Braque Saint-Germain

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Die Braque Saint Germain ist ein französischer Vorstehhund, der aus dem britischen Pointer und der Braque Français entwickelt wurde. Typisch für diese sanften und ausdauernden Jagdhunde ist die weiß-orange Fellfarbe und das Nasenpigment in bräunlichem dunkelrosa.

Steckbrief:
Braque Saint-Germain

Bei diesem seltenen französischen Jagdhund wird die Rute nicht kupiert. Das unterscheidet ihn von den meisten andere kontinentalen Jagdhunden.

Größe
 54-59 cm, ♂  56-62 cm

Gewicht
18-26 kg

Hundetyp
Vorstehhund

Lebensdauer
11-14 Jahre

Geschichte und Herkunft

Die genaue Abstammung dieser Vorstehhunde ist nicht ganz klar.

Ähnliche vielseitige Hunde für die Niederwildjagd gibt es schon lange in Frankreich. Und auch die weiß-orangene Fellfarbe ist nicht ungewöhnlich für diese Typ Hund.

Perle et Ponne, chiennes de Louis XV (Jean-Baptiste Oudry 1732)

Die ersten Braque Saint-Germain wurde vermutlich um 1830 gezüchtet, nachdem die Jagdhudne der königlichen Zwinger dem Jagdaufseher der Wälder von Compiègne anvertraut worden waren.

Vermutlich handelt es sich um das Produkt einer Kreuzung zwischen dem englischen Pointer und kontinentalen Vorstehhunden wie der Braque Français.

Nach ihrem Entstehungsort wurden diese Hunde zunächst auch als Braque Compiègne bezeichnet. Erst nach der Verlagerung der Zucht nach Saint Germain en Laye westlich von Paris setzte sich der Name Braque Saint-Germain durch.

Schon 1863 waren diese Hunde auf der ersten Hundeausstellung in Frankreich reichlich vertreten.

1913 wurde ein Rasseclub für die Zucht dieser Hunde gegründet, der allerdings nach dem Ersten Weltkrieg wieder aufgelöst wurde.

Pointer of Saint Germain 1915[5]

In der Nachkriegszeit des letzten Jahrhunderts waren auch nur noch wenige dieser Hunde übrig.

Die Zucht konnte sich zwar ein bißchen erholen, aber die Hunderasse ist bis heute sehr selten geblieben.

Das mag mitunter daran gelegen haben, dass die attraktiven Vierbeiner nicht mehr allein für die Jagd, sondern auch vermehrt als Familien- und Showhunde gezüchtet wurden.

Größe und Aussehen

Mit 54-62 cm Schulterhöhe zählt die Braque St.-Germain zu den mittelgroßen Hunderassen.

Durch ihre Abstammung sehen diese Hunde einem orange-weißen Pointer sehr ähnlich. Sie wirken aber ein bißchen weicher, haben einen weniger ausgeprägten Stopp und etwas tiefer angesetzte Hängeohren.

Die Braque Saint Germain ist übrigens der einzige der französischen Vorstehhunde, die nicht kupiert wird.

Die typische Fellfarbe ist orange-weiß. Das Nasenpigment ist dunkelrosa bis fleischfarben und auch die honiggelben Augen verraten, dass es sich um eine Kombination aus braunem Eumelanin, Weißscheckung und rezessivem Gelb handelt.

Im Gegensatz zu anderen Hunden dieses Typs soll die Braque Saint Germain allerdings nicht zu stark getüpfelt sein.

Temperament und Haltung

Die Braque St. Germain gilt bei der Arbeit als Jagdhund als eine der schnelleren Hunderassen unter den Vorstehhunden[6].

Diese Hunderasse wird vor allem für die Jagd auf auf Schnepfen, Fasane und Rebhühner eingesetzt. Sie sind durch ihren eher weichen Charakter leicht auszubilden, apportierfreudig und gelten auch als gute Familienhunde.

Allerdings brauchen diese Vierbeiner natürlich jede Menge mentale Beschäftigung sowie viel Auslauf im Freien, wenn man sie als Begleithund halten möchte.

Hunde sind Individuen!

Die Vererbung von Temperament oder Charakter lässt sich weniger gut planen als die Vererbung von äußerlichen Merkmalen wie Größe oder Fellfarbe. Verhalten wird zudem beeinflusst durch Erfahrungen und Training. Achte darauf einen guten Züchter zu suchen, der sich besonders Mühe mit der Auswahl und Aufzucht seiner Hunde gibt.

Gesundheit

Es handelt sich um einen sehr seltenen Jagdhund. Man findet keine genauen Angaben zur Lebenserwartung und auch rassetypische Probleme scheint es bislang nicht zu geben.

Die kleine Population dieser Hunde und die wenigen Gründertiere haben zu einer engen genetischen Basis geführt. Die Hunderasse gilt daher u.U. als gefährdet. Ein vorbeugender Verzicht auf Inzucht in den letzten Jahren scheint negative Effekte aber etwas abgemildert zu haben[9].

  • Hüftgelenksdysplasie

Anschaffung

Hier findest Du Anlaufstellen für Vermittlungshunde und Welpen mit FCI-Papieren:

Die offizielle Anzahl von Braque Saint-Germain-Welpen lag in den letzten Jahren im VDH zwischen 0 und 8[4].

Links

[1] FCI-Standard Nr.115: Braque Saint-Germain (2003).
http://www.fci.be/de/nomenclature/BRAQUE-SAINT-GERMAIN-115.html

[2] VDH-Rasseportrait: Braque Saint-Germain.

[3] Verein für Französische Vorstehhunde e.V.: Braque Saint Germain.

[4] Welpenstatistik der VDH-Mitgliedsvereine (2021);
https://www.vdh.de/ueber-den-vdh/welpenstatistik/

[5] Walter Esplin Mason (1915): Dogs of all Nations. https://archive.org/details/dogsofallnations00masorich/page/49/mode/1up

[6] Sabine Middelhaufe’s Hund & Natur: Kurzporträt Braque Saint Germain.
http://www.sabinemiddelhaufeshundundnatur.net/hunderassen/portbsg.htm

[7] Société Centrale Canine: Braque Saint Germain.

[8] Craig Coshyk (2012): Breed of the Week: The Braque Saint Germain (engl.)

[9] G. Leroy, X. Rognon, A. Varlet, C. Joffrin, E. Verrier: Genetic variability in French dog breeds assessed by pedigree data. In: Journal of Animal Breeding and Genetics. Band 123, Nr. 1, 2006, ISSN 1742-4488. https://doi.org/10.1111/j.1439-0388.2006.00565.x

[10] Club Du Braque Saint Germain (frz.).