Alaskan Malamute

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Als sibirischer Schlittenhund vereint der Alaskan Malamute alle Eigenschaften eines ausdauernden Lastenhundes mit einem wetterfesten Äußeren und einem  freundlich distanzierten Wesen.

Steckbrief:
Alaskan Malamute

Diese großen Schlittenhunde der Arktis wurden nicht für Geschwindigkeit, sondern große Kraft und Ausdauer gezüchtet. Aber dieser temperamentvolle Hund gilt zugleich als unabhängig und freiheitsliebend und ist oft „zu viel Hund“ für Anfänger ohne Hundeerfahrung.

Größe
 58,5  cm, ♂ 63,5 cm

Gewicht
 34 kg, ♂ 38 kg

Hundetyp
Nordische Schlittenhunde

Alter
10-12 Jahre

Stichpunkte

  • Der Malamute wurde im Gegensatz zu anderen nordischen Hunderassen nicht für Geschwindigkeit, sondern für Ausdauer gezüchtet. Er ist einer der größten Schlittenhunde und hat einen eher kompakten kraftvollen Körperbau.
  • Blaue Augen wie beim Husky kommen beim Malamute nicht vor.
  • Wie so ziemlich alle Schlittenhunde bellen Malamutes nicht viel, sondern unterhalten sich eher mit Jaulen und Heulen und stimmen auch gern in Glockengeläut und Sirenen mit ein.

Geschichte und Herkunft

Wenn man ganz weit zurück blickt, liegen die Ursprünge des Malamute irgendwo in Sibirien.

Während einer der Einwanderungswellen über die Beringstraße vor langer Zeit gelangten diese nordische Hunde mit ihren Menschen von Asien nach Alaska.

Zu den Nachfahren dieser Einwanderer zählte u.a. die Angehörigen des nach seiner Sprache (Malimiut) benannten Inuit-Volks der Mahlemiuten, das sich im Gebiet des Kotzebuesunds im Norden Alaskas ansiedelte. Diese nomadischen Jäger und Fischer nutzen ihre Schlittenhunde als Lastentiere und Helfer bei der Jagd.

Durch die harschen Lebensbedingungen formte sich ein hart arbeitender Schlittenhund, der wendig und ausdauernd genug war für die nordischen Schneewüsten und unwegsames Gelände.

Malamute damals (Dogs of all Nations 1915)

Mit der Besiedelung Alaskas wurden auch Schlittenhunderennen populär und der Malamute ging durch eine Vermischung mit schnelleren Hunden fast verloren.

Liebhaber sammelten die Restbestände echter Alaskan Malamutes in isolierten Regionen und begannen damit diese Hunderasse zu züchten. Im Jahr 1935 wurde die Hunderasse vom American Kennel Club als solche anerkannt.

Nach Europa gelangte der Malamute mit amerikanischen Soldaten, wurde 1963 von der FCI anerkannt und 1966 wurde der erste offizielle Wurf im deutschen Zuchtbuch erfasst.

Mehr über den Werdegang des Malamutes kannst Du beim Kennel Issues of Yukon nachlesen.

Größe und Aussehen

Beim Alaskan Malamute gibt es keine Größeneinschränkungen, so lange der Hund arbeitsfähig und harmonisch gebaut ist. Als Idealmaß werden 34 kg und 58,5 cm bei den Hündinnen bzw. 38 kg und 63,5 cm bei den Rüden angepeilt.

Es handelt sich also um einen großen nordischen Schlittenhund.

Der Körperbau ist der eines Ausdauerläufers. Der Alaskan Malamute hat einen eher gedrungene Körperbau, eine tiefe Brust und kräftige Schultern. Auch bei dieser Hunderasse geht die Tendenz bei Showhunden in Richtung eines schwerfälligen Körperbaus.

Die kleinen dreieckigen Stehohren sind innen behaart und das abstehende Fell ist mit einer dichten Unterwolle ausgestattet.

Das Fell kann verschiedene Farben haben. Neben den häufigen braungrauen Varianten kommen auch Hunde in braun vor.

Den freundlichen Ausdruck bekommen diese Hunde durch ihre mandelförmigen Augen und die typische maskenartige helle Zeichnung im Gesicht. Denn so ziemlich alle Malamutes sind reinerbig für das Domino-Allel, das zur wolfsähnlichen hell durchwachsenen Fellzeichnung führt.

Übriigens: Im Gegensatz zum Husky kommen bei den Alaskan Malamutes keine blaue Augen vor.

Temperament und Beschäftigung

Malamutes wirken auf den ersten Blick sehr selbstständig und würdevoll.

Tatsächlich vereinen sie Gelassenheit mit einer gewissen Härte. Denn es handelt sich schließlich um eine sehr rustikale Hunderasse, die unter sehr harschen Bedingungen auf auf Kraft und Durchhaltevermögen selektiert wurde.

Trotz ihrer wolfsähnlichen Optik ist die Lokomotive des Nordens Menschen gegenüber eher zutraulich, verspielt und freundlich. Als Wach- oder Schutzhunde taugen Schlittenhunde nicht wirklich, auch wenn sie mit anderen Tieren nicht immer verträglich sind.

Allerdings braucht man für die Erziehung viel Geduld. Diese intelligenten und unabhängigen Hunde kooperieren lieber als zu gehorchen.

Und natürlich möchte so ein vor Kraft strotzender großer Arbeitshund intensiv beschäftigt werden. Malamutes sind gern draußen und haben einen ungeheuren Bewegungsdrang. Sie springen, buddeln und gelten als abenteuerlustige Ausbruchskünstler.

Verbunden mit einem selbstbewussten Charakter und einer Portion Jagdtrieb ist die Haltung eines Alaskan Malamute ziemlich anspruchsvoll.

Hunde sind Individuen!

Die Vererbung von Temperament oder Charakter lässt sich weniger gut planen als die Vererbung von äußerlichen Merkmalen wie Größe oder Fellfarbe. Verhalten wird zudem beeinflusst durch Erfahrungen und Training. Achte darauf einen guten Züchter zu suchen, der sich besonders Mühe mit der Auswahl und Aufzucht seiner Hunde gibt.

Gesundheit

Allgemein gilt der Alaskan Malamute als sehr robuste alte Hunderasse.

Neben orthopädischen Problemen kommen u.a. auch einige seltene Erbkrankheiten vor:

Haltung und Pflege

Die Pflege eines Alaskan Malamute ist nicht kompliziert, kann aber durchaus zeitaufwendig sein. Denn währendd es saisonalen Fellwechsels verlieren insbesondere Schlittenhunde büschelweise lose Unterwolle.

Die Kontrolle von Augen, Zähne, Ohren oder Pfoten sollte man mit einem Malamute von Anfang an regelmäßig üben. Denn keiner will einen Hund, der keine Lust hat sich anfassen zu lassen. Und das kann bei einem Malamute eben schnell passieren, wenn man das nicht immer wieder übt.

Als Anfängerhund ist der Alaskan Malamute eher nicht zu empfehlen. Denn seine kraftvolle Statur gepaart mit einem etwas eigensinnigen Charakter und unbändiger Kraft und Arbeitsfreude ist eine explosive Mischung.

Der Malamute ist ein Charakterhund, der volle Aufmerksamkeit und Konzentration erfordert. Es sind ganz definitiv keine Hunde, die einfach nur mitlatschen oder mit einer kleinen Pieselrunde um den Block zufrieden sind.

Kann ein Alaskan Malamute in der Wohnung gehalten werden? Klar, wenn man es wirklich will und viel Freizeit in so ein Projekt steckt, kann man so ziemlich jeden Hund auch in der Wohnung halten. Allerdings wäre fast jedem Hund ein eigener garten lieber. Vor allem, wenn er sich draußen immer nur angeleint bewegen darf.

Anschaffung

Hier findest Du Anlaufstellen für Vermittlungshunde und Welpen mit FCI-Papieren:

Die offizielle Anzahl von Alaskan Malamute-Welpen lag in den letzten Jahren im VDH zwischen 61 und 125[5].

Links

[1] FCI-Standard Nr. 243: Alaskan Malamute (2000);
http://www.fci.be/de/nomenclature/ALASKAN-MALAMUTE-243.html

[2] VDH-Rasseportrait: Alaskan Malamute.

[3] Alaskan Malamute Club e.V.

[4] Deutscher Club für Nordische Hunde e.V.

[5] Welpenstatistik der VDH-Mitgliedsvereine (2021);
https://www.vdh.de/ueber-den-vdh/welpenstatistik/