Petit Bleu de Gascogne

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Diese Jaghunderasse ist ganz offensichtlich mit dem größeren Grand Bleu de Gascogne verwandt, was man nicht nur an der namensgebenden Fellezeichnung erkennen kann.

Steckbrief:
Petit Bleu de Gascogne

Auch diese Hunderasse entstand als geplantes Zuchtprojekt Anfang des 20. Jahrhunderts in der historischen Provinz Gascogne im Südwesten Frankreichs am Fuße der Pyrenäen.

Größe
 50-56 cm,
♂ 52-58 cm

Gewicht
20-26 kg

Hundetyp
Mittelgroßer Laufhund

Lebensdauer
10-12 Jahre

Geschichte und Herkunft

Der Petit Bleu de Gascogne entstand durch Selektion kleiner Exemplare des Grand Bleu de Gascogne[1] und des Grand Gascon Saintongeois[2].

Während die größere Varietäten auch für die Jagd auf Bären, Wölfe und Schwarzwild genutzt wurde, jagte man mit den kleineren Hunden Hasen und Rehwild.

Jaghunde dieses Typs werden schon sehr lange in Südfrankreich genutzt und zählen zu den ältesten Jagdhunden Europas.

Jagdhunde (Livre de la Chasse 1406-1407)

Er galt wie viel der Chiens du Midi lange als ausgestorben, diese Hunderasse wurde erst Anfang des 20. Jahrhunderts durch französische Züchter wiederbelebt.

Die FCI erkannte diese neue alte Hunderasse 1963 als eigenständig an.

Der rauhaarige Griffon Bleu de Gascogne ist eine eng verwandte Hunderasse, die sich durch ihr harsches Drahthaar von den anderen Gascogne -Laufhunden unterscheidet.

Größe und Aussehen

Mit einer Schlterhöhe von 50-58 cm hat er eine angenehme Größe und zählt zu den mittelgroßen Laufhunden.

Auch der Petit Bleu de Gascogne hat die ganz typische Kopfform und die langen Schlappohren, die man von den Hunden dieses Typs kennt.

Ebenso hat er die namensgebende Fellzeichnung.

Denn Bleu erscheint er wie die verwandten Hunderassen durch die dichte Tüpfelung in den weißen Bereichen seines Scheckungsmusters. Welpen dieser Hunderasse werden Schwarz-Tricolor geboren, die Sprenkelung erscheint erst in den ersten Lebenswochen.

Temperament und Haltung

Charakterlich unterscheidet sich der Petit Bleu wenig von den anderen Gascogne-Laufhunden. Der Petit wird einfach nur für kleinere Jagdbeute eingesetzt.

Aber auch der kleine Gascogne-Laufhund soll konzentriert jagen, eine gute Nasenleistung zeigen und über einen markanten jaulenden Spurlaut verfügen.

Er soll sich leicht halten lassen und dem Menschen zugewandt sein.

Allerdings sind passionierte Jagdhunde, die als Meutehund gezüchtet werden, selten gute Haustiere für Anfänger. Denn es ist für den Mensch wie für den Hund gleichermaßen frustrierend, wenn das Zusammenleben sich wie ein ständiger Interessenkonflikt anfühlt.

Hunde sind Individuen!

Die Vererbung von Temperament oder Charakter lässt sich weniger gut planen als die Vererbung von äußerlichen Merkmalen wie Größe oder Fellfarbe. Verhalten wird zudem beeinflusst durch Erfahrungen und Training. Achte darauf einen guten Züchter zu suchen, der sich besonders Mühe mit der Auswahl und Aufzucht seiner Hunde gibt.

Gesundheit

Wie bei fast allen dieser rustikalen Jaghunderasse wissen wir wenig über die Gesundheit und Lebenserwartung dieser Hunde.

Denn insgesamt sind diese Hunderassen kaum über ihr Entstehungsgebiet hinaus verbreitet und werden dort meist als Meute- und Zwingerhunde gehalten.

Die Selektion auf Leitung ist natürlich begrüßenswert und verspricht einen funktionalen Körperbau. Aber über die Langlebigkeit oder allgemeine Verfassung gibt es einfach kaum Informationen.

Anschaffung

Hier findest Du Anlaufstellen für Vermittlungshunde und Welpen mit FCI-Papieren:

Die offizielle Anzahl von Petit bleu de Gascogne-Welpen lag in den letzten Jahren im VDH zwischen 0 und 18[4].

Links

[1] FCI-Standard Nr. 31: Petit Bleu de Gascogne (1996);
http://www.fci.be/de/nomenclature/KLEINER-BLAUER-GASCOGNE-LAUFHUND-31.html

[2] VDH-Rasseportrait des Petit Bleu de Gascogne

[3] Verein für Französische Laufhunde e.V.:
http://www.laufhunde.eu/

[4] Welpenstatistik der VDH-Mitgliedsvereine (2021);
https://www.vdh.de/ueber-den-vdh/welpenstatistik/