Kindchenschema bei Hunden: Süß, süßer, krank?

[Werbung]: Wenn Du über einen unserer Affiliate-Links kaufst, bekommen wir eine Provision.

Egal, für welche Hunderasse man sich am meisten begeistert:

Gerade Welpen sind besonders niedlich, oder?

Aber warum finden wir Tierkinder eigentlich so süß?

Und warum erfreuen sich die rundköpfigen Hunderassen trotz all ihrer unvorteilhaften Gesundheitsprobleme so großer Beliebtheit?

Eine mögliche Antwort:

Alle Hunde besitzen ein ausgeprägtes Kindchenschema, das weit über die Welpenphase hinaus die züchterische Selektion beim Hund beeinflusst.

Das Kindchenschema

Als „Kindchenschema“ bezeichnet man eine Reihe von äußerlichen Merkmalen, die Kinder vieler Tierarten gemeinsam haben.

  • Große Köpfe, herzförmige Köpfe
  • Runde Gesichter
  • Große runde Augen
  • Weit auseinander stehende Augen
  • Kleine Nase
  • Kleiner Mund
  • Hohe vorgewölbte Stirn
  • Pausbacken
  • Kurze dicke Extremitäten
  • Plumpe Körperform

Der Begriff geht auf den Zoologen und Verhaltensforscher Konrad Lorenz zurück.

Er nahm an, dass diese Merkmale Brutpflegeverhalten und fürsorgliche Zuwendung anregten. Und rundum gut versorgt zu werden verbessert natürlich die Überlebenschancen des niedlichen Nachwuchses.

Mittlerweile weiß man, dass das Kindchenschema tatsächlich eine Reihe von Verhaltensweisen bei uns auslöst. Unter anderem fördert es den Antrieb sich kümmern zu wollen und das niedliche Wesen zu beschützen.

Es sorgt für eine erhöhte Aufmerksamkeit gegenüber dem Jungtier und hemmt aggressive Verhaltensweisen (übrigens eins der falsch verstandenen Argumente für die Mär vom angeblichen Welpenschutz).

Aus MRT-Untersuchungen an Menschen weiß man, dass beim Betrachten des Kindchenschemas Teile des mesolimbischen Systems aktiviert werden.

Hier sitzt das „Belohnungssystem“, das durch das Glückshormon Dopamin an der Entstehung von Freude, Lustgefühlen, Motivation, emotionalen Lernprozessen, Suchtverhalten und Belohnungslernen beteiligt ist (Glocker et. al. 2009).

Kaum verwunderlich also, dass wie gern in niedliche Gesichter schauen und diese bevorzugen.

Die Wahrnehmung des Kindchenschemas ist also offensichtlich nicht erlernt und bei Menschen mit unterschiedlichem kulturellem Hintergrund nachweisbar.

Niedlichkeit hat also eine biologische Funktion und gilt als evolutionärer Vorteil.

Und da das Kindchenschema universell wahrgenommen wird, wird es auch in Trickfilmen und sogar im Produktdesign genutzt, um zum Beispiel Autos oder den weltbekannten Teddybär für unsere Augen ansprechend zu gestalten.

Und auch für unsere Hund ist es von Vorteil besonders niedlich zu sein.

Eine ganz neue Untersuchung entdeckte, dass neuere Hunderassen sogar einen ganz neuen Gesichtsmuskel aufweisen, der Wölfen und den älteren nordischen Hunderassen fehlt.

Nämlich den, mit dem sie ihre innere Augenbraue zum „Dackelblick“ ganz leicht gezielt weit nach oben ziehen können.

Hunde verstärken so den Effekt, den große runde Augen und ein trauriger Blick auf uns haben. Und nicht überraschend wenden Hunde diesen Blick hauptsächlich in der Anwesenheit ihrer Menschen an.

Es wird vermutet, dass es sich hier um einen Selektionsvorteil handelte.

Wir Menschen bevorzugten ganz unbewusst Tiere mit diesem niedlichen und bedürftig wirkenden Merkmals und etablierten so das Auftreten dieses neuen Merkmals bei unseren Hunden (Kaminski et. al. 2019).

Man bewertet sogar Charaktereigenschaften nur anhand einer niedlichen Optik.

Unfair, aber wahr:

Lebewesen mit kindlichen Gesichtszügen werden unterbewusst als attraktiver, schlauer, sympathischer, gesünder und fröhlicher bewertet. Man bevorzugt also automatisch niedliche Gesichter.

In Tierheimen werden süße Hunde besonders schnell vermittelt, denn oftmals bewerten wir diese nicht nur als attraktiv, sondern auch als besonders freundlich und bedürftig. Nicht überraschend, oder?

Unsere selektive Vorliebe für kindliche Gesichtszüge kann man auch an unseren heutigen Hunderassen sehen.

Denn nicht nur Chihuahuas und andere Schosshunde haben deutlich kürzere und rundere Schnauzen und einen plumperen Körperbau als ein Wolf.

Die Mehrheit aller Hunde zeigt auch im Erwachsenenalter noch viele Merkmale des Kindchenschemas.

Auch Schäferhunde und Huskies sind insgesamt gedrungener und selbst große Hunde wie Bernhadiner, Rottweiler oder Herdenschutzhunde haben offensichtlich weichere Gesichtszüge als jeder Wolf.

Wir bevorzugen eine niedliche Optik. Und ein niedlicher Hund wird oft besser umhegt.

Win-Win. Bis zu einem gewissen Punkt.

Denn jeder weiß, wohin zu viel des Guten manche Hunderassen gebracht hat.

Viele Hunde mit extremen Körpermerkmalen leiden unter diesem veränderten Körperbau.

Plumper Körperbau, Rundköpfigkeit und Glubschaugen mögen für uns unterbewusst ansprechend wirken, aber gesund sind sie deshalb nicht.

Die Ursprünge des Kindchenschemas beim erwachsenen Hund

Die modernen Rassestandards und die geplante Selektion nur auf äußere Merkmale hin ist ein relativ junges Phänomen in der Hundezucht.

Die meisten Hunderassen sind unter 200 Jahren alt.

Aber auch schon weit davor gab es Hunde mit mehr oder minder ausgeprägtem Kindchenschema.

Denn die unbewusste Selektion auf kindlich wirkende Gesichtszüge und Verhaltensweisen begann vermutlich schon weit vor der modernen Hundezucht.

Das Domestikations-Syndrom beim Hund

Viele domestizierte Tiere weisen gegenüber ihren Wildarten ganz typische Veränderungen auf.

Zum Beispiel sind domestizierte Tiere oft deutlich zahmer und haben häufig kleinere Gehirne, Schlappohren, Ringelschwänze und ein ausgeprägtes Kindchenschema mit plumperem Körperbau, runderen Köpfen, kürzeren Schnauzen und größeren Augen.

Die Gesamtheit dieser Merkmale bezeichnet man als „Domestikations-Syndrom“.

Interessant dabei ist, dass hierbei Tierarten aller Nutzungsformen betroffen sind, also Hunde und Katzen genauso wie Nutz- und Weidetiere. Also nicht unbedingt Tiere, die wegen ihrer Niedlichkeit gehalten werden.

Beim mittlerweile weltbekannten „Silberfuchs-Experiment“ wollten russische Forscher diesem Phänomen auf den Grund gehen und machten eine erstaunliche Entdeckung:

Sie wählten aus einem Anfangsbestand aus Füchsen über Generationen hinweg für die Weiterzucht immer nur die besonders zahmen Tiere aus.

Und ja, die Nachkommen wurden durch diese gezielte Zucht zunehmend zugänglicher und weniger scheu gegenüber dem Menschen.

Aber gleichzeitig veränderten sich auch ihr Aussehen und ihr weiteres Verhalten, obwohl diese Merkmale bei der Auswahl der Zuchttiere keine Rolle spielte.

Schon nach wenigen Generationen zeigten die Füchse die typischen Merkmale des Domestikations-Syndroms.

Ihr Fell zeigte Weißscheckung, sie bekamen Schlappohren, eine kürzere Schnauze und einen gedrungeren Körperbau. Sie wurden verspielter, achteten mehr auf menschliche Gesten und fingen sogar an zu wedeln.

Die Suche nach der genauen genetischen Grundlage für diese gekoppelte Vererbung von Zahmheit mit anderen Merkmalen ist immer noch im vollen Gange.

Wir können hieraus aber schon ein paar Gedanken über die Ursprünge des Kindchenschemas beim Hund ableiten.

Zahmheit und Kindchenschema brachte dem Wolf in Menschennähe entscheidende Vorteile.

Eine Idee für die Verjugendlichung des Hundes über das Domestikations-Syndrom hinaus ist das Konzept der „Selbstdomestizierung“ des Wolfs.

Wenn man davon ausgeht, dass die Annäherung von Mensch und Wolf eine gegenseitige Angelegenheit war, dann führt das natürlich von Beginn an zu einer Vorauswahl besonders zahmer Tiere und ihrer Gene.

Denn ein scheuer oder angriffslustiger Wolf hätte sich dem Menschen nicht bereitwillig genähert. Es suchte also nur ein Teil der Wolfspopulation die Nähe zum Menschen.

Gleichzeitig reagierten die Menschen wohl auch schon damals toleranter auf zahmere Tiere mit weniger bedrohlichen Gesichtszügen und ließen diese bevorzugt als Kulturfolger gewähren.

Zunehmende Zahmheit des Wolfs führte in diesem Szenario also nicht nur zufällig zu einem immer ausgeprägteren Domestikations-Syndrom.

Tiere mit besonders attraktiver und wenig bedrohlicher Optik wurden eher geduldet und konnten die Nahrungsquellen in Menschennähe besser nutzen als ihre scheuen Artgenossen (Waller et. al. 2013).

Gezielte Zucht auf niedliche Merkmale

Mit dem Beginn der Zucht von Hunden als Begleiter statt primär als Arbeitshund begann schließlich auch eine bewusste züchterische Konzentration auf äußerliche Merkmale.

Viele Hunderassen wurden zunehmend kleiner, plumper und gedungener.

Die Köpfe werden runder, der Stirnansatz immer steiler, die Beine kürzer und die Augen immer riesiger.

Und das vor allem in den Showlinien mancher Hunderassen, die wirklich nur noch nach optischen Kriterien bewertet werden.

Die züchterische Selektion auf Niedlichkeit passiert dabei aber nicht unbedingt bewusst.

Wir bevorzugen vor allem unbewusst die süß wirkenden Hunde. Wir pflegen sie besser, verbringen mehr Zeit mit ihnen und wir bewerten ihren Charakter als angenehmer. Wir sind sogar geneigter über ihre Schwächen hinweg zu sehen.

Dass die Auslegung von Rassestandards gewissen Modetrends unterworfen ist, kann man in der Showszene und an der extremen Veränderung von Hunderassen mit der Zeit an vielen Beispielen beobachten.

Hier wird oft nur vordergründig versucht mit rationalen Erwägungen und angeblich objektiven Auswahlkriterien eine eigentlich subjektiv wahrgenommene Attraktivität zu begründen.

Wir finden niedliche Hunde nun mal unbewusst attraktiv. Und attraktive Hunde werden bevorzugt zur Zucht eingesetzt.

Wir bewerten Attraktivität allerdings eben nicht nur nach funktionalen und gesunden Merkmalen.

Kindchenschema bei Rassehunden

Nicht jeder fühlt sich gleichermaßen zu niedlichen Hunden hingezogen.

Aber jeder von uns hat insgeheim eine Lieblingsrasse, eine Lieblingsfarbe, eine Lieblingsoptik oder findet einen Welpen des Wurfes ganz besonders anziehend.

Und soziale Medien, Kinofilme und andere Einflüsse gestalten ständig neue Modetrends.

Keiner von uns kann sich komplett davon frei machen seinen Hund auch nach optischen Kriterien auszuwählen.

Aber nicht alle Merkmale bei unseren Rassehunden sind niedlich und gesund.

Viele Merkmale des Kindchenschemas gehen auf eine verzögerte oder gehemmte Entwicklung zurück, bei der jugendliche Merkmale lange oder komplett erhalten bleiben.

Diesen als Neotenie bezeichneten Effekt kann man auch beim Menschen und seiner zeitlich augedehnten Jugendphase beobachten.

Beim Hund wurde bewusst und unbewusst züchterisch auf eine verstärkte Neotenie hingearbeitet.

Die Beibehaltung Jugendmerkmalen auch im Erwachsenenalter bezeichnet man dann schließlich als Paedomorphismus.

An vielen Hunderassen kann man deutlich die Merkmale des Kindchenschemas und das bewusst welpenhafte Aussehen erkennen.

Der Hund ist aber weit mehr als einfach nur ein „kindgebliebener“ paedomorpher Wolf.

Beim Hund ist nicht nur das Aussehen betroffen. Auch jugendliche Verhaltensweisen des Wolfs kann man bei allen erwachsenen Hudnen beobachten: Hunde bellen und winseln und suchen weit übers Welpenalter hinaus unseren Kontakt und unsere Aufmerksamkeit als Fürsorger.

Die gezielte Auswahl von Zuchttieren auf Niedlichkeit hin brachte auch ganz neue Merkmale und eine Bevorzugung eigenartiger Mutationen hervor:

Kurze Beine und Zwergwuchs, extreme Schlappohren, ein süßer Blick und ganz extreme Rundköpfigkeit wurden nicht zuletzt wegen ihrer drolligen Optik als förderlich erachtet.

Die runden Kopfformen und kurzen Schnauzen beim Hund gehen nicht wie bisher angenommen einfach nur auf ein extrem gehemmtes wölfisches Kopfwachstum zurück.

Hier wurden durch gezielte Züchtung eine Verkürzung des Gesichtsschädels und eine nur beim Hund bekannte Krümmung des Gaumens nach oben hin erreicht, um zumindest den Anschein einer jugendlichen Gesichtsform zu bewahren (Drake 2011).

Und auch die massiven Glubschaugen verursachen diesen Hunden massenhaft Probleme, wie man z.B. bei der Tierklinik Hofheim nachlesen kann.

Warum man sich zu offensichtlich deformierten Hunden mit nachweislich erhöhter Krankheitsanfälligkeit hingezogen fühlt, liegt mitunter am ausgeprägten Kindchenschema.

Eine Untersuchung an Haltern von brachycephalen Rassen kam zu dem Schluss, dass die Bindung zu diesen Hunden oft als besonders stark wahrgenommen wird. Und gleichzeitig werden die krankhaften Veränderungen an diesen Hunden trotz besserem Wissen geleugnet und beliebig ausgeblendet (Opacker at. Al. 2019).

Hier wurde züchterisch schon lange der Punkt verpasst, an dem das Kindchenschema noch für beide Seiten dienlich ist.

Auch die zunehmende Verzwergung von Rassehunden hin zu Toy- und Teacup-Varianten bedient den gleichen Trend. Bei diesen Hunden schlägt der Wunsch einen Hund als Begleiter zu halten oft in eine übertriebene Verhätschelung um.

Hunde erfüllen zunehmend auch die Rolle von vermenschlichten Sozialpartnern in einer immer einsamer werdenden Gesellschaft.

Die Beliebtheit von Hunderassen, die wir unterbewusst besonders leicht vermenschlichen können, zieht aber zunehmend auch Auswirkungen aufs Tierwohl nach sich (Serpell 2012).

Ja, niedliche Hunde wecken unsere Motivation uns kümmern zu wollen. Aber das kann auch etwas Schlechtes sein.

Wenn der Hund nur noch zum Schmusen, Ankleiden und Frisieren angeschafft wird, werden über die krankhaft starke Bindung zu diesem „Püppi“ dann oft die Bedürfnisse des Hundes vergessen.

Und sogar bei den Frisuren unserer Hunde versuchen wir oft die Niedlichkeit zu steigern und vergessen dabei die Funktionalität.

Ein weiteres Problem entsteht dadurch, dass viele der ehemaligen Arbeitsrassen immer drolliger gezüchtet werden.

Hierdurch fühlen sich auch Leute von diesen Hunden angesprochen, zu denen dieser Hund charakterlich eigentlich gar nicht passt.

Denn eine äußerliche Veränderung formt nicht im gleichen Maß den Charakter. Ein Show-Border Collie mag knubbeliger und weicher aussehen als ein einsatzfähiger Hütehund. Aber er ist deshalb nicht unbedingt ruhiger und anschmiegsamer.

Hier fühlt man sich oft zu sehr von einer gewissen Optik angesprochen und vergisst dabei jeden rationalen Gedanken.

Hier muss ein Umdenken darüber stattfinden, was Hunde alles für uns leisten sollen und inwieweit auch noch der domestizierte Hund einen Nutzen von der Mensch-Hund-Beziehung hat.

Zusammenfassung

Ja, Hunde besitzen ein ausgeprägtes Kindchenschema. Manche mehr, manche weniger.

Das ist mit ein Grund, warum wir stundenlang Hundebilder im Internet betrachten können, uns stark zu unseren Hunden hingegogen fühlen und in „Welpenfieber“ verfallen, wenn wir beim Züchter zu Besuch sind.

Die Merkmale des Kindchenschemas lösen in uns den Wunsch aus uns um unsere Hunde zu kümmern. Und das ist ja erstmal eine gute Sache, man will seinen Hund ja schön finden und lieb haben.

Das Kindchenschema ist schon für die Vorfahren unserer Hunde ein evolutionärerer Vorteil gewesen. Denn zahmere, attraktivere und weniger bedrohlich wirkende Wölfe hatten vermutlich einen leichteren Zugang zu Nahrung und menschlicher Obhut.

Heutzutage wird durch eine gezielte Selektion auf ein niedliches Äußeres beim Hund oft ein fragwürdiger Wunsch nach einem Kindersatz und Sozialpartner bedient.

Dies führt nicht nur zu extremen Deformationen bei manchen Hunderassen. Oft wird auch vergessen, dass auch ein niedlicher Hund eigene Bedürfnisse hat.

Hier muss man sich wieder mehr darauf besinnen, dass Niedlichkeit nicht alles ist im Hundeleben und es keiner extremen Merkmale braucht, um das Kindchenschema zu bedienen.

Ich liebe meine Hunde auch ganz ohne Stupsnase und  Stummelbeine!

aby schema modulates the brain reward system in nulliparous women<\/a>Melanie L. Glocker, Daniel D. Langleben, Kosha Ruparel, James W. Loughead, Jeffrey N. Valdez, Mark D. Griffin, Norbert Sachser, and Ruben C. Gur; PNAS June 2, 2009 106 (22) 9115-9119

Dispelling dog dogma: an investigation of heterochrony in dogs using 3D geometric morphometric analysis of skull shape;A.G. Drake 2011; Evol & Dev; Volume13, Issue2

Paedomorphic Facial Expressions Give Dogs a Selective Advantage.<\/a>Waller BM, Peirce K, Caeiro CC, Scheider L, Burrows AM, McCune S, et al. (2013); PLoS ONE 8(12): e82686.

Domestication Syndrome in Mammals: A Unified Explanation Based on Neural Crest Cell Behavior and Genetics; Adam S. Wilkins, Richard W. Wrangham and W. Tecumseh Fitch; GENETICS July 1, 2014 vol. 197

Juliane Kaminski, Bridget M. Waller, Rui Diogo, Adam Hartstone-Rose, Anne M. Burrows. Evolution of facial muscle anatomy in dogs. Proceedings of the National Academy of Sciences, June 17, 2019

Packer RMA, O\u2019Neill DG, Fletcher F, Farnworth MJ (2019) Great expectations, inconvenient truths, and the paradoxes of the dog-owner relationship for owners of brachycephalic dogs. PLoS ONE 14(7): e0219918.

Paedomorphic Facial Expressions Give Dogs a Selective Advantage. Waller BM, Peirce K, Caeiro CC, Scheider L, Burrows AM, McCune S, et al. (2013); PLoS ONE 8(12): e82686.

Pinar Thorn, Tiffani J. Howell, Cynthia Brown & Pauleen C. Bennett (2015) The Canine Cuteness Effect: Owner-Perceived Cuteness as a Predictor of Human-Dog Relationship Quality, Anthrozo 28:4, 569-585

Julie Hecht & Alexandra Horowitz (2015) Seeing Dogs: Human Preferences for Dog Physical Attributes, Anthrozo\u00f6s, 28:1,153-163

Serpell, James. (2002). Anthropomorphism and Anthropomorphic Selection: Beyond the „Cute Response“. Society and Animals. 10. 437-454.