American Foxhound

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American Foxhounds sind pflegeleichte kurzhaarige Laufhunde mit angenehmen Wesenseigenschaften. Allerdings handelt es sich natürlich um bewegungsfreudige Jagdhunde aus Nordamerika, die in Europa so gut wie nicht vorkommen.

Steckbrief:
American Foxhound

Die hochbeinigen Hounds entstanden aus verschiedenen europäischen Jagdhunden und sind enge verwandte des English Foxhound.

Größe
 53-61  cm, ♂ 56-63,5 cm

Gewicht
25-34 kg

Hundetyp
Laufhund

Lebensdauer
11-13 Jahre

Stichpunkte

  • Der American Foxhound ist seit 1966 der State Dog des US-Bundesstaats Virginia.
  • Der entfernte Cousin des English Foxhounds ist ein Laufhund, der vor allem zur flinken Meutejagd vom Pferd aus gezüchtet wurde.
  • Er gilt als ausgeglichen und sanft, ist aber ein aktiver Jagdhund mit Bewegungsdrang und Jagdpassion.

Geschichte und Herkunft

Im Jahr 1650 gelangte eine Meute Jagdhunde von England nach Maryland und gilt als züchterisches Ausgangsmaterial für verschiedene Hounds, die in den darauffolgenden Jahrhunderten in Amerika gezüchtet wurden.

Mit der Zeit waren eine ganze Reihe von importierten europäischen Jagdhunderassen beteiligt. So sollen neben dem English Foxhound u.a. französische Laufhunde, britische Harrier und deutsche Schweißhunde beteiligt gewesen sein[5].

American Foxhound (Dogs of all Nations1915)

George Washington persönlich war begeisterter Jäger, Züchter und Halter verschiedener Jagdhunde auf seinem Landsitz Mount Vernon. Er soll eine Schlüsselrolle bei der Entstehung des modernen amerikanischen Foxhounds gespielt haben[6].

The Return from the Hunt (J.L.G. Ferris 1910)

Gezüchtet wurden die hochläufigen Meutehunde für ihre Geschwindigkeit und ihre ausdauernde Work Ethic. Man wollte nach britischem Vorbild einen Hund erschaffen, der zur Fuchsjagd vom Pferd aus eingesetzt werden konnte[3].

Auch Kynologen entdeckten diese Hunderasse für sich. Der American Kennel Club erkannte die Hunderasse bereits 1886 an.

American Foxhound (Breeds of Dogs 1926)

Die Anerkennung durch die FCI folgte im Jahr 1979, knapp 100 Jahre später.

In Amerika unterscheidet man züchterisch verschiedene Linien dieser Hunderasse wie z.B. den Trigg-Hound und führt mehrere getrennte Zuchtbücher. Viele dieser Hunde werden allerdings nicht mehr zur Jagd, sondern auch als Show- und Familienhunde gehalten.

Trigg-Hound 1887

Größe und Aussehen

Mit einer Größe zwsichen 53 und 64 cm und einem Körpergewicht über 25 kg zählt der American Foxhound zu den mittelgroßen bis großen Hunderassen. 53-61  cm, ♂ 56-63,5 cm

Sein Gesichtsausdruck ist typisch für Hounds soft und freundlich und er hat einen durchaus ansprechenden Dackelblick.

Seine langen Schlappohren sind tief angesetzt und schwer. Sie können so gut wie nicht angehoben werden, sagt der FCI-Standard[1].

Seine Brust ist nicht sehr breit, seine lange Rute hat kaum wird lustig und leicht gekrümmt getragen.

Das harsche wetterfeste Haar ist offiziell in allen Farben erlaubt. In der Realität sind allerdings fast alle American Foxhounds Weißschecken in Zobel oder Schwarz-Tricolor mit Sattelzeichnung.

Die amerikanischen Foxhounds sind im Vergleich zu den English Foxhounds hochbeiniger und schmaler und haben eine leicht nach unten gewölbte Lendenpartie[3].

Temperament und Haltung

Der amerikanische Kennel Club beschreibt den Foxhound als unabhängig, gelassen und gutmütig[3].

Allerdings sollen diese Hunde als waschechte Laufhunde einen enormen Bewegungsdrang und eine ausgeprägte Jagdleidenschaft haben. Sie gelten mitunter als eigensinnig, dabei haben sie einfach nur meist was Interessantes zum schnüffeln gefunden statt voller Aufmerksamkeit bei ihren Menschen zu sein. Sie gelten zudem als gesprächig und bellen und jaulen schon mal.

Das Fell ist pflegeleicht und wie so ziemlich alle ursprünglichen Jgdhunde ist auch der American Foxhound eher pflegeleicht.

Insgesamt wird der American Foxhound als toller Hund mit Eignung zum Familienhund beschrieben, ist aber durch seine rassetypischen Eigenschaften eher ein Projekt für erfahrene Hundehalter[3].

Hunde sind Individuen!

Die Vererbung von Temperament oder Charakter lässt sich weniger gut planen als die Vererbung von äußerlichen Merkmalen wie Größe oder Fellfarbe. Verhalten wird zudem beeinflusst durch Erfahrungen und Training. Achte darauf einen guten Züchter zu suchen, der sich besonders Mühe mit der Auswahl und Aufzucht seiner Hunde gibt.

Gesundheit

Als robuster Jagdhund mit funktionalem Körperbau hat der American Foxhound kaum rassetypische Erkrankungen. Hier ein paar Dinge, auf die gute Züchter acht geben:

  • Hüftgelenksdysplasie
  • Thrombozythopathie
  • Ohrinfektionen

Anschaffung

Hier findest Du Anlaufstellen für Vermittlungshunde und Welpen mit FCI-Papieren:

Mach Dir allerdings keine großen Hoffnungen, bislang (Stand 04/2021) scheint es in Deutschland keine American Foxhound-Welpen zu geben!

Links

[1] FCI-Standard Nr. 303: American Foxhound (1998);
http://www.fci.be/de/nomenclature/AMERICAN-FOXHOUND-303.html

[2] VDH-Rasseportrait des American Foxhound

[3] American Foxhound beim American Kennel Club

[4] Welpenstatistik der VDH-Mitgliedsvereine (2021);
https://www.vdh.de/ueber-den-vdh/welpenstatistik/

[5] American Foxhound. Wikipedia. Abgerufen 04/2021 von https://de.wikipedia.org/wiki/American_Foxhound

[6] History.com: George Washington: Founding Father—And Passionate Dog Breeder (Leslie Kennedy 2019)