenhunden und einigen Jagdhunden wie dem Beagle kommt dieses Domino regelmäßig vor.

Eigentlich handelt es sich um klassisch dreifarbige Hunde mit Sattel.

Nur sorgt Domino dafür, dass der Sattel auf einen dunklen Strich entlang der Rückenlinie oder sogar nur auf einen ganz kleinen Bereich mit schwarz gebänderten Haaren schrumpft.

Kaum noch schwarzes Fell erkennbar am Rücken

Die verbleibenden schwarzen Haare bekommen zudem eine helle Wurzel. Das führt zu einer Bänderung der Haare, die beim Beagle sonst eher ungewöhnlich ist.

Solche Hunde werden je nach Effektstärke auch als helles zitronengelb gefleckt (lemon-pied), hasenfarbig-weiß (hare-pied) oder dunkleres dachsfarbig-weiß (badger-pied) bezeichnet.

Die Abgrenzung dieser Begriffe ist nicht klar definiert, aber fast alle betroffenen Hunde werden als hare-pied eingestuft.

Ganz typisch für Domino ist eine Schmetterlingsnase, die an den Außenseiten schwarz ist und einen fleischfarbenen Streifen in der Mitte hat!

Getüpfelte Beagle Farben

Mottles sind kleine Farbtüpfel, die nur in weißem Fell erscheinen können.

Viele Jagdhunde haben sehr dichte Tüpfelung bis hin zu einer Vermischung heller und dunkler Haare, die auch als Roan gezeichnet wird.

Diese Hunde werden mit normalem weißen Fell geboren. Die Tüpfel erscheinen erst nach und nach in den ersten Lebenswochen.

Jeder Farbtüpfel bekommt dabei die Farbe, die das Fell an dieser Stelle eigentlich haben sollte, wenn das weiße Fell es nicht überdecken würde.

Deshalb sind an dreifarbigen Hunden nicht alle Tüpfel schwarz, auch tanfarbene Tüpfel kommen dort vor, wo der Hund unter dem Weiß eigentlich tanfarbene Abzeichen haben sollte.

(Das Halsband bitte ausblenden oder ein besseres Foto einsenden!)

Da schwarze Mottles auf weißem Untergrund den Hund grau erscheinen lassen, wird dieser Farbschlag auch als Blue Tick oder Blau bezeichnet. Es ahndelt sich aber nicht um echtes verdünntes blaues Pigment im Haar!

Insgesamt ist so ein Hund also schwarz-tan-weiß-mottled (oder eben nicht ganz korrekt „blau„-tan-weiß-mottled).

Sehr dicht getüpfelte Beagle sind in Deutschland eher selten und scheinen alle auf einen gemeinsamen Vorfahren zurück zu gehen, den Champion-Deckrüden Graadtre’s Hot Pursuit of Rossut.

Übrigens können die Tupfen natürlich auch an zweifarbigen Hunden vorkommen! Je nach Grundfarbe nennt sich das dann z.B. lemon-mottled oder red-mottled.

Fehlfarben beim Beagle

Als Fehlfarbe bezeichnet man Farben, die nicht erwünscht sind.

Manche dieser Fellfarben beim Beagle werden rezessiv vererbt und können auch nach Generationen ganz überraschend bei einigen Welpen auftreten, wenn man das nicht per Gentest vorher ausgeschlossen hat.

Dazu gehören zum Beispiel die echten blauen Dilute-Beagle oder leberbraunes Pigment. Typisch an diesen beiden Farben ist, dass sie auch das Hauptpigment und die Augenfarbe beeinflussen.

Blaue Beagle haben eine aufgehellte grüngelbliche Augenfarbe und eine schiefergraue Nase. Braune Beagle haben honiggelbe Auge und eine leberbraune Nase.

Eine weitere Fehlfarbe ist Brindle. Dies führt zu dunklen Streifen in den blonden Fellanteilen.

Brindle wird beim Beagle in den tanfarbenen Bereichen bei den dreifarbigen Hunden sichtbar. Bei den blonden zweifarbigen Beagles kann man diese Streifen nicht sehen.

Denn die zweifarbigen Hunde können nur rotes Pigment bilden, so dass die Stromung zwar genetisch vorhanden und an die Nachkommen vererbbar ist, sich aber an einem rot-weißen oder lemon-weißen Hund selbst nicht zeigen kann!

Ach, und übrigens: Merle ist eine Modefarbe, die aber nur bei wenigen Hunderassen regulär vorkommt.

Und den Beagle gab es noch nie in Merle!

Links

[1] FCI-Standard Nr. 161: Beagle (2011);
http://www.fci.be/de/nomenclature/BEAGLE-161.html

[2] Beagle Club Deutschland e.V.: Übersicht der Fellfarben.