Alpenländische Dachsbracke

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Die Alpenländische Dachsbracke ist eine Jagdhunderasse aus Österreich.

Steckbrief:

Ein furchtloser kleiner Schweißhund mit großer Jagdleidenschaft, der für die Arbeit in bergigem Gelände gezüchtet wurde.

Größe
34-42 cm

Gewicht
15-18 kg

Hundetyp
Schweißhunde

Alter
11-14 Jahre

Stichpunkte

  • Im englischen Sprachraum wird diese Hunderasse auch Alpine Basset Hound oder Alpine Dachsbracke genannt.
  • Die Alpenländische Dachsbracke wurde zur Nachsuche in bergigen Waldregionen gezüchtet, wird heute aber vielseitig eingesetzt.
  • Diese Hunderasse sieht dem Kurzhaarteckel sehr ähnlich, ist aber massiger und hat längere Beine. Dennoch handelt es sich um eine eindeutig kurzbeinige Hunderasse.

Geschichte und Herkunft

Die genaue Entstehungsgeschichte der Alpenländischen Dachsbracke ist nicht im Detail bekannt.

Sie soll aber in loser Linie von der heute ausgestorbenen Keltenbracke abstammen.

Sie gilt auch als das Bindeglied zwischen hochläufigen Bracken und dem Dachshund, der von ihr abstammen soll[3]. Anderen Quellen zufolge entstand sie allerdings eher in jüngerer Zeit durch Kreuzung hochbeiniger lokaler Jagdhunde mit den kleineren Dachshunden[6,8].

Im 19. Jahrhundert soll es im Alpenraum viele Hunde dieses Typs gegeben haben. Gezüchtet wurden diese Hunde lange Jahrhunderte lang rein auf Leistung durch Berufs- und Bergjäger.

Kronprinz Rudolf von Habsburg soll in den 1880ern Dachsbracken zu Jagdreisen ins Ausland mitgenommen haben.

1932 erkannte der kynologische Dachverband in Österreich die Dachsbracken als Schweißhundrasse an. Da die Hunde zu dieser Zeit vor allem im Erzgebirge gezüchtet wurden, bezeichnete man sie bis 1975 als Alpenländische-Erzgebirgler Dachsbracke.

1975 wurden die Hunde von der FCI als österreichische Hunderasse anerkannt und der Name eingekürzt. 1991 folgte dann die Einsortierung in die Sektion der Schweißhunde.

Die Alpenländische Dachsbracke wird sowohl für die Nachsuche als auch für Brackier- und Stöberjagd verwendet.

Sie gilt als schneidig genug, um auch bei der Jagd auf Schwarzwild gute Dienste zu leisten. Eingeteilt wurde dieser vielseitige Jagdhund bei den Schweißhunden, gilt aber als einziger Die Dachsbracke ist die einzige spurlaut jagende Schweißhunderasse.

Bis heute findet man diese Hunderasse hauptsächlich in Jägerhand.

Größe und Aussehen

Mit einem Idealmaß von 36-37 cm für Hündinnen und 37-38 cm für Rüden und einem Körpergewicht von 15-18 kg ist die Alpenländische Dachsbracke ein etwa mittelgroßer Hund.

Wie der Name schon andeutet, handelt es sich ganz offensichtlich um einen niederläufigen Vierbeiner. Die handliche Alpenländische Dachsbracke ist gut bemuskelt und deutlich länger als hoch.

Die Ähnlichkeit zum Dachshund ist auf den ersten Blick erkennbar. Allerdings hat die Dachsbracke längere Beine, ist massiger und hat dichteres Fell als der moderne Kurzhaarteckel.

Alpenländische Dachsbracken sind kurzhaarige Hunde mit dichter Unterwolle.

Das pflegeleichte Fell ist meist Hirschrot-Zobel mit ein bißchen Stichelung, kann aber auch dunkel gewolkt oder Schwarz mit Tanabzeichen sein.

Temperament und Beschäftigung

Im Rasseprofil des VDH werden passionierte Jagdleidenschaft, Spurwille, Spurlaut, die hervorragende Nasenleistung und Wildschärfe als hervorragende Eigenschaften dieses Gefährten des Bergjägers hervorgehoben[2].

Im FCI-Standard wird zusätzlich ihr kluger Ausdruck und ihr unerschrockener Charakter angeführt[1].

Daheim sollen diese Hunde ruhig und menschenfreundlich sein[4]. Das setzt natürlich voraus, dass sie entsprechend ihrer Anlagen gefordert und ausgelastet wurde.

Hunde sind Individuen!

Die Vererbung von Temperament oder Charakter lässt sich weniger gut planen als die Vererbung von äußerlichen Merkmalen wie Größe oder Fellfarbe. Verhalten wird zudem beeinflusst durch Erfahrungen und Training. Achte darauf einen guten Züchter zu suchen, der sich besonders Mühe mit der Auswahl und Aufzucht seiner Hunde gibt.

Gesundheit

Dieser robuste kleine Jagdhund ist bislang von rassetypischen Erkrankungen weitestgehend verschont geblieben. Es scheint einige seltene Erbkrankheiten zu geben, die auch bei der Alpenländischen Dachsbracke vorkommen.

Ein verantwortungsvoller Züchter sberücksichtigt das natürlich bei der Planung seiner Verpaarungen.

Haltung und Pflege

Das kurze Fell ist pflegleicht und muss nur im Fellwechsel gebürstet werden. Auch Pfoten, Ohren und Zähne sind schnell kontrolliert.

Anspruchsvoll in der Haltung ist die Alpenländische Dachsbracke vor allem durch ihr Wesen.

Denn der Wille zum Aufstöbern von Wild und die allgemeine Jagdleidenschaft und Wildschärfe ist zusammen mit dem Bewegungsdrang und dem schneidigen Temperament so ausgeprägt, dass diese Hunde keine guten Schoßhunde abgeben.

Anschaffung

Hier findest Du Anlaufstellen für Vermittlungshunde und Welpen mit FCI-Papieren:

Die offizielle Anzahl von Alpenländische Dachsbracke-Welpen lag in den letzten Jahren im VDH zwischen 79 und 259.

Links

[1] FCI-Standard Nr. 254: Alpenländische Dachsbracke (1996)
http://www.fci.be/de/nomenclature/ALPENLANDISCHE-DACHSBRACKE-254.html

[2] Alpenländische Dachsbracke im VDH-Rasselexikon

[3] Verein Dachsbracke e.V.

[4] Klub Dachsbracke (AU)

[5] Welpenstatistik der VDH-Mitgliedsvereine (2021);
https://www.vdh.de/ueber-den-vdh/welpenstatistik/

[6] Alpine Dachsbracke. Wikipedia (engl.). Abgerufen 04/2021 von https://en.wikipedia.org/wiki/Alpine_Dachsbracke

[7] Hirz M, Drögemüller M, Schänzer A, Jagannathan V, Dietschi E, Goebel HH, Hecht W, Laubner S, Schmidt MJ, Steffen F, Hilbe M, Köhler K, Drögemüller C, Herden C. Neuronal ceroid lipofuscinosis (NCL) is caused by the entire deletion of CLN8 in the Alpenländische Dachsbracke dog. Mol Genet Metab. 2017 Mar;120(3):269-277. doi: https://doi.org/10.1016/j.ymgme.2016.12.007

[8] Dogs – The ultimate dictionary of over 1000 dog breeds. Morris, Desmond (2001). Trafalgar Square Publishing.