Zecken bei Hunden

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Als Hundehalter kennst Du die Problematik nur zu gut: Wie vermeidet man Zeckenstiche beim Hund?

Wir finden die kleinen Blutsauger nicht einfach nur eklig und das tägliche Absuchen des Vierbeiners mehr als lästig. Es ist ja mittlerweile allseits bekannt, dass Zecken bei Hunden und Menschen eine Reihe von nicht ganz so harmlosen Krankheitserregern übertragen können.

Wenn Du Dich besser über Zecken beim Hund informieren möchtest, findest Du hier viele Bilder sowie Links und Infos rund um Zecken bei Hunden.

Hier findest Du bewährte Produkte zur Zeckenentfernung beim Hund.

Die häufigsten Zeckenarten beim Hund

Zecken sind keine Insekten, sondern gehören zu den Milben. Wie andere Spinnenartige auch, haben erwachsene Zecken deshalb gut erkennbar 8 Beine.

Zecken sind keine Insekten!

Von den weltweit mehr als 850 Zeckenarten findet man hierzulande nur wenige beim Hund.

Hier findest Du die aktuellen Zeckenkarten der ECDC (European Centre for Disease Prevention and Control, engl.) und kannst Dir die Verbreitungsgebiete in Europa ansehen.

Die überwiegende Mehrheit aller Zeckenfunde werden dabei von einer einzigen Art gestellt:

Der Gemeine Holzbock (Ixodes ricinus) ist fast jedem Hundehalter bekannt.

Darüber hinaus gibt es einige Arten von Zecken, die bislang eher selten an unsere Hunden und anderen Haustieren zu finden sind.

Der Gemeine Holzbock

Findest Du eine Zecke bei Deinem Hund, handelt es sich mit sehr großer Wahrscheinlichkeit um einen Vertreter des Gemeinen Holzbocks (Ixodes ricinus).

Der Gemeine Holzbock gilt als häufigste Zeckenart Deutschlands, die man an vielen Standorten vom Wald über Wiesen hin zu Parkanlagen oder sogar Hausgärten finden kann.

Der Gemeine Holzbock

Diese Zeckenart gehört zu den Schildzecken. Beim erwachsene Weibchen ist zugunsten der Dehnbarkeit beim Blutsaugen nur der vordere Körperteil durch den namensgebenden Schild abgedeckt. Beim Männchen kann dieser Schild auch den ganzen Körper schützen.

Familienbild von Mr. & Mrs. Ixodes ricinus

Der Gemeine Holzbock durchläuft nach dem Schlüpfen verschiedene Lebensstadien:

Der Entwicklungsschritt von der Larve zur Nymphe und von der Nymphe zur adulten Zecke erfolgt dabei jeweils nach einer Blutmahlzeit und einer Häutung.

Die ziemlich farblos winzig kleinen Larven (<1 mm) kriegen wir Hundehalter nicht wirklich mit.

Auch die Nymphen übersieht man durch ihre geringe Körpergröße (ca. 1,2-1,5 mm) meist. Selbst voll sind sie winzig und in meiner Erfahrung sind sie auch blöd zu entfernen bzw. platzen recht leicht.

Zeckennymphe mit meinem Blut gefüllt

Männchen des Gemeinen Holzbocks (ca. 1,5-2,5 mm) nimmt man am ehesten zur Kenntnis, wenn man sie in flagranti erwischt. Denn entfernt man ein trinkendes Zeckenweibchen von seinem Hund, findet man nicht selten ein anhaftendes Männchen, das sich Bauchseite gegen Bauchseite bereits mit dem noch saugenden Weibchen paart.

Wie romantisch!

Allzu bekannt sind jedem Hundehalter die Weibchen des Gemeinen Holzbocks (ca. 2-4,5 mm), die vollgesogen auch schon auch mal erbsengroß anschwellen. In den enorm dehnbaren Körper passt nicht nur eine große Blutmahlzeit, sondern auch bis zu 5000 Eier.

Bei einem Versuch im österreichischen Burgenland verteilten sich die gefundenen Ixodes ricinus auf den Testhunden gerundet auf etwa 5 % Nymphen, 8 % Männchen und 87 % Weibchen[7].

Ixodes ricinus in diversen Stadien; gesammelt 2020 an meinen Hunden (weil ich vor lauter Pandemie vergessen hatte SpotOn zu kaufen)

Andere Zeckenarten beim Hund

Auwaldzecken oder Reliktzecken machen laut Untersuchungen des Robert Koch-Instituts nur etwa 1-2 % aller Zeckenstiche beim Menschen aus[9].

Auf Hunden hingegen konnte je nach Untersuchungsgebiet auch ein wesentlicher höherer Anteil an Auwaldzecken (> 40 %) gesammelt werden[4].

Die Braune Hundezecke stammt ursprünglich aus Afrika, hat sich aber mittlerweile in Südeuropa etabliert. In den letzten Jahren nehmen Funde nach dem Sommerurlaub mit Hund im Süden auch in Deutschland zu. Da man nur wenig über diese Art weiß, läuft an der Uni Hohenheim ein Sammelprojekt. Denn es ist nicht klar, ob diese Art sich in Wohnräumen vermehren kann.

Die manchmal auffällig hell gefärbten Igelzecken verirren sich gelegentlich an unsere Vierbeiner, sind aber für den einzelnen Hundehalter durchaus ein enorm seltener Fund. Auch die Fuchszecke oder die Schafzecke verirren sich regelmäßig auf Haushunde als Fehlwirt.

Durch die voranschreitende Klimaerwärmung ist zu erwarten, dass sich die Lebensräume einiger Zeckenarten nach und nach weiter nach Norden ausdehnen werden als bislang.

Und auch eingeschleppte Arten aus dem Mittelmeerraum oder exotische Arten haben es durch die aufeinander folgenden „Rekordsommer“ der letzten Jahre immer leichter hierzulande Fuß zu fassen.

Wann findet man Zecken bei Hunden?

Wann sind Zecken aktiv bzw. wann kommen Zecken beim Hund vor?

Die Antwort wird Dir nicht gefallen…

Den Gemeinen Holzbock und die Auwaldzecke konnte man bei einer Untersuchung in Österreich ganzjährig an Hunden nachweisen.

Für beide Arten lassen sich in Zentraleuropa aber recht deutliche Peaks im Früh- und Spätsommer erfassen. Andere Zeckenarten haben eventuell andere Aktivitätsprofile[7].

Grober Aktivitätsverlauf beim Gemeinen Holzbock über`s Jahr

Vor allem im April/Mai und später im September findet man den Gemeinen Holzbock sehr häufig am Hund. In der großen Sommerhitze hat man dann mit etwas Glück etwas Pause von den Plagegeistern (was je nach Gassistrecke mitunter sicherlich auch mit der Wiesenmahd und den veränderten Gassizeiten im Hochsommer zu tun haben könnte).

Wann ist der Gemeine Holzbock aktiv?

Nymphen und erwachsene Zecken werden aktiv, sobald es an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen sieben Grad Celsius warm oder wärmer ist, d. h. mitunter auch im Winter.

Zecken.de

Infoseite der Pfizer Pharma GmbH

Das deckt sich auch mit meinen Erfahrungen. Ich kann mich nicht mehr wirklich an das letzte Jahr erinnern, in dem ich nicht schon im Januar die erste Zecke an einem meiner Hund gefunden habe. Bis in den Frühsommer und rund um den Sommeranfang ist die schlimmste Zecken-Jahreszeit. Und nur in der Matschsaison zum Jahresende hin im November/Dezember bleibt man mal kurz verschont.

Wie kommt die Zecke auf den Hund?

Der Gemeine Holzbock jagt seinen viel schnelleren Beutetieren nicht aktiv hinterher.

Stattdessen bezieht er in der näheren Umgebung Stellung und hofft darauf von einer Pflanze abgestreift zu werden.

Wo kommen Zecken vor?

Wählerisch ist der Holzbock nicht: Man findet ihn in Wiesen, Gebüschen, Parks genauso wie an Wald- und Wegrändern oder sogar daheim im Garten.

Bei einer Untersuchung der Uni Hohenheim im Jahr 2015 fand man Zecken vor allem in waldnahen Gärten, aber selbst waldferne oder stark gepflegte Gärten sind nicht zeckenfrei.

Natürlich muss die Zecke durch den Hund oder ein Wildtier in ihr Wohngebiet eingeschleppt worden sein. Und die Lebensbedingungen müssen halbwegs passen. Hitze mögen Zecken zum Beispiel nicht. Sie bevorzugen es feucht, dunkel und windgeschützt. 

Dafür sind Zecken ziemlich genügsam, wenn sie sich einmal wohl fühlen, und können auch mal ein Jahr auf die nächste Mahlzeit warten, die sich nichtsahnend in ihre Nähe begibt.

Wie findet die Zecke ihre Wirtstiere?

Zecken leben am Boden und klettern in etwa 20-70 cm Höhe auf Gräser und Büsche, um von dort aus auf einen Wirt zu gelangen.

Hilfreich beim Auffinden potentieller Beutetiere ist den blinden Zecken dabei das so genannte Haller-Organ im vordersten Glied des vordersten Beinpaares.

Mit dieser Sammlung von Chemorezeptoren kann die Zecke verschieden chemische Verbindungen wahrnehmen, die im Atem (z.B. CO2), im Schweiß oder Urin von Wirten ausgesondert werden.

Einige Zutaten von Repellents und Abwehrmitteln aus dem Humanbedarf wie DEET oder Icaridin wirken, indem sie die Wahrnehmungsfähigkeit der Zecken stören bzw. den Wirt unattraktiv machen.

Denkbar wäre übrigens auch, dass Zecken durch das Haller-Organ Erschütterungen spüren oder innerartlich kommunizieren, z.B. um andere Zecken anzulocken („Huhu, hier drüben gibt`s lecker Pudel!„). Aber so richtig weiß man das noch nicht.

Einige von Euch haben das vielleicht schon mal beobachtet: Eine (hungrige) Zecke krabbelt entweder auf Euch zu oder verharrt mit hoch erhobenen Vorderbeinen.

Diese Haltung erhöht nicht nur eventuell die Chance von einem vorbei eilenden Hund abgestreift zu werden, sondern erlaubt der Zecke grob die Richtung eines gespürten Beutetieres zu orten, indem sie die beiden „Mess-Stationen“ des Hallerschen Organs in ihren Vorderbeinen möglichst weit voneinander entfernt positioniert.

So wie wir z.B. Richtungshören können, weil unser Gehirn blitzschnell die Wahrnehmung in beiden Ohren miteinander vergleicht. Nur halt eben etwas simpler, ohne Gehirn und so.

Der Zeckenstich beim Hund

Zeckenstich oder Zeckenbiss?

Umgangssprachlich sagen viele von uns Zeckenbiss, ich übrigens auch.

Korrekt ist aber eigentlich Zeckenstich. Denn die Mundwerkzeuge der Zecke sind Stechwerkzeuge und keine Beißwerkzeuge.

Ist eine Zecke vom Hund aufgesammelt worden, sucht sie nach einer geeigneten Stelle, um mit ihrem recht komplex gebauten Stech- und Saugapparat ans Werk zu gehen.

Das Stechwerkzeug der Zecken ist mit Widerhaken ausgerüstet. Und die Zecke befestigt sich beim Saugen mit einem klebrigen Sekret am Wirt. Kein Wunder also, dass es trotz Übung manchmal so schwierig ist die Biester vom Hund zu entfernen, ohne dass der Kopf stecken bleibt.

Beim Stechen und Saugen gibt die Zecke diverse Sekrete ab, die als Betäubungsmittel für den Wirt, als Entzündungshemmer und als Gerinnungshemmer dienen. Der Stich ist schmerzlos und wird in derRegel nicht bemerkt.

Der Saugvorgang eines adulten Weibchens kann mitunter ein paar Tage dauern. Und in dieser Zeit möchte die Zecke ja ungehindert und unbemerkt saugen können.

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Wo sitzen Zecken beim Hund?

Auf vielen Infoseiten kann man die Aussage lesen Zecken würden sich auf ihrem Wirt eine möglichst geschützte Stelle mit weicher und dünner Haut suchen. So zumindest die Annahme.

In der Realität hingegen findet man Zecken mit Vorliebe an den exponierten vorderen Körperregionen, die weder geschützt noch besonders weich- oder dünnhäutig sind[7]:

  • Kopf
  • Schultern
  • Brust

Und das ist eigentlich logisch:

Erst lange nach einem geeigneten Ort auf dem Hund suchen zu müssen, birgt für die Zecke das Risiko dabei entdeckt oder versehentlich wieder abgestreift zu werden.

Es macht für die Zecke beim Hund also Sinn sich so schnell als möglich in der Nähe ihrer Ankunftsstelle festzusaugen.

Denn der breit dorso-ventral abgeflachte Körper ist ein Handicap auf der Suche nach einer guten Futterstelle (der Grund übrigens, warum Flöhe genau andersherum, also seitlich, abgeflacht sind!).

Kein Körperbau für lange Strecken im Hundefell

Und da die meisten Hunde offenbar beim Schnüffeln und Stromern mit tiefem Kopf Zecken aus der Umgebung aufsammeln, findet man die meisten Zecken bei Hunden nun mal im Kopf- und Frontbereich.

Auch bei meinen Hunden findet man die meisten Zecken am Kopf, rund um den Hals, hinter den Ohren und frontal an Schulter und Brust. Bei den Hunden mit Bart bilde ich mir eine Häufung in den Augenbrauen und den Mundwinkeln ein.

Allerdings können Zecken am ganzen Körper beim Hund vorkommen!

Man sollte also durchaus den ganzen Hund absuchen. Denn Zecken im Genitalbereich, an den Gliedmaßen, an den Flanken, am Rutenansatz oder Zecken zwischen den Zehen kommen durchaus regelmäßig vor.

Welche Hunde haben die meisten Zecken?

Welche Kriterien so eine blutrünstige Zecke an ihrem hündischen Wirt bevorzugt, weiß man nicht genau.

Aber den anderen Mehrhundehaltern unter Euch geht es vermutlich auch so, dass ihr Unterschiede im Zeckenbefall zwischen Euren Hunden feststellen könnt.

Bei mir haben haben Senioren z.B. merkbar weniger Zecken als die aktiveren Jungspunde. Und wer an der Leine bleiben muss (wegen großer Emotionen gegenüber Rehlein und so), bringt über`n Daumen auch weniger Ungeziefer heim.

Eigentlich logisch: Denn Angeleinte und Senioren stecken den Kopf nicht ganz so tief in jeden Busch und stromern nicht mehr so viel durch Hecken, Wiesen oder Unterholz.

Neben dem Wuselfaktor entscheiden weitere Faktoren wie Felllänge oder der Eigengeruch darüber, wie viele Zecken ein Hund mit nach Hause bringt. Da Zecken ja scheinbar viele Substanzen wahrnehmen können, haben sie evtl. auch Vorlieben.

Und natürlich gibt es viele veränderliche Faktoren:

Das lokale Zeckenaufgebot schwankt von Jahr zu Jahr. Gassistrecken ändern sich. Und die Bewegungsmuster und Ausdünstungen des Hundes sind ja auch nicht fix.

Aktive Hunde mit längerem Fell, die viel Zeit draußen in Wald und Feld verbringen und dabei tief durch Wiesen und Unterholz stromern sollen/dürfen, sammeln über`n Daumen natürlich mehr Zecken als kurzhaarige Hunde in der Stadt.

Was im Umkehrschluss natürlich nicht bedeutet, dass man nicht mehr im Grünen mit dem Hund spazieren gehen soll! Nur halt eben mit gutem Schutz.

Gefahr durch Zecken bei Hunden?

Verschiedene Zeckenarten unterscheiden sich nicht nur optisch voneinander, sondern können auch als Überträger für ganz unterschiedliche Krankheiten dienen.

Lange Zeit dachte man der Hund könne sich mit vielen dieser Erreger höchstens im Urlaub infizieren. Dann waren lange Zeit die Unmengen an Importhunden aus dem Auslandstierschutz als Vektoren für diverse Zeckenarten und ihre Erreger im Fokus.

Mittlerweile müßige Überlegungen: Denn viele der allseits gefürchteten Infektionskrankheiten beim Hund sind eben schon längst keine reinen Mittelmeerkrankheiten mehr. Einige Zeckenarten haben mittlerweile stabile Populationen zumindest in Süddeutschland.

Und der fortschreitende Klimawandel wird die Situation vermutlich nicht besser machen.

Durch Zecken auf den Hund übertragene Krankheitserreger

Die Zecken selbst verursachen keine Erkrankung, können aber Überträger diverser Infektionskrankheiten oder parasitärer Einzeller sein.

Bereits 2007 erschien die von einem Expertenkreis formulierte „Leitline zur Verhinderung der Erregerübertragung durch Blut saugende Vektoren bei Hunden„. In dem PDF zum Download findet man eine gute Zusammenfassung der häufigsten durch Zecken übertragenen Krankheiten, ihrer Inkubationszeit und Symptomatik.

2011 legte die ESCCAP (European Scientific Counsel Companion Animal Parasites) Deutschland e.V. die deutsche Adaption der europäischen ESCCAP-Empfehlung in einer eigene Richtlinie hinterher: „Bekämpfung von durch Vektoren übertragenen Krankheiten bei Hunden und Katzen„.

Einige dieser Erkrankungen sind übrigens auch für den Menschen bedenklich (FSME, Borreliose), wobei eine direkte Übertragungen vom Hund auf den Menschen (Zoonose) scheinbar kein Problem darstellt.

Aber wer als Hundehalter mit seinen Vierbeinern regelmäßig im Grünen spazieren geht und eng mit seinen Hunden zusammen lebt, hat natürlich ein höheres Lebensrisiko von einer Zecke gestochen zu werden.

Grundlegend sind folgende Krankheitserreger problematisch:

ZeckenartKrankheit & Erreger
Gemeiner Holzbock
(Ixodes ricinus)
Lyme-Borreliose
(Borrelia burgdorferi)

Canine Anaplasmose
(Anaplasma phagocytophilum)

Frühsommer-Meningoenzephalitis
(FSME-Virus, Arboviren,
TBE = tick-borne encephalitis)
Auwaldzecke 
(Dermacentor reticulatus)
Babesiose des Hundes
(Babesia canis canis)
Braune Hundezecke 
(Rhipicephalus sanguineus)
Babesiose des Hundes
(Babesia canis vogeli)

Canine Ehrlichiose
(Ehrlichia canis)

Hepatozoonose
(Hepatozoon canis)

Auch die seltener beim Hund gefundenen Zecken wie z.B. die Igel- oder Fuchszecken könnten mitunter Überträger für Borrelien sein.

Darüber hinaus sind in Einzelfällen unheimlich viele weitere Einzeller in Zeckenarten nachgewiesen worden, z.B. den Erreger des Q-Fiebers. Einige Arten von Rickettsien wurden ebenfalls bereits in einheimischen Zeckenarten nachgewiesen. In den USA sind Erkrankungen durch diese Erreger (Rickettsiosen) beim Hund bekannt, in Europa allerdings dankenswerterweise bislang nicht.

Du siehst also, verschiedene Zecken übertragen eine Reihe von Krankheiten, die nicht ohne sind und mitunter einen schweren bis tödlichen Verlauf für den Hund nehmen können.

Andersherum weiß man aber auch, dass manche dieser Krankheiten auch symptomlos ausheilen können bzw. nur immungeschwächte Hunde betroffen sind. Die lokale Durchseuchung von einzelnen Zeckenpopulationen mit verschiedenen Erregern ist so leider schlecht abschätzbar.

Besonders tückisch ist die oft lange Inkubationszeit dieser verschiedenen Infektionskrankheiten, so dass erste Symptome selten direkt mit einem (von meist ja vielen) Zeckenstichen in Verbindung gebracht werden.

Das Risiko eine von Zecken übertragbare Krankheit zu bekommen, hängt von vielen einzelnen Faktoren ab, zB.:

  • Zeckendichte in Eurem Gassigebiet
  • Wahrscheinlichkeit, dass eine Zecke einen Erreger in sich trägt
  • Verhalten des Hundes
  • Prophylaktische Maßnahmen, z.B. durch Absammeln, SpotOns

Ein Risiko bietet schlußendlich jeder Zeckenstich:

Das individuelle Ansteckungsrisiko eines Hundes mit einem dieser Erreger kann aber einfach niemand vorhersagen. Ein Hund kann sein ganzes Leben lang Glück haben. Oder eben schon beim ersten Zeckenstich großes Pech.

Die Borreliose-Impfung beim Hund

Übrigens: Es gibt eine Borreliose-Impfung für Hunde, die lange Zeit nur für Hunde in Hochrisiko-gebieten empfohlen wurde, mittlerweile aber besseren Schutz bieten soll.

Wusstest Du übrigens, dass entgegen der allgemeinen Behauptung die für eine Borrelien-Infektion beim Menschen typische Wanderröte (Erythema migrans) beim Hund fehlt?[10]

Zeckenprophylaxe beim Hund

Hier schauen wir uns mal grob die Empfehlungen rund um das Loswerden von Zecken bei Hunden, Prophylaxe und alternative Maßnahmen an.

Den Hund regelmäßig nach Zecken absuchen

Man sollte sich angewöhnen den Hund nach jedem Spaziergang nach Zecken abzusuchen. Wie eine Zecke beim Hund aussieht, weißt du ja wahrscheinlich:

Den Hund nach Zecken untersuchen zu können, setzt natürlich ein gutes Vertrauensverhältnis und ein prima Medical Training voraus.

Medical Training meint dem Hund nicht nur beizubringen verschiedene Pflegemaßnahmen klaglos zu erdulden. Gemeint ist vor allem eine Herangehensweise, bei der dem Hund in kleinen Schritten beigebracht wird aus freiem Willen zu kooperieren.

Denn der Hund muss sich in Ruhe brav abtasten und evtl. kämmen lassen. Und das auch in der Intimregion, am Kopf und zwischen den Zehen.

Natürlich ist keinem Beteiligten damit gedient, wenn der Hund dieses Prozedere nur gegen seinen Willen oder mit vor Angst eingekniffener Rute erduldet. Glücklicherweise erkennen immer mehr Hundehalter, dass ihr Hund durchaus ein denkendes und fühlendes Wesen ist, dem man mit smartem Training stressfrei beibringen kann freiwillig mitzumachen.

Zecken erkennt man natürlich am besten auf einem hellen kurzhaarigen Hund.

bei einem dunkelgrauen Zottelmonster wird das schon schwieriger und das Absuchen und Absammeln sehr viel mühsamer. Hier kann ein Flohkamm gute Dienste erweisen.

Aber mach Dir keine Illusionen: Auch beim besten Absammeln übersieht man einzelne Zecken. Hunde können vereinzelt schon mal eine enorme Anzahl von Zecken (>50) auf sich herumkrabbeln haben und viele dieser Zecken werden erst gefunden, nachdem sie bereits gestochen und getrunken haben[4].

Spätestens bei mittel- und langhaarigen Hunden reicht Absammeln als einzige Schutzmaßnahme nicht, um komplett zeckenfrei zu sein.

Übrigens: Wenn Du regelmäßig Probleme damit hast Zecken von Brustwarzen, Lippenwarzen oder anderen Hautanhängseln zu unterscheiden, brauchst Du vermutlich eine Brille…

Zecken vom Hund entfernen

Hast Du eine Zecke auf Deinem Hund gefunden, solltest Du sie möglichst bald entfernen.

Erstaunlich viele Menschen suchen nach einer Zeitangabe, wie lange eine Zecke ohne Eingreifen am Hund bleibt bzw. wann Zecken vom Hund abfallen.

Die Antwort: Das kann bei der Blutmahlzeit eines erwachsenen Weibchen schon mal einige Tage dauern. Und mit jeder weiteren Stunde erhöht sich gerade in den ersten Tagen das Infektionsrisiko.

Aber wie entfernt man Zecken vom Hund?

Gerade Ersthundehalter sind hier oft verunsichert und fragen sich, ob sie die Hundezecke drin lassen können oder ob und ab wann sie damit zum Tierarzt müssen.

Und das ist verständlich: Zecken beim Hund zu entfernen braucht etwas Übung, einen kooperativen Hund und für viele von Euch auch mehr oder weniger Überwindung. Allerdings ist es für den Hund auf Dauer stressfreier, wenn man Zecken daheim selbst entfernen lernt.

Am besten lässt Du Dir das einmal ganz in Ruhe mal von einem Hundebekannten, einem Groomer oder einem Tierarzt zeigen und erklären. Denn eigentlich ist es recht einfach:

1. Das richtige Werkzeug

Es gibt verschiedene Werkzeuge, mit denen man Zecken bei Hunden entfernen kann, z.B. Zeckenzangen, Zeckenhaken, Zeckenkarten, Zeckenschlingen oder eine dünne Greifpinzette.

Womit Du Dich wohl fühlst und womit Du gut klar kommst, musst Du ausprobieren. Diese Utensilien sollte man als Hundehalter ohnehin mehrfach im Haushalt haben, so dass es sich auch anbietet verschiedene Optionen auszutesten.

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2. Die Zecke greifen

Scheitele das Fell Deines Hundes und setze Dein Werkzeug möglichst so an, dass keine Haare erwischt werden. Versuche nun als erstes Dein Werkzeug möglichst dicht am Kopf der Zecke anzusetzen.

Vermeide es so gut es geht die Zecke am weichen Hinterleib zu quetschen. Erreger könnten sonst in den Stichkanal gedrückt werden.

Außerdem erhöhst Du das Risiko dafür, dass die Zecke abreißt und der Kopf in der Wunde verbleibt. Beides gute Gründe Zecken nicht von Hand mit bloßen Fingern zu entfernen.

3. Die Zecke drehen oder ziehen?

Ganz ehrlich: Das ist nicht ganz so wichtig wie oft getan wird! Beides ist am Ende eher Übungssache.

Aus eigener Erfahrung (als Bio-Studium kraxelt man recht viel durch die Botanik) kann ich sagen, dass man bei beiden Methoden durchaus einen kleinen Pieks spürt, wenn der Widerhaken am zeckenstachel aus dem Fleisch gezogen oder gedreht wird.

Klar, Zecken haben kein Gewinde und müssen nicht zwingend aus der Stichwunde heraus geschraubt werden. Die übliche Anleitung sieht daher vor konstant leichten Zug auszuüben und die Zecke so zum Aufgeben zu nötigen.

Nachteil dabei ist, dass es einerseits für Ungeübte schwierig ist das richtige Maß zu finden. Zu leicht und das Ganze dauert minutenlang (toll v.a. für Zappelhunde). Zu ruckartig und die Zecke reißt ab.

Beim Drehen muss kein Zug angewendet werden. Nach 2-4 Umdrehungen hört man meist ein ganz leises klickähnliches Geräusch oder merkt wie das Fleisch um die Zecke sich löst. Nachteil ist jedoch, dass man hier ggfs. oft eine minimal größere Wunde verursacht.

Die entfernte Zecke solltest Du abtöten und entsorgen. Wenn Du möchtest, kannst Du die lebende Zecke im Zweifelsfall aber auch in einem Gefäß aufbewahren, um sie bei Bedarf später auf Erreger testen zu lassen.

HotSpots und Juckreiz durch Zeckenstiche

Übrigens: Neben dem Risiko einer Infektionskrankheit sind Zecken natürlich auch für den Hund enorm lästig und können gerade bei Hunden mit fluffig-lockigem Fell im Sommer zum vermehrten Auftreten von Wundentzündungen und so genannten HotSpots führen.

Je nach Hund, Einstichstelle und Mikroklima im Pelz können Zeckenstiche schon mal zu einer kleinen Beule anschwellen, das ist nicht ungewöhnlich.

Dick gerötete Einstichwunden und entzündete Haut sollte man allerdings beobachten und ggfs. reinigen, desinfizieren oder professionell behandeln lassen. Vor allem bei Hunden, die zu HotSpots und Hautproblemen neigen, muss man vermehrt Wundpflege betreiben.

Troubleshooting: Der Zeckenkopf ist im Hund stecken geblieben!

Keine Panik, das passiert auch bei großer Übung gelegentlich. Oftmals hat der Hund auch schon selbst an der Zecke herum geknibbelt und ihr den Hinterleib abgerissen.

Hast Du eine Zecke ohne Kopf entfernt, erhöht sich dadurch das Ansteckungsrisiko für den Hund durch das verbleibende Sekret in den Mundwerkzeugen der Zecke minimal.

Problematischer ist vor allem der Fremdkörper für den Hund, denn die Wunde um diese nicht vollständig entfernten Zeckenstücke entzündet sich manchmal.

In der Regel trocknet der abgerissene Zeckenkopf aber problemlos aus und wird von der Hundehaut von allein innerhalb einiger Tage abgestoßen. Ein ungeübtes Herumpulen in der Wunde, um unbedingt den Zeckenkopf zu entfernen, sollte man eher vermeiden .

Zeckenmittel für Hunde: Was hilft wirklich?

Es gibt Hinweise darauf, dass viele unserer Hunde ganz unbemerkt an durch Zecken übertragenen Krankheiten leiden. Und Experten sind sich einig, dass Zeckenprophylaxe für Hunde gut und wichtig ist.

Denn: Durch Zecken übertragbare Krankheiten sind vermeidbar!

Aber: Das perfekte Zeckenmittel für Hunde gibt es nicht!

Akarizide sind nicht 100 % wirksam[7] und vereinzelt scheint man auch Resistenzen und Toleranzen gegen einzelne Wirkstoffgruppen beobachten zu können[11].

Dennoch: Mit einer guten Zecken-Prophylaxe kann zumindest ein Großteil der Zeckenproblematik abgewendet werden und sollte in Risikogebieten immer in Betracht gezogen werden.

Die diversen Leitlinien und Profis empfehlen hierzu diverse Präparate mit nachgewiesener Wirkung in Form von SpotOns, imprägnierten Ungeziefer-Halsbändern oder neuerdings auch orale Akarizide in Tablettenform.

Über die diversen Wirkstoffe mit tatsächlich nachgewiesener Wirkung kann Dich Dein Tierarzt informieren, z.B.

  • Advantix
  • Advantage
  • Stronghold
  • Exspot
  • Frontline
  • Scalibor
  • Bravecto
  • Simparica
  • Nexgard
  • Credelio
  • etc.

Da aber alternative Methoden und magisches Denken nach wie vor in der Hundeszene boomen, war es nur eine Frage bis hier wie immer „postfaktische Glaubenskriege“ losbrachen und chemophobe Hundehalter sich in guter Absicht gegen diese vermeintlichen „Nervengifte“ verbündeten.

Denn selbstredend, Biozide mit insektizider/akarizider (abtötender) und repellierender (abstoßender) Wirkung können immer auch bei einzelnen Patienten Nebenwirkungen verursachen.

Und da die Nachfrage nach gutem Zeckenschutz „ohne Chemie“ so groß ist, gibt es mittlerweile zig Präparate, Sprays, Behandlungen und Spezialhalsbänder (z.B. TicClip, EM-Halsbänder, Bernsteinketten), deren Hersteller oft einfach behaupten diese würden irgendwie funktionieren. Natürlich immer „mega effektiv, aber ganz ohne Nebenwirkungen„. Soso.

Hinzu kommen zig anekdotische Berichte über die vermeintliche Wirksamkeit von diversen Hausmitteln gegen Zecken beim Hund (z.B. Essigtinkturen, Knoblauch im Futter, Schwarzkümmelöl oder Kokosöl, Homöopathika, Ernährungsumstellung, käufliche oder DIY-Zeckenleckerli, ätherische Öle wie Teebaumöl, etc.).

Das suggeriert natürlich, dass es eine sanfte Alternative zur herkömmlichen Zeckenprophylaxe gäbe. Allerdings ist die Wirksamkeit all dieser Alternativ- und Hausmittel nicht nachgewiesen, oftmals sogar schon debunked und darf insgesamt angezweifelt werden.

Denn natürlich haben diese Anwendungen keine Nebenwirkungen! Wer nix macht, macht auch nix falsch! Wie immer im Leben gilt auch hier: Wenn`s zu schön klingt, um wahr zu sein…

Zudem kann ein einzelner Hundehalter gar nicht bemessen, ob ein Hausmittel wirkt oder nicht. Denn dafür braucht es ein paar mehr Stichproben, sprich: eine ordentliche Studie.

Ralph Rückert beleuchtet das Problem in seinem Blog hier aus Sicht eines Tierarztes.

Auch über die neuen oralen Akarizide Isoxazoline Bravecto, Nexgard, Simparica und Credelio hat er ausführlich geschrieben.

Letztere haben den schlechten Ruf weg neurologische Nebenwirkungen bei einzelnen Hunden auslösen zu sollen. Bei Fluffology kannst Du mehr zum Thema lesen.


Fazit: Wer auf Nummer sicher gehen möchte (man denke auch an den Sommerurlaub mit Hund im Ausland), wählt am besten ein Präparat, das Zeckenstiche effektiv verhindert.

Natürlich bleibt es jedem selbst überlassen auszuprobieren, was für ihn und seinen Hund funktioniert. Am Ende sucht ja jeder von uns nur den idealen Mittelweg im Sinne des Hundes.

Sei Dir nur bewusst darüber, dass viele der alternativen Produkte und Tipps oft recht schamlos darauf abzielen die Marktlücke zwischen Zeckenangst und Chemophobie zu schließen, Dir Geld und vertrauen aus der Tasche zu leiern und Dich mangels tatsächlicher Wirksamkeit dabei auch noch in falscher Sicherheit wiegen. Das kannst Du Dir dann auch einfach komplett schenken.

Bitte handle mit gesundem Menschenverstand immer im Sinne Deines Tieres: Ein kranker Hund gehört immer zum Tierarzt! Du findest hier lediglich Erfahrungsberichte und allgemeine Informationen über Beschwerden und Symptome. Du findest hier weder Ersatz für eine individuelle tierärtzliche Beratung noch Therapieempfehlungen. Die hier präsentierten Produkte oder Aussagen sind nicht geeignet klinische Krankheitsbilder vorzubeugen, zu diagnostizieren oder zu behandeln

Quellen

[1] Zeckenbiss beim Hund – ein Schreckensszenario mit Folgen; abgerufen 07/2020 von https://www.fressnapf.de/ratgeber/hund/beitrag/hund-zeckenbiss

[2] Zecken: Gefährlich für Haustier und Halter; abgerufen 07/2020 von https://www.parasitenportal.de/zecken-beim-hund/

[3] Hyalomma-Zecken hierzulande wohl noch nicht so gefährlich; abgerufen 07/2020 von https://www.br.de/nachrichten/wissen/hyalomma-zecken-keine-erreger-von-haemorrhagischem-fieber,RqlYFbP

[4] Beck S, Schreiber C, Schein E, Krücken J, Baldermann C, Pachnicke S, von Samson-Himmelstjerna G, Kohn B. Tick infestation and prophylaxis of dogs in northeastern Germany: a prospective study. Ticks Tick Borne Dis. 2014 Apr;5(3):336-4

[5] Tierartzt Ralph Rückert: Zecken und Co. – Ein Dauerthema (19.03.2016), abgerufen 07/2020

[6] Tierartzt Ralph Rückert: Die Isoxazoline Bravecto, Nexgard, Simparica und Credelio: Nützlich, sinnvoll oder gefährlich? (17.05.2020), abgerufen 07/2020

[7] Duscher GG, Feiler A, Leschnik M, Joachim A. Seasonal and spatial distribution of ixodid tick species feeding on naturally infested dogs from Eastern Austria and the influence of acaricides/repellents on these parametersParasit Vectors. 2013;6:76. Published 2013 Mar 19. doi:10.1186/1756-3305-6-76

[8] Universität Hohenheim zu Hundezecken; abgerufen 07/2020 von https://hundezecken.uni-hohenheim.de/

[9] RKI: Antworten auf häufig gestellte Fragen zu Zecken, Zeckenstich, Infektion; Stand: 10.6.2020; abgerufen 07/2020 von https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/FSME/Zecken/Zecken.html

[10] ESCCAP (European Scientific Counsel Companion Animal Parasites) Deutschland e.V.: Borreliose beim Hund: Was Sie darüber wissen sollten (Stand: Dezember 2019); abgerufen 07/2020 von https://www.esccap.de/news/neuigkeiten/borreliose-beim-hund-was-sie-darueber-wissen-sollten/

[11] A. L. Eiden et al.: Determination of metabolic resistance mechanisms in pyrethroid-resistant and fipronil-tolerant brown dog ticks. In: Medical and veterinary entomology. Band 31, Nummer 3, 09 2017, S. 243–251