NahrungsergĂ€nzung fĂŒr die Gelenke beim Hund [Ratgeber]

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Gesunde Gelenke sind wichtig fĂŒr ein aktives und glĂŒckliches Hundeleben!

Denn die Folge von Gelenkproblemen beim Hund sind ein steifes Gangbild und Schmerzen bei jedem Schritt. Manche Hunde benötigen eine spezielle Pflege und FĂŒrsorge, damit ihre Gelenkgesundheit möglichst lange erhalten bleibt.

Dabei profitieren nicht nur Ă€ltere Hunde von NahrungsergĂ€nzungsmitteln fĂŒr die Gelenke. Auch prophylaktisch soll eine Gabe der richtigen PrĂ€parate dafĂŒr sorgen, dass die Gelenke Deines Hunde den Anforderungen des tĂ€glichen Hundealltags so gut wie möglich trotzen.

Leider ist es recht schwierig durch den Dschungel an FertigprĂ€paraten und Pulvern fĂŒr die Gelenkgesundheit des Hundes zu blicken. Denn die miesten PrĂ€parate locken zwar mit großen Werbeversprechen, enthalten aber keine nachgewiesen wirksamen Inhaltsstoffe.

TIPP:

Hier geht`s direkt zu dem Amazon-Bestsellern in der Kategorie Gelenk- & Knochenschutz fĂŒr Hunde.

NahrungsergĂ€nzung ist nĂ€mlich entgegen dem allgemeinen Glauben nicht als Heilmittel gedacht. Hier geht es ausschließlich darum einen Mangel von NĂ€hrstoffen im normalen Futter auszugleichen und den Hund mit allen nötigen Inhaltsstoffen fĂŒr einen gesunden Körper zu versorgen.

Man ergÀnzt die Nahrung.

Ich rate daher zur Gabe eines MischprĂ€parats, bei dem Du die „geballte Ladung“ an Inhaltsstoffen zur Versorgung der Gelenke verabreichst und erstmal kurweise ausprobierst, ob das was fĂŒr Deinen Hund taugt, statt Dich mit teuren einzelnen und womöglichen nutzlosen PĂŒlverchen abzumĂŒhen.

Schau auch mal in den Beitrag ĂŒber Öle im Hundefutter.

Dort habe ich Ölsorten mit einem hohen Anteil an mehrfach ungesĂ€ttigten FettsĂ€uren zusammengestellt.

NahrungsergĂ€nzungs-MischprĂ€parate fĂŒr die Gelenke des Hundes

Tipp: Achte auch auf die Ersparnis beim Kauf als Abo. Das Leben mit einem Àlteren Hund kann ja durchaus etwas kostspielig werden:

Weitere NahrungsergĂ€nzungsmittel fĂŒr die Gelenke beim Hund: Einzelne Inhaltsstoffe

Wer gezielt nur einen einzelnen Inhaltsstoff zufĂŒttern oder sich eine eigene Mischung erstellen möchte, der findet natĂŒrlich auch hierzu die passenden Produkte fĂŒr die NĂ€hrstoffversorgung de Gelenke beim Hund, z.B. Kollagen, GrĂŒnlippmuschelpulver, Glucosamin oder MSM.

Kollagen

GrĂŒnlippmuschelpulver

Glucosamin/Chondroitin

MSM

NahrungsergĂ€nzung fĂŒr Hunde mit Gelenkproblemen

Ein gesundes Gelenk ermöglicht schmerzfrei alle Bewegungen, die der Hund zur Fortbewegung braucht.

Einwirkende KrÀfte werden auch bei waghalsigen Manövern optimal abgefedert und die Stellung der Knochen und der mögliche Bewegungsumfang einzelner Gelenke ideal reguliert.

Border Collie im Sprung

Es besteht jedoch ein Problem:

Die Gelenke Deines Hundes verschleißen mit der Zeit und regenerieren sich im Krankheitsfall nicht so schnell wie andere Strukturen im Hundekörper.

Denn der Gelenkknorpel und die wichtige Gelenkschmiere werden in der geschlossenen Gelenkkapsel nur noch sehr eingeschrĂ€nkt mit NĂ€hrstoffen versorgt. Und ein Mangel an „Bausubstanzen“ kann die Gelenke unserer Hunde empfindlicher machen.

Denn ein schlecht gefedertes und schlecht geschmiertes Gelenk bietet viele Schwachstellen, die der Körper dank eingeschrĂ€nkt durchbluteter und dĂŒnner Transportschichten nicht so schnell ausbessern kann wie es im Zweifelsfall oft nötig wĂ€re.

Ein rasanter Lebensstil, Fehlstellungen, kaputte Gelenkkapseln und Arthrosen beim Hund sorgen zusĂ€tzlich fĂŒr einen besonders schnell voranschreitenden Abrieb der Gelenksubstanz.

Humpeln, Schmerzen, ein steifes Gangbild, Probleme beim Aufstehen und Bewegungsunlust sind nur einige der Folgen von krankhaft verÀnderten Gelenken beim Hund.

Ist ein Gelenk einmal beschĂ€digt, geraten die fragilen Gleichgewichte im Gelenkinneren deshalb schnell aus den Fugen und fĂŒhren zu einer Kaskade von anwachsenden Problemen.

Alter Border Collie

Vorsorge und Prophylaxe sind deshalb in Sachen Gelenkgesundheit beim Hund immer besser als nachtrĂ€gliche Pflegemaßnahmen zum Erhalt der MobilitĂ€t und Schmerzfreiheit.

Akute Gelenkschmerzen sollten deshalb immer schnellstmöglich vom Tierarzt versorgt werden.

Viele Unfallverletzungen und angeborene Fehlstellungen können so gut repariert werden, dass der Hund danach wieder beschwerdefrei laufen kann. Wenn Du aber zu lange wartest und mit Hausmitteln herumdoktorst, riskierst Du einen irreparablen Gelenkschaden.

NahrungsergĂ€nzung ist kein Heilmittel fĂŒr die Gelenke des Hundes!

Bedenke also bitte, dass NahrungsergĂ€nzungen „nur“ die Gesundheit Deines Hundes ĂŒber die normale Versorgung mit NĂ€hrsstoffen seines Futters hinaus mit wertvollen Inhaltsstoffen versorgen sollen.

Supplemente fĂŒr gesunde Gelenke beim Hund ersetzen keine Beratung beim Tierarzt!

Wenn Dein Hund jedoch bereits unter Gelenkproblemen oder an einem erhöhten Risiko fĂŒr Gelenkprobleme leidet, möchte man natĂŒrlich prophylaktisch und begleitend besonders umsichtig fĂŒr eine Versorgung der Gelenke mit allen wichtigen Stoffen sorgen.

Hier kann eine NahrungsergÀnzung dabei helfen Deinen Hund mit allen nötigen Inhaltsstoffen zu versorgen.

Das macht allerdings nur wirklich Sinn, sofern diese Substanzen im normalen Hundefutter fehlen. Und dem ist meist nicht so.

Denn beachte bitte folgendes Statement der Verbraucherzentrale, das sich auch auf Produkte fĂŒr die NahrungsergĂ€nzung unserer Vierbeiner ĂŒbertragen lĂ€sst:

NahrungsergĂ€nzungsmittel sind nicht dafĂŒr da, Krankheiten vorzubeugen, zu lindern oder zu heilen, sie sind also nicht fĂŒr therapeutische Zwecke gedacht und dĂŒrfen keine arzneiĂ€hnliche Wirkung haben. Dies ist die Aufgabe von Arzneimitteln. Außerdem gibt es – im Gegensatz zu Arzneimitteln – bei NahrungsergĂ€nzungsmitteln keine behördliche SicherheitsprĂŒfung und auch kein staatliches Zulassungsverfahren. – Klartext NahrungsergĂ€nzung

NahrungsergĂ€nzungsmittel sollen den Körper also nicht heilen, sondern lediglich durch gezielte NĂ€hrstoffgaben bei seiner natĂŒrlichen Funktion unterstĂŒtzen.

Praktisch jedes NahrungsergĂ€nzungsmittel fĂŒr Hunde wird mit im Humanbereich nicht zulĂ€ssigen „Health Claims“ (gesundheitsbezogene Aussagen) beworben:

  • FĂŒr mehr AgilitĂ€t und AktivitĂ€t!
  • Mehr Lebensfreude!
  • Leichteres Treppensteigen!
  • Leichteres Aufstehen!
  • Lindert Gelenkschmerzen!
  • etc.

FĂŒr all diese Aussagen fehlt beim Hund bislang eine eindeutig nachgewiesene Wirkung auf den Körper.

Man probiert NahrungsergÀnzungsmittel also nicht, weil sie bewÀhrt und tatsÀchlich wirksam wÀren, sondern weil andere darauf schwören und man sich einen positiven Effekt erhofft.

Inhaltsstoffe in NahrungsergĂ€nzungmitteln fĂŒr die Gelenke des Hundes

Fast alle Substanzen, die als entzĂŒndungshemmend und antioxidativ gelten, werden auch in FertigprĂ€paraten fĂŒr die Gelenke beim Hund eingesetzt.

Es gibt eine ganze Reihe von weiteren Stoffen, die als wertvoll fĂŒr eine ideale Versorgung der Gewebe im Gelenk unserer Hunde gelten.

Nicht alle diese Stoffe haben tatsÀchliche eine nachgewiesene Wirkung auf die Gelenkgesundheit. Und gerade im Online-Handel wird oft mehr behauptet als tatsÀchlich belegt oder werberechtlich zulÀssig ist.

Denn machen wir uns nichts vor:

Auch beim Hund geht es bei in der riesigen NahrungsergÀnzungsmittel-Branche vor allem um finanzielle Interessen.

Hier werden durch geschickt formulierte Werbeversprechen die GutglÀubigkeit und Unsicherheit von uns Verbrauchern schamlos ausgenutzt, um sein Produkt an den Mann bzw. Hund zu bringen.

Ich habe hier mal eine Auswahl der beliebtesten Inhaltsstoffe der letzten Jahre genauer unter die Lupe genommen.

NatĂŒrlich beziehen sich die meisten Angaben auf den schlecht, aber immerhin trotzdem viel, viel besser erforschten Einsatz von NahrungsergĂ€nzungen fĂŒr die Gelenke beim Menschen.

Ein Problem besteht nĂ€mlich darin, dass Untersuchungen vor allem an Arthrosepatienten durchgefĂŒhrt werden.

Hier verfĂ€lschen die subjektive Schmerzwahrnehmung, eine kleine Anzahl von Versuchspersonen oder ein kurzer Untersuchungszeitraum schnell die Ergebnisse. Den Arthroseschmerzen kommen ja unabhĂ€ngig von einer Behandlung oft in SchĂŒben mit variierenden Auslösern.

Diese individuellen KrankheitsverlĂ€ufe macht es selbst bei ordentlich durchgefĂŒhrten Doppelblind-Placebo-Studien schwierig genug den Effekt eines bestimmten PrĂ€parats auf die Allgemeinheit der Patienten nachzuvollziehen.

Und beim Hund kann man mangels anderer Messverfahren nur den Halter zum Zustand seines Hundes befragen.

Und ein Halter will eben auch mal bestimmte Dinge unbedingt sehen oder eben nicht. Diese zusÀtzliche Unsicherheitsquelle brÀchte selbst im besten Fall nur wenig aussagekrÀftige Ergebnisse.

Das Knorpelgewebe ist ein elastisches StĂŒtzgewebe, das einwirkende KrĂ€fte im Gelenk abfedern soll. Es ist formbar und hĂ€lt auch Druck und Biegungen durch seine hohe Formbarkeit ziemlich gut stand.

Knorpel besteht zum Großteil aus kollagenen und elastischen Fasern, Wasser, Proteinen mit wasserbindenden und elastischen Eigenschaften und HyaluronsĂ€ure.

Auch die BiomolekĂŒle Chondroitinsulfat und andere Glykosaminoglykane (GAG) werden von den Knorpelzellen gebildet.

Neben Chondroitin zÀhlt auch die HyaluronsÀure chemisch ebenfalls zu den Glykosaminglykanen. Diese hat ihren eigenen Eintrag in dieser Liste bekommen.

Es handelt sich bei Chondroitin und GAGs um langkettige MolekĂŒle aus vielen einzelnen Einheiten spezieller ZuckermolekĂŒle, an die schwefelhaltige chemische Gruppen gebunden werden.

Diese langen Ketten werden ihrerseits wiederum an spezielle Proteine gebunden. Die so entstehenden großen Komplexe werden als Proteoglykane bezeichnet. Und diese Proteoglykane bilden einen Großteil der gesamten Knorpelmasse im Gelenk unserer Hunde .

Wer nun aber meint „Viel hilft Viel„, den muss ich enttĂ€uschen.

Es ist ein Irrglaube, das der Körper zusĂ€tzliche Chondroitin aus der ErnĂ€hrung 1:1 in die körpereigene Knorpelsubstanz einbauen wĂŒrde.

TatsĂ€chlich wird Chondroitin bei der Verdauung großteils zu Glucosamin und weiteren Abbauprodukten verstoffwechselt. Chondroitin wird deshalb meist gemeinsam mit Glucosamin beworben.

Glucosamin ist seinerseits ein natĂŒrlicher Aminozucker und einer der vielen Bestandteile des Binde- und Knorpelgewebes sowie der GelenkflĂŒssigkeit.

Die Rohstoffe zur Herstellung von reinem Glucosamin in NahrungsergĂ€nzungsmitteln fĂŒr Hunde stammen ĂŒbrigens großteils aus AbfĂ€llen der Fischerei bzw. den Schalen verarbeiteter Krustentieren gewonnen.

Beim Menschen findet Glucosamin als NahrungsergÀnzungsmittel zur Linderung von Beschwerden bei Arthrosen im Knie Verwendung.

Die Studienergebnisse zur Wirksamkeit hinsichtlich Knopelschutz und Schmerzlinderung sind bislang allerdings recht durchwachsen, weshalb nicht mal Werbeversprechen hinsichtlich einer gesundheitlichen Wirkung zulÀssig sind.

Chondroitinsulfate und verwandte Glykosaminoglykane gelten in vitro (also außerhalb lebender Organismen) als entzĂŒndungshemmend . Bei GAGs scheint ein hoher Anteil an Schwefelgruppen diesen Effekt zu verstĂ€rken.

Hier wird oft ziemlich naiv auf eine ebenso positive Wirkung im Hundekörper und verschiedene““QualitĂ€tsstufen““ geschlossen. Das erweist sich allerdings oft als reines Werbeversprechen und bleibt auch im Fall der GAGs mangels Nachweis vorerst nur ein frommer Wunsch.

Insgesamt ist erstaunlich wenig ĂŒber die DiversitĂ€t und die Bandbreite aller biologischen Funktionen dieser besonderen MolekĂŒle bekannt.

Ein Problem beim Einsatz von GAGs als NahrungsergĂ€nzungsmittel besteht außerdem darin, das fĂŒr den Einsatz als NahrungsergĂ€nzung beim Hund ziemlich wahllos Chondroitinsulfate und Glykosaminoglykane aus den Knorpeln anderer Tiere (Rinder, Schwine, Hai (!) und anderem Seefisch) genutzt werden.

Und da in der Natur eine riesige Bandbreite von verschiedenen Zusammensetzungen an GAGs zu finden sind, variiert damit auch die Zusammensetzung der im Handel erhÀltlichen FertigprÀparate und eine transparente Informationen zur Quelle der verwendeten Stoffe fehlt meistens.

Da es zudem keinerlei verbindliche Standards fĂŒr die Kennzeichnung von Chondroitinen und GAGS in Supplementen fĂŒr den Hund gibt, muss man hier leider davon ausgehen, dass bei der Angabe des Chondroitingehalts Etikettenschwindel ziemlich leicht gemacht wird.

Außerdem ermöglicht es findigen GeschĂ€ftsleuten ihre eigenen „QualitĂ€tsstandards“ zu erfinden und ihr Produkt besonders teuer verkaufen zu wollen.

Klinische Studien im Humanbereich deuten darauf hin, dass die orale Gabe von Chondroitin bestenfalls einen eher diffusen positiven Effekt auf den Gelenkverschleiß oder die subjektiven Gelenkschmerzen der Patienten zu haben scheint.

Der Markt lebt also vornehmlich davon, dass diese Substanzen einen nur selten kritisch hinterfragten““guten Ruf““ genießen, der vornehmlich auf Behauptungen basiert.

Eine geschickt Kombination mit anderen Substanzen, bei denen eine gesundheitsbezogene Angabe gemacht werden darf (z.B. Zink oder Vitamin C) und ein paar suggestive, aber inhaltslose Feel-Good-Angaben („NatĂŒrliche Gelenkkraft“,“Mehr Bewegungsfreude“) runden das Werbeversprechen ab.

Leider scheint es in der Branche ebenfalls ĂŒblich zu sein sich ein paar positive Studienergebnisse herauszusuchen, die negativen zu ignorieren und die Wirksamkeit eines PrĂ€parats auf den Hund einfach mal zu behaupten. Das ist jedoch nichts anderes als Rosinenpickerei und gutes Marketing.

Immerhin ist bislang auch fast nichts ĂŒber unerwĂŒnschte Nebenwirkungen bekannt, weshalb einem heimischen Versuch am eigenen Hund dennoch nicht viel im Weg steht.

Hier wird darauf hingewiesen, dass die Datenlage nach wie vor lĂŒckenhaft ist, eine gesundheitliche BeeintrĂ€chtigung beim Menschen bei der Einnahme von Chondroitinsulfat in NahrungsergĂ€nzungsmitteln aber möglich sei.

Der Tierarzt sollte deshalb vor einer Gabe dieser potentiell (wechsel-)wirksamen ZusatzprÀparate immer zu seiner Meinung befragt werden!

Fazit:
Viele der weiteren Werbeversprechen rund um Chondroitin, Glucosamin und GAGs sind bislang nicht wirklich umfassend erforscht.

Man weiß wenig darĂŒber, wie bioverfĂŒgbar Chondroitin und GAGs in Futtermitteln oder NahrungsergĂ€nzungsprĂ€paraten fĂŒr den Hund tatsĂ€chlich sind.

Es ist oft nicht nachvollziehbar aus welchen Quellen die Rohstoffe in NahrungsergĂ€nzungsprĂ€paraten fĂŒr den Hund stammen.

Man weiß noch weniger ĂŒber die pharmakologische Wirkung von GAGs oder die richtige Dosierung, um ĂŒberhaupt einen Effekt zu erreichen.

Die Anwendung dieser Stoffe als NahrungsegĂ€nzung fĂŒr den Gelenkschutz beim Hund darf nach bisherigen Kenntnisstand als fragwĂŒrdig erachtet werden.

Eine Gabe der AminosĂ€ure Methionin soll den Hundekörper mit besonders viel Schwefel fĂŒr die Knorpelbildung versorgen.

Da Methionin jedoch in Fisch und Fleisch enthalten ist, muss man sich beim carnivor ernĂ€hrten Hund keinerlei Gedanken ĂŒber eine Mangelversorgung machen.

Methylsulfonylmethan (MSM) ist als Inhaltsstoff von Kuhmilch und Kaffee Teil der normalen menschlichen ErnÀhrung, zumindest die der Milchkaffeetrinker unter uns.

Im Körper wird es in der Leber abgebaut und ĂŒber den Harn ausgeschieden.

Als NahrungsergĂ€nzungsmittel gegen Gelenkbeschwerden beim Hund soll MSM fĂŒr eine Versorgung des Gelenks mit ausreichenden Mengen an Schwefel sorgen und „das Immunsystem stĂ€rken“. DarĂŒber hinaus soll MSM entzĂŒndungshemmend und antioxidativ wirken.

Dem MSM wird insbesondere in alternativmedizinischen Ratgebern aufgrund seiner Eigenschaft als „Schwefellieferant“ eine ganze Bandbreite von positiven Eigenschaften angedichtet.

Denn Schwefel ist Bestandteil vieler im Körper vorkommender Stoffgruppen, an vielen Stoffwechselprozessen beteiligt und wird u.a. auch zur Bildung von Kollagen im Gelenkknorpel und der Haut benötigt.

Aber auch hier kann man erstens nicht eine erhöhte Aufnahme von Schwefel mit einer erhöhten Bildung von Kollagen gleichsetzen. Und zweitens gibt es selbst im Falle eines unwahrscheinlichen Mangels an Schwefel deutlich bessere Quellen fĂŒr Schwefel in der ErnĂ€hrung des Hundes.

Denn Schwefel findet sich in nicht unbetrÀchtlichen Mengen in Proteinen der HundeernÀhrung aus z.B. Milchprodukten, Eiern, Fisch und Fleisch.

Ein ausgewogen ernĂ€hrter Hund braucht keine ĂŒberteuerten NĂ€hrstoff-PĂŒlverchen.

Ich finde das argumentativ mehr als wackelig einem Stoff allein aufgrund seiner universalen Verbreitung als Grundbaustein des Körpers allerhand positive Eigenschaften anzudichten.

Ja, ohne Schwefel hat man langfristig keine gesunden Gelenke und stirbt irgendwann. Ohne Wasser, Kohlenstoff oder Calcium allerdings auch.

Da also auch hier die Faktenlage zur Wirkung nicht eindeutig zu sein scheint, dĂŒrfen auch zu MSM offiziell keine gesundheitsbezogenen Werbeversprechen an uns Verbraucher gerichtet werden.

Aber auch hier scheinen in handelsĂŒblichen Dosierungen keine Nebenwirkungen bekannt zu sein , so dass jeder fĂŒr sich selbst nach RĂŒcksprache mit dem Tierarzt entscheiden kann, ob er die Wirkung am eignen Hund testen möchte.

Bitte beachten:

Momentan ist ein kurioses und höchst gefĂ€hrliches““Wundermittel““ mit der Ă€hnlichen Bezeichnung MMS im Umlauf. Bei““Miracle Mineral Supplement/Solution““ handelt es sich tatsĂ€chlich einfach nur um gestreckte Chlorbleiche, deren Genuss zu schwerwiegenden gesundheitlichen Auswirkungen bei Mensch und Hund fĂŒhren kann! Finger weg!

HyaluronsÀure ist ein wichtiger Bestandteil von Bindegeweben und Gelenkknorpel.

Chemisch gesehen handelt es sich um langkettige Polymere aus ZuckermolekĂŒlen . Die HyaluronsĂ€ure ist in der Lage viel Wasser zu binden und damit besonders interessante mechanische Eigenschaften zu gewinnen.

Denn HyaluronsÀure ist elastisch, druckbestÀndig und ein gutes Schmiermittel.

HyaluronsĂ€ure in FertigprĂ€paraten entstammt zumeist tierischen Quellen, alternativ wird gelegentlich auch „vegane HyaluronsĂ€ure“ aus gentechnisch verĂ€nderten Bakterienkulturen angeboten.

In der Kosmetik soll die Ă€ußerliche Anwendung ĂŒber Hautcremes die Haut elastischer und praller machen.

In der Humanmedizin wird HyaluronsĂ€ure als““StoßdĂ€mpfer““ direkt in arthrosegeschĂ€digte Gelenke gespritzt, um dort die Reibung zwischen den Knochenenden zu mindern. Aber auch hier ist die langfristige Wirksamkeit dieser Methode umstritten.

Als NahrungsergĂ€nzungsmittel fĂŒr Hunde soll HyaluronsĂ€ure die Gelenkfunktion unterstĂŒtzen.

Allerdings ist hier bekannt, dass HyaluronsĂ€ure wĂ€hrend der Verdauung in kleinere Kettensegmente aufgebrochen wird und dabei natĂŒrlich einen teil seiner nĂŒtzlichen chemischen Eigenschaften verliert.

Und ob oral verabreichte HyaluronsÀure einen positive Wirkung auf die Gelenkbeweglichkeit unseres Hundes hat, ist bislang nicht bewiesen.

Auch die HyaluronsÀure darf deshalb offiziell nicht mit Gesundheitsversprechen beworben werden.

Die neuseelĂ€ndische GrĂŒnlippmuschel ist eine Verwandte der allseits bekannten Miesmuschel.

Gleich vorweg: Die kommerzielle Kultur der GrĂŒnlippmuschel wird immer noch jedes Jahr großteils mit Nachwuchs aus WildbestĂ€nden aufgefĂŒllt. Alleine das sollte schon ausreichen, um den großflĂ€chigen Einsatz als NahrungsergĂ€nzung in Europa kritisch zu ĂŒberdenken.

Die aus der gefriergetrockneten GrĂŒnlippmuschel gewonnenen Extrakte sind reich an Glykosaminglykanen und Omega-3-FettsĂ€uren und gelten daher als förderlich fĂŒr die Gelenkgesundheit beim Hund.

Diese Wirkung ist allerdings nicht nachgewiesen und die Studienlage ist recht dĂŒnn und liefert eher widersprĂŒchliche Ergebnisse.

Und auch die QualitÀt der angebotenen Ware ist wenig transparent und schlecht nachvollziehbar.

Denn einerseits besteht wie bei praktisch allen Muscheln das Risiko einer Verunreinigung mit Algentoxinen. Zweitens weiß man meist wenig ĂŒber die Bedingungen und die ökologischen Auswirkungen des stark kommerzialisierten Kulturanbaus dieser Muscheln.

Kurkuma wird derzeit als Wundermittel fĂŒr allerhand gesundheitliche Probleme beim Hund beworben.

„Phytomedizin“ ist der letzte Schrei der alternativen Heilmethoden und gerade““alte Heilpflanzen““ lassen sich eben besser (und billiger) an uns leichtglĂ€ubige Verbraucher vermarkten als neumodische Chemie.

Das in der Wurzel der Kurkumapflanze enthaltene Curcumin soll auch die Gelenke unserer Hunde positiv beeinflussen.

Da Curcumin nur bedingt wasserlöslich und schlecht bioverfĂŒgbar ist, soll eine gemeinsame Verabreichung mit Ölen und schwarzem Pfeffer die Verdaulichkeit dieser Substanz erhöhen.

Kurkuma wird deshalb vom allem als Bestandteil von allerhand Rezepturen als „Goldene Paste“ angeboten.

Kurkuma soll einige positive Effekte auf die Gesundheit des Hundes haben. Zum einen soll es bei milden Verdauungsbeschwerden helfen, die Gallenproduktion erhöhen, Arthrose-Beschwerden lindern und schmerzstillend wirken.

Auch hier ist eine Wirkung von Kurkuma auf die Gesundheit der Gelenke unserer Hunde bislang nicht nachgewiesen.

Desweiteren sollte man beachten, dass in FertigprĂ€paraten nicht unbedingt nur die gelbe Wurzel dieser GewĂŒrzpflanze verwendet wird, sondern auch wahllos andere Pflanzenteile als „Extrakt“ oder Pulver verarbeitet werden.

Und auch ein Zusatz von allerhand verschiedener Substanzen, die die Verdaulichkeit des Curcumin erhöhen sollen, gebietet zur Vorsicht, was man dem Hund da eigentlich fĂŒttert.

Omega-3-FettsÀuren zÀhlen gemeinsam mit den Omega-6-FettsÀuren zu den essentiellen FettsÀuren in der ErnÀhrung des Hundes.

Viele der als gesundheitsförderlich geltenden Eigenschaften einer zusÀtzlichen Einnahme von Omega-3-FettsÀuren sind wissenschaftlich bei einer Einnahme durch NahrungsergÀnzungsmittel nicht nachgewiesen.

Das Zusammenspiel von Omega-3- und Omega-6-FettsĂ€uren in der ErnĂ€hrung ist recht komplex. Denn die beiden FettsĂ€uregruppen konkurrieren miteinander um bestimmte StoffwechselmolekĂŒle und können so ihre Wirksamkeit im Organismus gegenseitig beeinflussen.

Das gestaltet die Berechnung des tatsÀchlichen Bedarfs dieser FettsÀuren im Hundefutter als schwierig.

Der hauptsĂ€chliche positive Effekt von einer NahrungsergĂ€nzung mit Omega-3-FettsĂ€uren beim Hund besteht darin, dass diese FettsĂ€uren die entzĂŒndungsfördernden Eigenschaften einer zu großen Menge von Omega-6-FettsĂ€uren im Futter abmildern könnten.

Vielfach wird das umformuliert und damit geworben, dass Omega-3-FettsĂ€uren entzĂŒndungshemmend wirken wĂŒrden.

Ein Knackpunkt bleibt aber:

Omega-3-FettsÀuren finden sich im Gegensatz zu Omega-6-FettsÀuren vor allem in hochwertigeren Nahrungsmitteln, zu denen insbesondere mit Fertigfutter ernÀhrte Hunde seltener Zugang haben.

Denn kaum ein Trocken- oder Nassfutter enthÀlt natives Raps-, Walnuss- oder Leinöl. Und auch fettreicher Seefisch steht eher selten auf dem Speiseplan.

Man muss im Zweifelsfall davon ausgehen, dass der Bedarf unserer Hunde an Omega-3-FettsÀurenbei der Berechnung von Hundefutter-Rezepturen oft zu niedrig angesetzt wird. Hier kann man mit Futterölen nachhelfen.

Kollagen ist ein außerhalb von Zellen eingelagertes Strukturprotein. Kollagen ist druckfest und dennoch in einem gewissen Maß flexibel.

Ein Großteil des Proteins im hĂŒndischen Körper liegt in Form von Kollagen vor.

Denn Kollagen findet man in Knochen, Knorpel, BĂ€ndern, Sehnen und natĂŒrlich in den unteren Schichten der Haut.

Bricht man die langen Ketten des Kollagen gewaltsam auf, gewinnt man kĂŒrzere Kollagen-Peptide bzw. Kollagen-Hydrolysate.

Allseits bekannt ist hierbei die Gelatine, die durch ihre wasserspeichernden Eigenschaften in der KĂŒche von Omnivoren eingesetzt wird. Und als Zusatzstoff in kosmetischen Hautcremes soll Kollagen die Hautalterung abmildern.

Kollagen-Hydrolysate werden außerdem zur NahrungsergĂ€nzung bei Gelenkbeschwerden vor allem deshalb empfohlen, weil sie als Grundbausteine beim Wiederaufbau beschĂ€digter Gelenkstrukturen helfen sollen.

Und tatsĂ€chlich gibt es Hinweise darauf, dass Kollagen-Peptide nicht nur den Gelenkverschließ abmindern, sondern auch die Neubildung von Knorpel anregen könnten.

Da allerdings auch hier nur wenige aussagekrÀftige Studien zu finden sind, die einen Zusammenhang zwischen Gelenkgesundheit und der Einnahme von Kollagen-Peptiden belegen könnten, bleibt die tatsÀchliche Wirkweise weiterhin unklar.

Es ist also unmöglich sich faktenbasiert fĂŒr oder gegen eine Therapieempfehlung auszusprechen.

In der Arthrosemedizin werden einige HeilkrÀuter eingesetzt, von den man sich eine positive Wirkung auf die Gelenke beim Hund erhofft.

Darunter zÀhlen z.B. Acker-Schachtelhalm, Hagebutte, Weihrauch/Boswellia, Weidenrinde, Arnika oder Wacholder.

Allen gemeinsam ist eine zugeschriebene schmerzlindernde Wirkung beim Einsatz als Tee, Pulver oder Ă€ußerlicher Wickel.

Das wohl bekannteste Pflanze beim Hund ist wohl die Teufelskralle.

Es gibt einige Pflanzen, die den Trivialnamen „Teufelskralle“ tragen.Als Heilpflanze bei Gelenkbeschwerden ist ausschließlich die Afrikanische Teufelskralle (Harpagophytum procumbens) gemeint.

Eingesetzt wird die getrocknete Wurzel der Teufelskralle dabei u.a. als traditionelle Heilpflanze zur Linderung von leichten Gelenkschmerzen .

Auch hier gibt es keine wissenschaftlich eindeutig belegte Wirksamkeit bei Gelenkbeschwerden, weder beim Menschen noch fĂŒr unsere Hunde.

Wer dieses PrÀparat dennoch einsetzen möchte sollte bitte beachten, dass die BestÀnde der Teufelskrallen-Pflanzen in ihren HeimatlÀndern stark bedroht sind.

Ich halte es nicht fĂŒr besonders nachhaltig, umweltfreundlich oder sanft durch unseren egoistischen Bedarf an““natĂŒrlichen Heilmitteln““ ganze Pflanzenarten auszurotten, oder?

Vitamine gelten allgemeinhin als „gesund“. Denn Vitamine zĂ€hlen zu den essentiellen Nahrungsbestandteilen, ohne die der Körper des Hundes nicht funktionieren kann.

Und auch vitaminĂ€hnliche Substanzen wie z.B. das CoEnzym 10 kennt jeder aus der Werbung fĂŒr Anti-Aging-Hautcremes.

Vitamin E soll den Gelenkverschleiß aufhalten. Vitamin C gilt als Gesundheits-Booster schlechthin. Und Vitamin D -Mangel ist schĂ€dlich fĂŒr das Gelenkwachstum.

Da liegt es auf der Hand durch ein Extra an Vitaminen eine positive Wirkung auf den Gelenkapparat zu vermuten, oder?

Nicht so wirklich.

Die Wirkung“ von Vitaminen in NahrungsergĂ€nzungsmitteln fĂŒr die Gelenke beim Hund bezieht sich meist auf eine Verhinderung von Mangelerkrankungen.

Der Vitaminbedarf wird bei einer ausgewogenen guten HundeernĂ€hrung aber bereits ĂŒber eine gesunden ErnĂ€hrung gedeckt.

Wenn man bei seinem Hund einen gesteigerten Vitaminbedarf und eine mögliche Unterversorgung mit Vitaminen vermutet, sollte man also zunĂ€chst die ErnĂ€hrung des Hundes ĂŒberdenken.

Das ist sinnvoller als ein wahlloser Einsatz von allerhand ZusatzpĂŒlverchen im Futter.

Dennoch wird immer wieder in den Raum gestellt, dass der Einsatz von hochdosierten VitaminprÀparaten einen Effekt auf die Gelenke haben könnten.

Hier sollte man sich mit dem behandelnden Tierarzt kurzschließen und die „Vitaminkur“ nicht auf eigene Faust angehen.

Denn eine chronische Überversorgung mit Vitaminen kann mitunter genau so viel Schaden anrichten wie ein Vitaminmangel .

Man muss mitunter auch davon ausgehen, dass Vitamine vor allem deshalb mit in den Rezepturen von Fertigmischungen fĂŒr die Gelenke aufgefĂŒhrt werden, weil wir Hundehalter das prĂ€ferieren .Vitamine klingen eben so herrlich gesund.

Und ganz findige Marketingexperten nutzen den Trick, dass Vitamine im Gegensatz zu anderen Inhaltsstoffen eben mit eindeutigen gesundheitsbezogenen Angaben beworben werben dĂŒrfen.

Ein bisschen Vitamin in der Fertigmischung bieten also ein rechtliches HintertĂŒrchen, um suggestive Heilsversprechen auf die Produktverpackung drucken zu dĂŒrfen.

Auch viele Mineralstoffe und Spurenelemente gelten als förderlich fĂŒr die Gelenke.

Eine besonders calciumreiche ErnĂ€hrung sorgt primĂ€r fĂŒr schmerzhaften Knochenkot und nicht fĂŒr eine höhere Knochendichte.

Selen-Mangel fĂŒhrt zu Knorpelabbau. SelenĂŒ-Überversorgung erhöht das Diabetes-Risiko und kann toxisch wirken.

Zink-Mangel soll mit Arthrose in Zusammenhang stehen. Zink ist allerdings reichlich in der ErnÀhrung des Hundes zu finden und ist in Leber und Rindfleisch zu finden.

Hier ist die Argumentation fĂŒr eine kĂŒnstliche Anreicherung der ErnĂ€hrung mit Mineralstoffen fĂŒr die Gelenke aber oft schwer nachvollziehbar und gleicht manchmal einer naiven MilchmĂ€dchenlogik.

Denn natĂŒrlich fĂŒhrt ein Mangel an Mineralstoffen zu gesundheitlichen Problemen.

Deshalb ernÀhrt man seinen Hund ja auch gut, damit er alles hat, was er zum Wachstum und gesunden Leben braucht.

Eine ÜberfĂŒtterung mit Mineralstoffen kann zu schwerwiegenden Nebenwirkungen fĂŒhren und sorgt keinesfalls fĂŒr eine StĂ€rkung der betroffenen Gewebe.

Auch hier sollte man wohlgemeinte hochdosierte langfristige Gaben bitte unbedingt vom Tierarzt absegnen lassen.

Tipps zum Erhalt der Gelenkgesundheit beim Hund

Wer sich Gedanken ĂŒber die Gelenke seines Hundes macht, sollte nicht bei der Auswahl von vernĂŒnftigen NahrungsergĂ€nzungsmitteln aufgören.

Auch das richtige Management und Bewegungspensum tragen in hohem Maße zur Gelenkgesundheit bei:

  • In Bewegung bleiben. Wer rastet, der rostet. Aber nicht ĂŒbertreiben.
  • Harte Stopps und Wendungen vermeiden. Ballspiele und senkrechte SprĂŒnge sind Gift fĂŒr die Gelenke.
  • UnfĂ€lle vermeiden. Auch ein Action-Junkie muss manchmal zur Vernunft ermahnt werden.
  • Auf eine gute Figur achten. Übergewicht ist auch beim Hund eine der Hauptursachen fĂŒr frĂŒhzeitigen Gelenkverschleiß.
  • Gezielter Muskelaufbau kann kaputte Gelenke entlasten. Dein Physiotherapeut hilft Dir bei der Auswahl guter Übungen.
  • Achte auf eine ausgewogene ErnĂ€hrung. Ein gut ernĂ€hrter Hund braucht keine FuttermittelzusĂ€tze.
  • Biete eine geeignete Liegemöglichkeit. Hunde mit Gelenkproblemen sollten in einem orthopĂ€dischen Hundebett gelenkschonend liegen dĂŒrfen.
  • Geh regelmĂ€ĂŸig zum Tierarzt. Schmerzhafte Gelenkerkrankungen sollten bestmöglich therapiert werden, um den Verlauf begleitend zu unterstĂŒtzen und Deinem Hund eine lange schmerzfreie MobilitĂ€t zu ermöglichen.

Spielt die Darreichungsform der NahrungsergÀnzung eine Rolle?

NahrungsergÀnzungsmittel werden in verschiedenen Darreichungsformen angeboten.

FlĂŒssigkeiten lassen sich meist nur direkt im Futter stressfrei an den Hund verabreichen. Und da hĂ€ngt es natĂŒrlich vom Geschmack und der FĂŒtterungsform ab, wie gut man die flĂŒssige nahrungsergĂ€nzung untermischen kann.

NahrungsergĂ€nzung in Pulverform bietet sich insbesondere fĂŒr Mehrhundehaushalte an, da man jede Portion individuell anpassen kann.

Tabletten sollte man stressfrei verabreichen können, sonst macht NahrungsergĂ€nzung mehr Stress als Spaß. Viele Hersteller haben auf diese Not reagiert und verkaufen ihre Tabletten deshalb in Form von Hundeleckerchen mit vertrĂ€glichen und schmackhaften Rezepturen.

Wie bemisst man den Erfolg von NahrungsergĂ€nzungsmitteln fĂŒr die Gelenke beim Hund?

Das ist ein sehr schwieriges Thema:

Man kann nur subjektiv einschÀtzen, ob die LebensqualitÀt des Hundes sich durch die NahrungsergÀnzung verbessert.

Die Einstufung von Hunde-NahrungsergĂ€nzungsmitteln fĂŒr die Gelenke und der bisherige Kenntnisstand sind eindeutig:

NahrungsergÀnzungsmittel zÀhlen zu den Lebensmitteln und sind aufgrund nicht nachgewiesener Wirksamkeit aus gutem Grund nicht als Arzneimittel zugelassen.

Ein etwas kritischerer Umgang mit der Nahrungsmittel-Industrie tÀte uns allen nicht verkehrt.

Dennoch schwören viele Menschen auf einen positiven Effekt auf ihren Hund. Wieder andere können keinen Effekt beobachten.

Hier können weder Du noch ich von außen nachvollziehen, ob hier nur ein Placebo-Effekt, ein individuelles Wunschdenken oder ohnehin auftretende Schwankungen im natĂŒrlichen Krankheitsverlauf beobachtet werden.

Viele Laute bewegen ihren gelenkkranken Hund wieder etwas mehr, sobald er Supplemente fĂŒr die Gelenke erhĂ€lt. Vielleicht ist das oft der tatsĂ€chliche Grund fĂŒr die zurĂŒckgewonnene Lebensfreude des Vierbeiners.

Familienspaziergang mit Hund

Manchmal fĂŒhlt es sich eben auch schon gut an einem leidenden Hund irgendwie helfen zu wollen und nicht nur machtlos der schwindenden MobilitĂ€t seines alternden Lieblings zuschauen zu mĂŒssen.

Da man aber in den wenigsten FĂ€llen von unerwĂŒnschten Nebenwirkungen ausgehen muss, kann man in Absprache mit dem behandelnden Tierarzt einen Selbstversuch wagen.

Bitte handle mit gesundem Menschenverstand immer im Sinne Deines Tieres: Ein kranker Hund gehört zum Tierarzt! Du findest hier lediglich allgemeine Informationen ĂŒber Beschwerden und Symptome. Du findest hier weder Ersatz fĂŒr eine individuelle tierĂ€rztliche Beratung noch Therapieempfehlungen. Die hier prĂ€sentierten Produkte oder Aussagen sind nicht geeignet klinische Krankheitsbilder vorzubeugen, zu diagnostizieren oder zu behandeln.

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