Irish Terrier

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Der Irish Terrier ist ein kleiner bis mittelgroßer Vierbeiner mit rotem Drahthaar und einem terriertypischen energischen Temperament. Die irischen Terrier brauchen viel Bewegung Beschäftigung, sie fühlen sich am wohlsten in einem aktiven terriererfahrenen Zuhause.

Steckbrief:
Irish Terrier

Der Irish Terrier gilt als älteste der irischen Terrierassen. Typisch ist das dichte und eng anliegende einfarbig rote Haarkleid.

Größe
ca. 43-46 cm

Gewicht
ca. 11-13 kg

Hundetyp
Hochläufige Terrier

Lebensdauer
13-15 Jahre

Geschichte und Herkunft

Der Irish Terrier ist mit den anderen irischen Terrierrassen wie dem Irish Soft Coated Wheaten Terrier, dem Kerry Blue Terrier und auch dem Irish Glen of Imaal Terrier verwandt[8].

Irish Terrier 1907[9]

Die genaue Abstammung des Irish Terriers ist allerdings unklar. Denn es gibt kaum Aufzeichnungen über die Hof- und Jagdhunde des ländlichen Irlands[1].

Womöglich gehen die irischen Terrierrassen auf einen rauhaarigen Schlag der britischen Black and Tan Terrier des 19. Jahrhunderts zurück.

Irish Terrier (kupiert) um 1894[6]

Man züchtete die Hunde nicht nach ihrer Erscheinung, sondern nach ihren Qualitäten als schneidige Arbeitsterrier und Rattenfänger. Es kamen u.a. verschiedenen Fellfarben von rot bis gestromt oder schwarz-lohfarben vor.

1879 wurde in Dublin ein erster Zuchtclub gegründet und ein Standard für die planvolle Zucht formuliert. Erst hier begann man damit das einfarbige rote Haarkleid zu bevorzugen.

Irish Terrier um 1915[5]

Als intelligente und furchtlose Arbeitshunde wurden sie auch vom britischen Militär als Botenhunde im Ersten Weltkrieg eingesetzt. 1955 wurde der Irish Terrier schließlich endgültig von der FCI anerkannt.

Größe und Aussehen

Die optimale Schulterhöhe liegt bei 45,5 cm. Irish Terrier zählen zu den kleinen bis mittelgroßen Hunderassen.

Hündinnen wiegen mit ca. 11,5 kg etwas weniger als die Rüden mit 12 kg.

Der Körperbau soll substanzvoll, aber auch drahtig und geschmeidig erscheinen. Der Rücken ist gerade und die Brust tief und muskulös. Die Proportionen sind insgesamt sehr ausgewogen.

Der Irish Terrier hat einen langen Hals und einen ziemlich lang erscheinenden Kopf mit flachem Oberschädel. Sein Blick soll energisch und voller Leben wirken. Auch die Rute wird terriertypisch nach oben zeigend getragen.

Die dreieckigen Ohren werden eng am Kopf nach vorn gekippt getragen.

Das derbe Drahthaar soll flach anliegen. Auch an den Läufen und im Gesicht wird es nicht zu lang getragen werden. Im Vergleich mit anderen hochläufigen Terriern hat der Irish Terrier nur einen angedeuteter Bart.

Die Nuancen der roten Fellfarbe reichen von rötlichem Weizenblond hin zu intensivem Rotblond.

Temperament und Haltung

Diese lebhaften Terrier sind gute Begleithunde für aktive Menschen. Als schnelle und ausdauernde Vierbeiner freuen sie sich über viel Bewegung und Beschäftigung. Auch sportliche Freizeitaktivitäten, Tricktraining und Zerrspiele stehen hoch im Kurs.

Irish Terrier werden u.a. als etwas streitlustig, jagdlustig, aufbrausend und furchtlos beschrieben. Klar, es sind halt sehr rustikale kleine Terrier, die sich eben manchmal etwas impulsiv und sehr entschlossen verhalten. Auch der Irish Terrier ist daher ein Hund, für den man etwas Erfahrung und Einfühlungsvermögen mitbringen sollte.

Allerdings gelten diese Hunde in den richtigen Händen auch für einen Terrier relativ leicht zu erziehen und umgänglich. Ihrer Familie gegenüber verhalten sie sich meist sehr gutmütig und treu.

Das eng anliegende Drahthaar bleibt durch regelmäßiges trimmen pflegeleicht und schön. Dazwischen ist bis auf ein bißchen kämmen kaum Pflege notwendig.

Hunde sind Individuen!

Die Vererbung von Temperament oder Charakter lässt sich weniger gut planen als die Vererbung von äußerlichen Merkmalen wie Größe oder Fellfarbe. Verhalten wird zudem beeinflusst durch Erfahrungen und Training. Achte darauf einen guten Züchter zu suchen, der sich besonders Mühe mit der Auswahl und Aufzucht seiner Hunde gibt.

Gesundheit

Der Irish Terrier gilt als robust, gesund und durchaus relativ langlebig.

Vereinzelt kommen natürlich auch bei diesen Vierbeinern mal gesundheitliche Probleme vor, vor allem mit steigendem Alter. Ein verantwortungsvoller Züchter bemüht sich darum gerade erbliche Erkrankungen bestmöglich zu vermeiden, u.a.:

  • Erbliche Augenerkrankungen
  • Cystinurie 
  • Digitalen Hyperkeratose

Anschaffung

Hier findest Du Anlaufstellen für Vermittlungshunde und Welpen mit FCI-Papieren:

Die offizielle Anzahl von Irish Terrier-Welpen lag in den letzten Jahren im VDH zwischen 272 und 436[4].

Links

[1] FCI-Standard Nr. 139: Irish Terrier (2002);
http://www.fci.be/de/nomenclature/IRISCHER-TERRIER-139.html

[2] VDH-Rasseportrait: Irish Terrier.

[3] Klub für Terrier e.V.: Der Irish Terrier.

[4] Welpenstatistik der VDH-Mitgliedsvereine (2021);
https://www.vdh.de/ueber-den-vdh/welpenstatistik/

[5] Walter Esplin Mason (1915): Dogs of all Nations. https://archive.org/details/dogsofallnations00masorich/page/26/mode/1up

[6] J. B. James Jr. (1894): The dog and how to breed, train and keep him. https://archive.org/details/doghowtobreedtra00jame/page/50/mode/1up

[7] The Irish Kennel Club: Irish Terrier (engl.).

[8] Parker, Heidi & Dreger, Dayna & Rimbault, Maud & Davis, Brian & Mullen, Alexandra & Carpintero-Ramirez, Gretchen & Ostrander, Elaine. (2017). Genomic Analyses Reveal the Influence of Geographic Origin, Migration, and Hybridization on Modern Dog Breed Development. Cell Reports. 19. 697-708. https://doi.org/10.1016/j.celrep.2017.03.079

[9] Robert Lieghton (1907): The new book of the dog. https://archive.org/details/newbookofdogcomp00leigrich/page/367/mode/1up