Hunde ohne Unterwolle: Liste mit 31+ Hunderassen ohne Unterfell

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Welche Hunde haben keine Unterwolle?

Das ist eine der vielen interessanten Fragen vor der Anschaffung eines Vierbeiners. Denn Hunde ohne Unterwolle haaren deutlich weniger als Hunde mit doppellagigem Fell. Dafür brauchen sie oft eine intensivere Fellpflege oder müssen schon im Herbst einen Hundemantel tragen.

Beim Fellwechsel verliert ein Hund Unmengen an Wollhaaren. Da das bei Hunden ohne nennenswerte Unterwolle entfällt, tauchen viele der Hunderassen ohne Unterwolle logischerweise auch in der Liste mit Hunden, die nicht haaren, auf. Denn ohne Unterwolle haben Hunde keinen saisonalen Fellwechsel.



Hunde ohne Unterwolle

Über Hunderassen ohne Fellwechsel, die mal abgesehen von den Nackthunden wegen ihrer Lockenpracht oder ihres harschem Drahthaars keinen Fellwechsel mehr durchlaufen, habe ich schon geschrieben. Denn gerade bei den drahthaarigen Terriern gibt es einige Hunde mit Unterwolle, die getrimmt werden müssen und deshalb trotzdem nicht haaren.

Umgekehrt gibt es Hunde, die trotz fehlender Wollhaare beachtliche Mengen an Deckhaaren verlieren. Von nicht-haarend kann hier keine Rede sein! Bei Hunden ohne Unterwolle sollte man immer individuelle Erfahrungsberichte miteinbeziehen, um herauuszufinden wie stark ein Hund haart!

Hier also die Liste der Hunderassen ohne Unterwolle. Eingefügt habe ich auch Hunde, deren Unterfell kaum der Rede wert ist. Und selbstredend gibt es bei solchen Grenzfällen immer auch Ausnahmen. Zum Beispiel gibt es einige Hunderassen, bei denen die Menge der Unterwolle individuell schwanken kann.

American Staffordshire Terrier und American Pit Bull Terrier

Angestoßen durch das Verbot der Hundekämpfe und nachfolgende Umstrukturierungen innerhalb der Zuchtverbände wurde der damalige Pit Bull Terrier bereits weit im letzten Jahrhundert in den USA in zwei Zuchttypen gespalten.

Eine Gemeinsamkeit des FCI-anerkannte American Staffordshire Terrier mit dem vor allem in den USA beliebten American Pit Bull Terrier ist allerdings heute noch, dass sie beide Unterwolle haben.

Basenji

Dieser Hund erinnert ein bißchen an einen kurzhaarigen Spitz. Dabei handelt es sich bei dem mittelgroßen Basenji um einen afrikanischen Jagdhund, der für sein feines Haarkleid und sein unabhängiges Wesen bekannt ist.

Ach ja, und dafür, dass er so selten bellt, dass viele glauben er könnte das gar nicht.

Bologneser

Wer noch nie mit einem seidenhaarigen kleinen Bichon zusammen gelebt hat, staut darüber wie viel Dreck so ein kleiner Hund von der großen Waldrunde mir nach Hause schleppen kann. Aber so aufwendig die Fellpflege auch manchmal ist, immerhin der lädtige Fellwechsel bleibt einem beim Bologneser mangels nennenswerter Unterwolle erspart.

Boston Terrier

Der kompakte Begleithund mit dem muskulösen Körperbau wird in den letzten Jahren nach und nach immer häufiger (siehe VDH Welpenstatistik). Ich vermute das liegt an der allgemeinen Beliebtheit kurzköpfiger Hunderassen.

Denn die lose Verwandtschaft zum Frenchie ist nicht von der Hand zu weisen und der Boston Terrier ist trotz seines Namens kein Jagdhund.

Boxer

Diesen stämmigen Molosser kennt wohl jedes Kind. Der Boxer zählt trotz seiner Kurzköpfigkeit zu den Gebrauchshunden. Er wird aber auch außerhalb des Hundeplatzes von Liebhabern als Familienhund geschätzt.

Und er hat kurzes, eng anliegendes Fell ohne Unterwolle.

Chihuahua

Der winzige Chihuahua aus Mexiko ist die kleineste Hunderasse der Welt. Den kleinen Begleithund mit dem ausgeprägten Kindchenschema gibt es in vielen Farben und einer langhaarigen und einer kurzhaarigen Variante.

Der Chihuahua hat Unterwolle. Diese ist allerdings bei den meisten Vertretern dieser Hunderasse nur spärlich ausgeprägt und wird selbst im Winterfell nicht sehr dicht.

Coton de Tuléar

Das winzige „Baumwollhündchen“ ist verwandt mit anderen Bichons wie dem Havaneser, Malteser, Bologneser oder Bichon frisé. Der kleine Hund mit einer Schulterhöhe von unter 30 cm besitzt keine Unterwolle, muss aber dennoch regelmäßig gekämmt werden.

Dalmatiner

Die Hunderasse mit dem prominenten Punktemuster ist ein gutes Beispiel für Hunde ohne Unterwolle, die trotzdem haaren. Denn der Dalmatiner durchläuft zwar keinen saisonalen Fellwechsel. Dafür verliert er ganzjährig die dicken Borstenhaare seines Deckhaars.

Dobermann und andere Pinscher

Dobermänner und Doberfrauen besitzen meist auch keine nennenswerte Unterwolle. Das macht das fell des Dobis zwar extrem pflegeleicht, bedeutet allerdings nicht, dass diese Hunde nicht haaren würden. Denn auch die Deckhaare eines so großen Hundes bemerkt man im Haushalt durchaus.

Dobermänner und auch die kleineren Hunde aus der Verwandtschaft der Pinscher wie der seltene Deutsche Pinscher und die kleinen Zwerg- oder Rehpinscher sind dafür bekannt im Winter schnell zu frösteln, weil ihnen die Unterwolle fehlt.

Doggen und andere Molosser

Das Fell der deutschen Dogge besitzt keine Unterwolle und ist dazu noch sehr kurz. Das macht immerhin die Fellpflege dieser Hundegiganten recht einfach.

Auch die anderen Vertreter der sehr großen Molosser sind dafür bekannt in vielen Fällen nur wenig bis keine oder nur sehr feine Unterwolle auszubilden. Dazu zählen z.B. Dogo Argentino, Bordeaux Doggen, Mastino Napoletano, Boerboel oder der Cane Corso.

Englische Bulldogge

Ich bin kein Fan des übertrieben tiefergelegten Körperbaus der modernen Englische Bulldogge. Mal abgesehen davon, dass es in meinen Augen keine Meinungsfrage sein sollte, ob ein Hund frei atmen oder ausdauernd rennen können sollte…

Aber kurz mal abgesehen von der extremen Kurzköpfigkeit und der für einen Hund völlig unangemessenen Struktur: Englische Bulldoggen haben keine Unterwolle, so dass pigmentierte Körperflecken oft auffällig durch den hohen Weißanteil im Fell vieler Bulldogs durchschimmern.

Französische Bulldogge

Den Frenchie sieht man ja dank seines Status als Modehund gerade in den Städten an jeder zweiten Straßenecke. Und wer im Winter mal drauf geachtet hat, wie viele dieser Hunde einen Mantel anhaben, weiß: Die Französische Bulldogge hat keine Unterwolle, die sie gegen kalte Witterung schützt.

Havaneser

Der Havaneser besitzt üppige lange Deckhaare, die zum verfilzen neigen. Die isolierende Unterwolle jedoch fehlt diesem kleinen Begleithund.

Irish Soft Coated Wheaten Terrier

Hört man Terrier, vermutet man zunächst harsches Drahthhar. Nicht so beim Irish Soft Coated Wheaten Terrier (ISCWT), welcher nur über weiches langes Deckhaar verfügt.

Papillon

Der Zwergspaniel mit den großen Ohren ist ein quirliges und gelehriges Kerlchen, friert aber im Winter schnell. Schuld daran ist die winzige Statur und das fehlende Unterfell.

Kurzhaardackel

Bei den kurzhaarigen Teckeln gibt es einzelne Hunde mit feiner Unterwolle. Viele Kurzhaardackel haben allerdings keine Unterwolle und frieren im Winter.

Löwchen

Das heutzutage ziemlich selten gewordene Löwchen hat seidiges, langes und leicht gewelltes Deckhaar in verschiedenen Farben, aber keine Unterwolle.

Malteser

Malteser tragen im Ausstellungsring eine gescheitelte Langhaar-Frisur und sind für die seidige Textur ihrer Haarpracht berühmt. Wird ein Malteser als aktiver Familienhund gehalten, kann man sich getrost von der Haarpracht trennen. Denn der Malteser hat keine Unterwolle, die beim abscheren leiden könnte.

Magyar Vizsla

Der ungarische Vorstehhund ist ein Jagdgebrauchshund, der aber auch als Familienhund für aktive Menschen durchaus in Frage kommen kann. Bei Bummelrunden im Winter friert er allerdings und freut sich über einen Hundemantel, da ihm die Unterwolle fehlt.

Prager Rattler

Das Idealgewicht dieser tschechischen Toyhunde liegt bei unter 3 kg. Viel Fell wäre hier also selbst mit Unterwolle sowieso nicht dran.

Pudel und andere Hunde mit Locken

Pudel sind ja bekannt dafür mangels Unterwolle auf einen Fellwechsel zu verzichten. Aber auch andere Hunde mit Lockenfell besitzen keine Unterwolle und müssen stattdessen frisiert werden.

Hier fallen zum Beispiel die gelockten Kerry Blue Terrier und Bedlington Terrier, aber vor allem die Verwandschaft der anderen Wasserhunde wie zum Beispiel der Perro de agua Español, der Cão de Agua português, aber auch der Lagotto Romagnolo ein. Und natürlich die gelockten Doodle-Hybride. Alle diese Hunde haaren nicht.

Rhodesian Ridgeback und Thai Ridgeback

Ob der afrikanische Rhodesian Ridgeback mit dem asiatischen Thai Ridgeback verwandt ist, ist ungeklärt. Beide Hunderassen haben die namensgebende Linie aus Haarwirbeln auf dem Rücken, kommen aus warmen Regionen und haben ihre Fähigkeit Unterwolle zu bilden scheinbar schon vor einiger Zeit verloren.

Russkiy Toy 

Weder in der kurzhaarigen noch in der langhaarigen Variante sollen diese Toy-Hündchen und Abkommen des Englische Toy Terrier Unterwolle aufweisen.

Shar Pei

Der moderne Zuchttyp des chinesischen Shar Pei ist vor allem für seine übertrieben lose Haut und die vielen unnötigen Falten bekannt. Das sehr harsche Deckhaar wird in der Regel kurzhaarig und wie bei anderen Molossoiden auch ohne Unterwolle darunter getragen.

Kurzhaarige Terrier

Einige der kurzhaarige Terrier wie der Manchester Terrier, Toy Terrier, Bullterrier und manche Parson und Jack Russell Terrier haben kaum nennenswertes Unterfell, so dass im Winter durchaus ein Wintermantel Sinn machen kann.

Weimaraner

Den Weimaraner gibt es in einer kurzhaarigen und seltener auch in einer langhaarigen Variante. Der vielseitige Jagdhund ist i.d.R. nicht so ideal als Familienhund für Einsteiger geeignet und dennoch allein aufgrund seiner schicken Optik und beliebten Verdünnungs-Fellfarbe auch in Städten oft zu sehen.

Was dabei auffällt: Fast jeder Weimaraner trägt im Winter einen warmen Hundepullover. Denn wenn er sich nicht jagdlich betätigen darf, friert dieser langbeinige Vorstehhund durch seine oft nur spärlich entwickelte Unterwolle recht schnell.

Windhunde

Bei vielen Windhunden ist keine Unterwolle vorhanden.

Das ist nicht wirklich verwunderlich, denn viele dieser Hunde kommen aus südlichen Gefilden und gehen als galoppierender Rennhund ja einer Beschäftigung nach, bei der es nützlich ist Überhitzung durch schnellen Abtransport von Körperwärme zu vermeiden.

Zu den Windhunden, die oft kaum noch oder gar keine Unterwolle zählen zum Beispiel Saluki, Podenco, Galgo, Sloughi, Whippet oder Greyhound.

Yorkshire Terrier

Fast alle der langhaarigen Toyhunde mit Gesichtsbehaarung (so genannten Furnishings) haben Fell, das ohne Fellwechsel ununterbrochen weiter wächst. Ähnlich wie bei vielen der Bichons hat auch der seidenhaarige Yorkshire Terrier keine Unterwolle und keinen Fellwechsel.

Was ist Unterwolle beim Hund?

Normalerweise besteht das Fell eines Hundes aus Deckhaar und Unterwolle.

  • Das grobe Deckhaar besteht aus dicken Grannenhaaren und wirkt als grobe Schutzschicht gegenüber äußeren Einflüssen wie Feuchtigkeit und Schmutz.
  • Die deutlich weichere Unterwolle besteht aus feinen und krausen Wollhaaren.

Bei Hunden mit Unterfell wachsen die Wollhaare ganz dicht gepackt unterhalb des Deckhaars und bilden eine Isolationsschicht, die den Temperaturaustausch mit der Umgebung ausbremst. Wie bei einer doppelwandigen Thermosflasche wandert Wärme nur langsam von innen nach außen und umgekehrt.

Beim Fellwechsel verliert der Hund beide Haartypen.

Allerdings fallen uns Haltern dabei vor allem die Berge an Unterwolle auf. Denn die leicht gekringelten Wollhaare fluffen so richtig voluminös auf, sobald sie aus der dicht gepackten Unterwolle befreit werden.

Das sorgt dafür, dass man 2x im Jahr gefühlt fünfmal so viel Fell vom Hund runterbürstet wie da eigentlich hinpassen sollte. Denn sobald ein Büschel Wollhaare vom Hund fällt, wird es nicht mehr vom umliegenden Fell zusammen gepresst und kann sich dehnen.

Wie erkennt man Hunde ohne Unterwolle?

Ob ein Hund Unterwolle hat oder nicht, ist nicht immer auf den ersten Blick erkennbar!

Klar, manche Hunderassen ohne Unterfell erkennt man sofort, z.B. Pudel oder Bulldoggen.

Und bei wieder anderen Rassen wird das fusselig-stumpfe Wollhaar an den Hosenbeinen oder hinter den Ohren sofort ersichtlich. Vor allem bei dunkelhaarigen Hunden fällt der Konstrast zum oft viel helleren Unterfell sofort auf:

Bei Mischlingen oder kurzhaarigen Hunden wird das schon schwieriger. Vor allem im luftigen Sommerfell haben auch viele sehr kurzhaarige Hunde mit doppellagigem Fell direkt nach dem Abhaaren oft nur noch so wenige Wollhaare übrig, dass die Unterscheidung von einem echten Hund ohne Unterwolle von Weitem schwierig ist. Da hilft manchmal nur die Haare zu scheiteln und nachzusehen.

Ob ein Hund Unterwolle hat, hat übrigens auch nichts mit Kurzhaar oder Langhaar zu tun!

Auch ein Labrador, Malinois oder Kurzhaar-Border Collie hat kurzes Fell, haart aber saisonal beträchtliche Mengen an loser Unterwolle ab.

Darauf solltest Du achten bei Hunden ohne Unterwolle

Hunde ohne Unterwolle verzichten auf einen Fellwechsel mit doppellagigem Sommer- und Winterfell. Das sorgt dafür, dass hier andere Pflegemaßnahmen notwendig werden als bei einem Hund mit Unterwolle und normalem Fellwechsel.

Brauchen Hunde ohne Unterwolle einen Hundemantel?

Kommt drauf an!

Der Zweck der Unterwolle ist ja Isolation gegenüber kalten Außentemperaturen. Hunde ohne Unterwolle sollten also nicht ganzjährig draußen gehalten werden. Und man sollte sie im Winter nicht in Situationen bringen, in denen sie sich nicht selbst durch Bewegung warm halten können.

Ein gesunder großer junger Dobermann, Boxer oder Molosser hat i.d.R. kein Problem damit mit moderaten Wintertemperaturen klar zu kommen, wenn er sprinten und toben kann.

Bei älteren, weniger massigen und kleineren Hunden wird ein Hundemantel oder ein Hundepullover für draußen oder sogar für drinnen schneller wichtig. Und auch an flauschigen Hundebetten und Kuscheldecken sollte nicht gespart werden.

Und auch, wenn der Hund (z.B. wegen Jagdproblemen) an der Leine laufen muss, im Auto wartet oder man Trainingspausen am Hundeplatz verbringt, lohnt sich die Anschaffung eines Hundemantels bereits.

Es hängt also von ganz vielen individuellen Kriterien ab, ob ein Huund einen WIntermantel braucht oder nicht.

Eins ist jedoch klar: Hunde ohne Unterwolle gewöhnen sich nicht an die Kälte. Denn wer kein Unterfell hat, kann sich eben auch im Winter keins wachsen lassen.

Die richtige Fellpflege für Hunde ohne Unterwolle

Verschiedene Hunderassen ohne Unterwolle müssen ganz unterschiedlich geepflegt werden.

Pudel und andere Hunde mit Locken können ebenso wie viele der langhaarigen Hunde ohne Unterwolle bei Bedarf abgeschoren werden. Das lange Haare sollte dazwischen regelmäßig (zur Not täglich) mit Kamm und Bürste frisiert werden.

Kurzhaarige Hunde wie Dalmatiner oder Dobermann sind berühmt dafür trotz fehlender Unterwolle ganzjährig sehr viel zu haaren. Durch die dünne Fellschicht sind Bürsten mit scharfen oder spitzen Zinken ungeeignet. Denn sie kratzen auf der Haut und schädigen das glänzende Deckhaar. Besser sind weiche Striegel, Gummihandschuhe und Gummibürsten, da man ja nix kämmen und entwirren muss und nur lose Deckhaare entfernen möchte.

Hier noch ein paar Profitipps zur Fellpflege:

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