Italienisches Windspiel

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Diese kleine italienische Hunderasse ähnelt einem miniaturisierten Greyhound. Die grazilen Windhündchen sind kleinbleibend und gelten als sehr umgänglich und anhänglich.

Steckbrief:

Das Italienisches Windspiel (Piccolo Levriero Italiano) gilt als die kleinste aller Windhunderassen.

Größe
32-38 cm

Gewicht
max. 5 kg

Hundetyp
Windhund

Lebensdauer
12-15 Jahre

Geschichte und Herkunft

Die Windspiele sind deutlich kleiner als die meisten anderen Windhunde.

Allerdings soll es kleinwüchsige filigrane Jagdhunde schon bei den Ägyptern gegeben haben.

Eine direkte Abstammung des Italienischen Windspiels von diesen Hunden ist allerdings reine Spekulation und wird vielen Hunderassen des Mittelmeerraums angedichtet.

Die genaue Herkunft dieser kleinen Windhunde ist also unklar.

Fossilienfunde in Italien sollen belegen, dass es dort schon in der Bronzezeit kleine bis mittelgroße Windhunde gab[6]. Auch in Abbildungen wurden schon bei den Römern kleinere windhundartige Hunde verewigt.

Italian Greyhounds 1859[5]

Die ursprüngliche Aufgabe dieser kleineren Jagdhunde war die Verfolgung von Niederwild wie Hasen und Kaninchen. Denn mit einer aberwitzigen Beschleunigung und Geschwindigkeiten von bi zu 60 km/h gelten auch die kleinen Windhunde als flinke Jäger.

Kleine Windhnde waren bereits im 14. Jahrhundert beim europäischen Adel als Begleithund beliebt[2]. Im frühen 19. Jahrhundert gelangten erste Exemplare dieser Hunderasse als Italian Greyhounds nach Großbritannien.

Italienisches Windspiel um 1915[7]

Der erste Rasseclub, der britische Italian Greyhound Club, wurde 1900 gegründet. Seit 1956 ist das Italienische Windspiel von der FCI als Hunderasse anerkannt. Im Jahr 2015 wurde die offizielle englische Beziechnung von Italian Greyhound zu Italian Sighthound geändert.

Heute wird der kleine Italian Greyhound aber hauptsächlich als temperamentvoller kleiner Show- und Gesellschaftshund gehalten.

Größe und Aussehen

Mit einem Körpergewicht von maximal 5 kg handelt es sich um eine sehr kleine Hunderasse.

Durch die schlanke Statur und den quadratischen bis hochrechteckigen Körperbau haben italienische Windspiele dennoch eine Schulterhöhe von immer noch 32-38 cm.

Sein Körperbau gleicht dem der großen kurzhaarigen Windhundes wie dem Greyhound oder dem Whippet.

Auch die Miniaturausgabe hat kurzes weiches Fell in einer Vielzahl möglicher Farben.

Windspiele sollen laut Standard immer einfarbig sein, nur bei den häufig vorkommenden weißen Abzeichen an Brust und Pfoten wird eine Ausnahme gemacht.

Allerdings ist damit nur gemeint, dass keine bunten Plattenschecken oder Hunde mit Tanmarken erwünscht sind, so richtig einfarbig im genetischen Sinn sind Windspiele meist nicht, da viele Hunde in Zobel vorkommen und beide Pigmenttyppen im Fell bilden.

Zu den möglichen Farben zählen schwarz, schwarz mit Farbverdünnung zu blau (grau, schiefergrau) und Zobel mit blauen Haarspitzen (bei dieser Hunderasse wird das isabell oder beige genannt).

Die Ohren werden als typisches Rosenohr nach hinten geklappt getragen.

Bei Erregung kann die untere Hälfte des leichten Ohrknorpels ein bißchen aufgerichtet werden, so dass der Hund kurz lustige Propellerohren hat.

Im Profil erscheint die Oberlinie leicht geschwungen und fällt nach hinten zur Kruppe hin leicht ab.

Es ist erwünscht, das der Hund sehr grazil und zart wirkt.

Das Gangbild soll raumgreifend und ausgreifend sein, d.h. das ideale Italienische Windspiel soll im Trab ein bißchen die Beine werfen wie ein Dressurpferdchen.

Temperament und Haltung

Diese zierliche Hunderasse ist lebhaft, wachsam, verspielt und sehr sozial und gesellig.

Windspiele haben oft das Bedürfnis zum Kontaktliegen und betten sich gern kuschelig. Im Winter ist ein Hundemantel absolute Pflicht.

Obwohl es sich um einen Miniatur-Greyhound handelt und die Jagdleidenschaft durchaus noch reichlich vorhanden ist, brauchen diese Hunde allein schon durch ihre handliche Größe nicht mehr ganz so viel Sportprogramm wie große Windhunde.

Italienische Windspiele sind zudem sehr verspielt und leicht erziehbar, so dass die Auslastung ein Kinderspiel für jeden sein dürfte, der sich gern täglich mit seinem Hund beschäftigt.

Diese Hunderasse gilt als fröhlich, neugierig und unternehmungslustig. Ideal also, wenn man den Hund im Alltag oft mitnehmen kann.

Auch ein Besuch auf der Rennbahn kann ein schönes Hobby für diese Hunde sein.

Sie spielen gern ruppig und man muss sie manchmal vor dem eigenen Übermut schützen.

Denn natürlich ist so ein Leichtgewicht körperlich nicht ganz so belastbar wie ein großer Hund. Windspiele sind trotzdem nicht halb so empfindlich wie sie aussehen.

Hunde sind Individuen!

Die Vererbung von Temperament oder Charakter lässt sich weniger gut planen als die Vererbung von äußerlichen Merkmalen wie Größe oder Fellfarbe. Verhalten wird zudem beeinflusst durch Erfahrungen und Training. Achte darauf einen guten Züchter zu suchen, der sich besonders Mühe mit der Auswahl und Aufzucht seiner Hunde gibt.

Gesundheit

Kleine Hunde sind ja bekanntermaßen oft recht langlebig. Auch das Italienische Windspiel macht hier keine Ausnahme und wird oft 14 Jahre und älter.

Einige Krankheiten kommen aber auch bei Windspielen vor, u.a.:

  • Patellaluxation
  • Erbliche Augenerkrankungen (PRA)
  • Schilddrüsenunterfunktion
  • Autoimmunerkrankungen
  • Legg-Calve-Perthes-Krankheit

Anschaffung

Hier findest Du Anlaufstellen für Vermittlungshunde und Welpen mit FCI-Papieren:

Die offizielle Anzahl von Welpen des Italienischen Windspiels lag in den letzten Jahren im VDH zwischen 53 und 214[4].

Links

[1] FCI-Standard Nr. 200: Italienisches Windspiel (2019);
http://www.fci.be/de/nomenclature/ITALIENISCHES-WINDSPIEL-200.html

[2] VDH-Rasseportrait : Italienisches Windspiel.

[3] Deutscher Windhundzucht- und Rennverband e.V. (DWZRV): Italienisches Windspiel.

[4] Welpenstatistik der VDH-Mitgliedsvereine (2021);
https://www.vdh.de/ueber-den-vdh/welpenstatistik/

[5] John Henry Walsh (1859): The dog, in health and disease.

[6] ENCI – Ente Nazionale della Cinofilia Italiana: Piccolo Levriero Italiano (italienisch)

[7] Walter Esplin Mason (1915): Dogs of all Nations. https://archive.org/details/dogsofallnations00masorich/page/74/mode/2up