Dein Hund stinkt? Das muss nicht sein!

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Manch ein Hund stinkt so erbärmlich, dass man es kaum im selben Raum aushält.

Gerade bei älteren Tieren werden die Ausdünstungen oft merkbar aufdringlicher. Dabei ist durchaus normal, dass ein Hund eben ein bisschen nach Hund riecht. Wenn der Hund stinkt, ist das allerdings nicht normal.

Man sollte bei unangenehmen Körpergerüchen immer auf Spurensuche gehen. Denn der Mief ist oft symptomatisch für eine Ursache, die man besser beheben sollte.

Lies weiter und erfahre, warum Dein Hund stinken könnte und wie Du den Hundemief wieder los werden kannst.

Normale Körpergerüche beim Hund

Starker Körpergeruch kann symptomatisch für eine dahinter liegende Ursache sein und sollte nie als selbstverständlich hingenommen werden.

Einige Hundegerüche, die von einigen Menschennasen schon als unangenehm wahrgenommen werden, sind allerdings völlig normal und gehören zum Alltag mit Hund dazu.

Über die speziellen Probleme bei übermäßigen Blähungen beim Hund habe ich schon geschrieben.

Der normale Eigengeruch des Hundes kann mehr oder weniger stark ausgeprägt sein.

Hunde schwitzen zwar nicht wie wir über die Haut, um sich abzukühlen, aber Schweißdrüsen sind dort durchaus vorhanden. Diese geben Sekrete ab, die den individuellen Geruch eines Hundes beeinflussen.

Zusätzlich ist die Haut jedes Hundes mit Mikroorganismen besiedelt. Diese Hautflora sondert bei ihrem Stoffwechsel ebenfalls Geruchsstoffe ab.

Der Geruch ist daher oft an den Ohren und entlang von Hautfalten am stärksten.

Feuchtigkeit hält sich an diesen Stellen besonders gut, die Bakterien können die Haut relativ ungestört besiedeln und kommen an diesen Stellen in größerer Anzahl vor.

Viele Hunde haben Käsefüße. Der intensive Geruch wird von Bakterien in den Zwischenräumen der Ballen verursacht.

Manche dieser Einzeller geben Substanzen ab, die intensiv nach Käsegratin und käsigen Hefeflocken riechen. In Amerika meint man den Geruch von gewürzten Maischips einer bestimmten Marke zu erkennen und nennt das Phänomen „Frito™ feet“.

Da die Pfoten permanent Kontakt mit dem Boden haben, findet sich hier eine besonders hohe Konzentration an Keimen, die aus Pfützen und vom Erdboden aufgenommen wurden.

Außerdem besitzen Hunde im Pfotenbereich Schweißdrüsen, mit denen sie tatsächlich schwitzen können. Die Absonderung von wässrigen Sekreten sorgt zusätzlich für ein Klima, in dem sich Mikroorganismen besonders wohl fühlen.

Der Geruch der Pfoten wird von manchen Menschen geliebt, andere können ihn gar nicht leiden. Und auch die Ausprägung des Geruchs hängt sehr vom individuellen Hund und seiner Pfotenflora ab.

  • Zu den Maßnahmen, um diesen nicht vermeidbaren Geruch abzuschwächen, gehört ein Trimmen der Pfotenzwischenräume insbesondere bei langhaarigen Hunden und ein Reinigen der Pfoten nach dem Spaziergang.

Ein nasser Hund riecht deshalb besonders aromatisch, da die von der Hautflora gebildeten Moleküle sich durch den Wasserkontakt vermehrt von Haut und Fell in die Luft ablösen. So werden diese Geruchspartikel sogar für uns in aller Intensität riechbar.

Zudem erfreuen sich die Bewohner der Haut wie die meisten Einzeller an Feuchtigkeit und fahren dadurch ihre Stoffwechselaktivitäten nochmal zusätzlich an.

Der Geruch „nach nassem Hund“ bei langhaarigen Hunden mit Unterwolle und schlecht trocknenden Hunden am intensivsten.

So lange der Mief wieder verfliegt, ist das vollkommen normal und höchstens Grund zum Nase rümpfen, nicht aber zur Besorgnis.

  • Ein gründliches Abtrocknen hilft bei der Rückkehr zum normalen Geruchslevel, sei es mit Handtüchern, Bademänteln oder mildem Föhnen.

Mundgeruch ist in einem gewissen Rahmen normal bei Hunden.

Hunde sind keine Feinschmecker und verschlingen mit Gusto allerhand Dinge, bei deren Geruch es uns Haltern schlicht den Appetit verderben würde: Getrockneten Pansen, Dosenfutter, Wildkot oder Pferdeäpfel.

Je nach den Ernährungsgewohnheiten des Hundes können Partikel, die im Mundraum hängen bleiben, auch den Atemgeruch beeinflussen.

Wenn der Hundeatem allerdings bestialisch stinkt, steckt oft ein gesundheitliches Problem dahinter.

Hier geht’s zum entsprechenden Beitrag: Mundgeruch beim Hund.

Gründe, wegen denen ein Hund stinkt

Gehen wir mal die häufigsten Ursachen durch, die zu üblem Hundegeruch führen können:

1. Hautkrankheiten können den Geruch des Hundes verändern

Eines der Symptome für kranke Haut sind ranzig-faulig-eitrige Gerüche.

Wenn der Hund stinkt, ist oftmals eine gestörte Hautbarrierefunktion schuld, z.B. wenn der Hund lange Zeit viel zu fettige oder viel  zu trockene Haut hat. Das begünstigt Infektionen und kann sogar das normale Fellwachstum behindern.

Hautinfektionen können viele Ursachen haben:

  • Allergien
  • Permanent feuchtes Fell
  • Hormonelle Störungen
  • Parasiten
  • Mechanische Reizung durch zu scharfe Bürsten
  • etc.

Eine Besiedlung der Haut mit Pilzen und Bakterien führt zu Juckreiz und vermehrtes Kratzen des Hundes führt zu weiteren kleinen Verletzungen. Ein Teufelskreis.

Großflächige Infektionen sind offensichtlich. Aber auch unentdeckte kleine Entzündungen und Hot-Spots können stark vereitern und einen fauligen Geruch verströmen.

Eine Sonderform, bei der die Haut nicht zu trocken, sondern zu fettig ist, ist die Seborrhoe beim alten Hund. Diese führt zu einer Überproduktion von Hautlipiden. Das Fell ist ölig und schmierig und oft ist eine vermehrte Schuppenbildung zu beobachten.

Neben einer erblichen Form kommen als Auslöser verschiedenste Erkrankungen oder bei lokalem Auftreten auch zu extreme Fellpflege durch den Halter in Frage. Das vermehrte Fett im Fell macht sich durch einen ranzigen Geruch bemerkbar.

Der reichhaltige Nährboden und die so eingeschränkte Schutzfunktion der Haut können zu Sekundärinfektionen führen.

Ein Hund, der plötzlich anfängt merkwürdig zu müffeln oder unter Haarausfall leidet, sollte deshalb beim Tierarzt vorgestellt werden. Dieser kann darüber entscheiden, ob eine organische oder eine oberflächliche Erkrankung schuld ist und über entsprechende Gegenmaßnahmen entscheiden.

2. Manche Hunde riechen nach dem Futterwechsel unangenehm

Nach einem Futterwechsel oder dem Verfüttern einer neuen Sorte Hundekekse kann es zu Blähungen kommen.

In einigen Fällen kann ein Futterwechsel aber auch dazu führen, dass der Eigengeruch des Hundes sich verändert oder der Hund stinkt.

Das macht sich nach meiner Erfahrung besonders bemerkbar, wenn man auf Dosenfutter umsteigt.

Umgekehrt kann ein Futterwechsel auch dafür sorgen, dass der Hund danach angenehmer riecht.

Wenn der Hund nach einem Futterwechsel anfängt zu stinken, würde ich dort die Quelle des üblen Geruchs vermuten.

3. Hilfe, mein alter Hund stinkt!

Gerade im Alter verändert sich oft der Körpergeruch.

Älteren Hunden geht es da leider nicht anders als alten Menschen.

Alterungsprozesse können auch das Spektrum der Bakterien in der Hautflora verschieben, was indirekt den Körpergeruch des Hundes verändern kann.

Daran lässt sich meist nicht viel ändern, auch wenn „Eau de Hundesenior“ manchmal etwas gewöhnungsbedürftig riecht.

Es gibt allerdings auch beim alten Hund ein paar Aspekte, auf die man achten sollte:

Im Alter arbeiten u.a. das Immunsystem und die Talgproduktion nicht mehr ganz so effektiv wie in jungen Jahren. Das begünstigt das Eindringen von Keimen und Parasiten und Hautinfektionen können sich leichter ausbreiten.

Ältere Hunde vernachlässigen zudem oft ihre eigene Körperpflege durch Demenz, mangelnde Beweglichkeit, Gelenkbeschwerden oder eine allgemeine Altersträgheit.

Gerade bei langhaarigen Hundesenioren führt Dreck im Pelz schnell zu Geruchsbildung.

Ganz alte Hunde mit dickem Pelz und viel Unterwolle können sich nach einem Bad nicht mehr ganz so ordentlich abschütteln und nasse oder verdreckte Stellen nicht mehr selbst sauber schlecken.

Im hohen Alter ist es also bei solchen Hunden durchaus ok über eine pflegeleichtere Frisur nachzudenken.

4. Falsche Körperpflege kann die Haut angreifen

Falsche Pflegeprodukte oder ein zu häufiges Baden können die Barrierefunktion der Haut aus der Balance bringen und Hautinfektionen begünstigen.

Auch das Fell kann durch mangelndes Fett spröde und glanzlos werden und schneller verfilzen.

Verfilztes Fell ist weniger ‚atmungsaktiv‘ und bietet Bakterien ein ideales Wachstumsklima.

Körperfalten sind ideale Bruthöhlen für pathogene Hautkeime und sollten besonders regelmäßig kontrolliert und gereinigt werden, um eine Hautfalten-Dermatitis zu vermeiden.

Zu den betroffenen Rassen zählen u.a. Pekinesen, einige Riesenrassen, die großen und kleinen Molosser und natürlich der Shar-Pei.

5. Ohrinfektionen beim Hund riechen oft intensiv

Ohrentzündungen führen zu unangenehmen Geruch und Juckreiz.

Eine Beteiligung von Hefepilzen wird hierbei oft beobachtet und lässt sich -wer hätte es geahnt- durch einen hefigen Geruch feststellen.

Der Geruch der Ohren ist ohnehin immer etwas ausgeprägter als der des restlichen Körpers, da die abgestorbenen Hautzellen hier nicht so gut abgestoßen werden können.

Zusammen mit dem Ohrenschmalz ergibt das ein gutes Nährmedium für Mikroorganismen.

Der Ohrgeruch ist in einem gewissen Rahmen normal und bei einem sonst gesunden Hund nicht weiter beachtenswert.

Bekanntermaßen sind aber vor allem Hunderassen mit langen Hängeohren und viel Fell im Hörkanal häufiger von Ohrentzündungen betroffen.

Auch ein regelmäßiges Befeuchten (z.B. durch tägliche Bäder) der Ohren und Allergien beim Hund hängen mit Ohrinfekten zusammen.

6. Innere Erkrankungen können den Körpergeruch des Hundes verändern

Inkontinenz beim Hund kann dazu führen, dass der Hund sich im Liegen selbst anpinkelt ohne das überhaupt zu bemerken.

Dabei muss nicht gleich ein Pfützchen zu erkennen sein, der Urin kann auch tröpfchenweise verloren und direkt vom Fell aufgesaugt werden. Ein starker Uringeruch des Hundefells ist die Folge.

Das macht sich schneller bemerkbar, wenn der Urin stark konzentriert ist oder durch z.B. eine Blasenentzündung intensiver riecht als sonst.

Organleiden an z.B. Leber, Niere, Herz oder eine Diabetes mellitus beim Hund können durch gestörte Stoffwechselvorgänge den Körpergeruch verändern.

Ein merkwürdiger Körpergeruch (süßlich, beißend,…) sollte daher immer vom Tierarzt beobachtet werden. Behandelt man das Organleiden, verschwindet auch der Gestank.

Tipps gegen Hundegeruch

Als Hundehalter ist man ja soweit kompetent, was die effiziente Reinigung seiner Wohnräume angeht.

Aber wenn der Hund stinkt, muss man manchmal zu Spezialwaffen greifen, um ein Zusammenleben erträglich zu machen.

Den ultimativen Supergeheimtipp zum Beseitigen aller unangenehmen Gerüche gibt es leider nicht, auch wenn viele Haushaltsratgeber und Hersteller mit „Wunderformeln“ werben.

Nicht jeder müffelnde Hund leidet an einer Erkrankung, die man behandeln muss.

Manche Hunde miefen halt einfach schneller als andere. Dann kann man nur verschiedene Pflegeprodukte oder Hausmittelchen ausprobieren, um den penetranten Hundegeruch in der Wohnung zumindest erträglicher zu machen:

1. Den stinkenden Hund reinigen

  • Babypuder bindet Gerüche und kann gelegentlich ins Fell des Hundes einmassiert und wieder heraus gebürstet werden. Auch gibt es diverse Hundeparfüms, Trockenshampoos oder „Geruchsentferner“, die den gleichen Effekt haben sollen.
  • Auch rückfettende Hundepflegeshampoos und Spezialshampoos für angegriffene und sensible Haut  können langfristig den Hundegeruch verbessern.

    Menschenshampoo ist für Hunde ungeeignet und zerstört bei regelmäßiger Anwendung die Barrierefunktion der Hundehaut!

  • Vorsicht bitte mit Hundekosmetika und Hausmitteln, die direkt auf die Haut aufgebracht werden sollen.

    Solche Eingriffe ins natürliche Gleichgewicht der Haut können bei zu häufigem oder übertriebenem Gebrauch eine Infektion der Haut gerade erst verursachen oder zumindest begünstigen.

  • Hausmittel wie Haferflockenschleim und Apfelessig sollen Juckreiz lindern und können bei kleinen Problemstellen eventuell mal kurzzeitig verhindern, dass der Hund sich selbst offene Wunden kratzt. Aber ein allgemein schlechtes Hautbild kann man damit natürlich nicht korrigieren.

Im Zweifelsfall bitte lieber einmal Rücksprache mit dem Tierarzt oder dem Hundefriseur des Vertrauens halten!

  • Regelmäßige Fellpflege mit geeignete Bürsten und eine kurze, pflegeleichte Frisur gerade bei sehr langhaarigen gelockten Hunden können ranzige Gerüche eindämmen.

  • Gaben von Anis, Kümmel oder Petersilie sollen den Geruch des Hundes von innen heraus verbessern.

  • Und die Liebhaber des Kokosöls schwören, dass eine innerliche wie äußerliche Anwendung zu einer Besserung des hündischen Körpergeruchs führen kann.

2. Den Wohnraum von Hundegeruch reinigen

Dein Hund stinkt Deine ganze Wohnung voll?

  • Klar, schrubben, saugen und lüften hilft.

  • Decken, Kissenbezüge, Hundematten und Hundespielzeuge kommen einfach mal  in die Waschmaschine.

  • Gummispielzeug muss natürlich von Hand gereinigt werden.

  • In Teppiche und Textilpolster kann man Natron oder Backpulver einarbeiten. Einfach eine Weile (oder ganz über Nacht) einwirken lassen und absaugen, Voila!

  • Übrigens: Wenn Du genau wissen möchtest, woher üble Gerüche kommen und welche Stellen Du reinigen solltest, kannst Du mit einer UV-Lampe auf Spurensuche gehen!

  • Beißende Gerüche kann man manchmal mit Apfelessig eliminieren (einfach 1:3 mit Wasser verdünnen). Es gibt aber auch spezielle Geruchsentferner für den Wohnraum und die Teppiche.

  • Stellen, die nach altem Hundeurin stinken, kannst Du mit einem mikrobiellen oder enzymatischen Reiniger bearbeiten.
  • Die Reinigung der Gardinen mit einem professionellen Dampfreiniger kann Gerüche im Wohnraum eliminieren.

  • Bei Teppichen und Polstermöbeln hingegen sorgt eine Dampfreinigung oft nicht dafür, dass die Gerüche verschwinden. Manchmal passiert es auch, dass man die Gerüche so einfach nur über den kompletten Wohnraum verteilt!

  • Vielleicht ist es auch an der Zeit sich von ein paar billigen alten Hundedecken zu trennen, aus denen nicht mal eine professionelle chemische Tiefenreinigung jemals wieder den Geruch nach Hund herausbekommen würde.

  • Lufterfrischer aus der Sprühflasche solltest Du besser nur in Maßen und nicht in der Nähe Deines Hundes einsetzen, wenn Du Dir nicht absolut sicher bist, ob für den Hund schädliche Substanzen enthalten sind.

  • Bitte verzichtet auf eine Parfümierung Deiner Wohnräume mit ätherischen Ölen! Es gibt immer mehr Hinweise darauf, dass das für Haustiere unangenehm bis schädlich sein könnte.

Bitte handle mit gesundem Menschenverstand immer im Sinne Deines Tieres: Ein kranker Hund gehört zum Tierarzt! Du findest hier lediglich allgemeine Informationen über Beschwerden und Symptome. Du findest hier weder Ersatz für eine individuelle tierärztliche Beratung noch Therapieempfehlungen. Die hier präsentierten Produkte oder Aussagen sind nicht geeignet klinische Krankheitsbilder vorzubeugen, zu diagnostizieren oder zu behandeln.

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