Jack Russell Terrier

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Die kleinen Jack Russell Terrier kennt man vor allem für ihr überschäumendes Temperament. Diese niederläufigen Arbeitsterrier haben drahtiges oder kurzes Haar und eine überwiegend weiße Fellfarbe. Diese Hunde brauchen einen aktiven Alltag und viel Beschäftigung.

Steckbrief:
Jack Russell Terrier

Der Jack Russell Terrier ist ein kleiner Arbeitsterrier mit viel Energie und Jagdpassion.

Größe
25-30 cm

Gewicht
5-6 kg

Hundetyp
Niederläufige Terrier

Lebensdauer
13-16 Jahre

Geschichte und Herkunft

Der ursprüngliche Jack Russell Terrier entstand im 19. Jahrhundert in Großbritannien.

Ihren Namen erhielt die Hunderasse durch den begeisterten Jäger und Hundezüchter Reverend John Russell.

Russels Ziel war ein kompakter schlanker Erdhund, der bei Ausritten mit den Foxhound-Meuten einfach zur Baujagd mitgenommen werden konnte.

Er erwarb 1819 die Stammmutter seiner Hunde, eine fast weiße Fox Terrier-Hündin namens Trump. Mit ihr begann Russell die Zucht seiner eigenen Linie kleiner Fox Terrier, die bald als Jack Russell Terrier bekannt wurden.

Die Fox Terrier zu John Russells Zeit waren übrigens noch echte Arbeitshunde. Erst ab 1880 entwickelten sich die uns heute bekannten Showlinien.

Fox Terrier Carlisle Tack (geb. 1884) im Besitz von John Russell

Erst im Jahr 2000 trennte man den inzwischen als Parson Jack Russell Terrier bekannten Hund in der FCI und im britischen Kennel Club in zwei Varietäten: Den kleinen Jack Russell Terrier und den eher hochbeinigen Parson Russell Terrier.

Die miniaturisierte bis niederläufige Statur des JRT soll durch Selektion auf kleinere Jaghunde in Australien entstanden sein. Schon ab 1880 wurden die Terrier auf dem australischen Kontinent eingesetzt, um Jagd auf den eingeschleppten Rotfuchs zu machen. Aber erst um 1960 wurden viele Hunde nach Australien importiert und der JRT auf ersten Ausstellungen gezeigt.

Erst 2003 wurde der Jack Russell Terrier endgültig durch die FCI anerkannt.

Größe und Aussehen

Jack Russell Terrier wiegen etwa 5-6 kg und werden 25-30 cm hoch. Sie zählen zu den sehr kleinen bis kleinen Hunderassen.

Der JRT ist ein kompakter kleiner Hund. Er ist rechteckig gebaut und zählt zu den niederläufigen Hunderassen.

Die Knopf- oder Hängeohren werden nach vorn gekippt getragen. Stehohren sind zwar nicht erwünscht, kommen aber vor.

Bei uns wird die Ruute heute nicht mehr kupiert, angeborene Stummelruten kommen aber vereinzelt vor.

Sein Fell kann rough (rauhaarig), smooth (glatthaarig) oder als Mittelding auch broken-coated (stichelhaarig) sein.

Die Fellfarbe ist überwiegend weiß, Farbplatten können schwarz oder lohfarben sein.

Temperament und Haltung

Jackies gelten als robust und sehr, sehr lebhaft. Sie sind äußerst agil, aufmerksam und temperamentvoll sowie bewegungsfreudig und unternehmungslustig.

Der JRT ist beuteorientiert und verspielt, leider sieht man bei dieser Hunderasse hin und wieder echte „Balljunkies„.

Seine große Jagdpassion macht Freilauf allerdings nicht immer möglich. Man sollte zudem einplanen, dass diese Hunde mit großer Leidenschaft buddeln.

Ein eingezäuntes Gelände und auch Hundesport wie Agility sind geeignet, damit das kleine Powerpaket mal so richtig aufdrehen kann.

Es handelt sich schließlich um einen Arbeitsterrier, der gern eine Aufgabe bekommen möchte.

Innerhalb der Familie sind Jackies meist sehr anhänglich bis schmusig und gelten auch als durchaus anpassungsfähige, selbstbewusste Familienhunde.

Hunde sind Individuen!

Die Vererbung von Temperament oder Charakter lässt sich weniger gut planen als die Vererbung von äußerlichen Merkmalen wie Größe oder Fellfarbe. Verhalten wird zudem beeinflusst durch Erfahrungen und Training. Achte darauf einen guten Züchter zu suchen, der sich besonders Mühe mit der Auswahl und Aufzucht seiner Hunde gibt.

Gesundheit

Gesunde Jack Russell Terrier sind robuste und langlebige kleine Hunde.

Es kommen verschiedene erbliche Gesundheitsprobleme vor, u.a.:

  • Erbliche Augenerkrankungen
  • Patellaluxation
  • Taubheit[5,6] (abhängig vom Weißanteil!)
  • Hereditäre Ataxie (LOA, SCA, CA)
  • Intervertebral Disc Disease (IVDD)
  • Degenerative Myelopathie
  • Congenitales Myasthenes Syndrom (CMS)
  • Hyperurikosurie
  • Makrothrombozytopenie (MTC)
  • Juvenile Enzephalopathie (JBD)
  • Severe Combined Immunodeficiency Disease (SCID)
  • Epilepsie

Für viele dieser Erkrankungen gibt es Gentests, um eine Zucht betroffener Welpen bestmöglich auszuschließen. Jeder verantwortungsvolle Züchter kann entsprechende Nachweise zum Status seiner Zuchttiere erbringen.

Andere Probleme sind hausgemacht: Übergewicht kann gerade in der Kombination mit einer sehr niederläufige Statur können zu orthopädischen Problemen führen. Und maßloses Bällchen werfen ist sicherlich langfristig weder für Körper noch geist gesund.

Anschaffung

Hier findest Du Anlaufstellen für Vermittlungshunde und Welpen mit FCI-Papieren:

Die offizielle Anzahl von Jack Russell Terrier-Welpen lag in den letzten Jahren im VDH zwischen 136 und 218[4].

Links

[1] FCI-Standard Nr. 345: Jack Russell Terrier (2012);
http://www.fci.be/de/nomenclature/JACK-RUSSELL-TERRIER-345.html

[2] VDH-Rasseportrait: Jack Russell Terrier.

[3] Klub für Terrier e.V.: Der Jack Russell Terrier.

[4] Welpenstatistik der VDH-Mitgliedsvereine (2021);
https://www.vdh.de/ueber-den-vdh/welpenstatistik/

[5] Louisiana State University (LSU): Prevalence of deafness in dog breeds (engl).

[6] Famula, T.R., Cargill, E.J. & Strain, G.M. Heritability and complex segregation analysis of deafness in Jack Russell TerriersBMC Vet Res 3, 31 (2007). https://doi.org/10.1186/1746-6148-3-31