Welche Lebensmittel dürfen Hunde essen?

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Was dürfen Hunde essen? Welche Lebensmittel sind gut für die Ergänzung des Speiseplans und Abwechslung im Napf geeignet? Und welche Lebensmittel sind giftig für Hunde?

Hier findest Du einen schnellen Überblick darüber, welche Lebensmittel für Hunde genießbar sind.

Bedenke aber, dass ich natürlich nur aufzählen kann, was für die Mehrheit der Hunde als sicher gilt. Individuelle Hunde können natürlich verschiedene Geschmäcker, aber auch individuelle Allergien und Unverträglichkeiten haben! Und nur weil ein Hund etwas essen kann, bedeutet das nicht, dass er unbedingt sollte.

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Essensreste & Menschennahrung
Milchprodukte & andere tierische Produkte
Nüsse
Was dürfen Hunde essen?
OK
Jein
NEIN

Dürfen Hunde Ananas essen?

Ja. Hunde dürfen Ananas essen.

Beachte aber, dass Du nur das Fruchtfleisch der reifen Ananas verfüttern darfst und Ananas viel Säure und Zucker enthalten.

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Dürfen Hunde Apfel essen?

Ja. Hunde dürfen Apfel essen.

Das Fruchtfleisch reifer Äpfel ist bei vielen Hunden sehr beliebt und wird gern gegessen. Gehäuse und Apfelkerne sollten nicht verfüttert werden.

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Dürfen Hunde Artischocken essen?

Ja. Hunde dürfen Artischocken essen.

Die weichen Teile der Artischocke sind für den Hund genießbar. Artischocken enthalten u.a. den Ballaststoff Inulin und mehrfach ungesättigte Omega-6-Fettsäuren.

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Dürfen Hunde Aubergine essen?

Ja. Hunde dürfen Aubergine essen.

Auberginen sind Nachtschattengewächse, aber handelsübliche Sorten enthalten nur noch wenig Bitterstoffe und Alkaloide. Aubergine aus dem Supermarkt kann daher auch roh und mit Schale verfüttert werden, ist allerdings nur bei wenigen Hunden beliebt.

Auf die Verfütterung von Strunk und Blattgrün sollte allerdings verzichtet werden.

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Dürfen Hunde Avocado essen?

Nein. Avocado könnte giftig sein.

Das in der Avocado enthaltene Persin ist giftig für viele Tierarten. Obwohl Avocado auch für den Hund als bedenklich gilt, gibt es dafür allerdings bislang keinerlei aussagekräftige Quellen.

Man füttert Avocado also vor allem nicht an Hunde, um auf Nummer sicher zu gehen.

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Dürfen Hunde Bananen essen?

Ja. Hunde dürfen Bananen essen.

Bananen eignen sich hervorragend als Zutat bei der Füllung von Futterspielzeug und Schleckmatten.

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Dürfen Hunde Birne essen?

Ja. Hunde dürfen Birne essen.

Birnen sind durch den geringen Gehalt an Fruchtsäure leicht bekömmlich, können aber durch den hohen Zuckeranteil in großen Mengen zu Durchfall und Blähungen führen.

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Dürfen Hunde Blatt Blattsalat essen?

Ja. Hunde dürfen Salat essen.

Hunde dürfen Rucola, Feldsalat, Radicchio, Schnittsalate, Kopfsalate und Pflücksalate, Portulak und Postelein essen. Allerdings bietet Blattgemüse wenig Mehrwert und sollte wegen des teilweise hohen Nitratgehalts nur maßvoll gefüttert werden.

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Dürfen Hunde Blaubeeren und Heidelbeeren essen?

Ja. Hunde dürfen Blaubeeren und Heidelbeeren essen.

Frische Beeren sind bei Hunden sehr beliebt und die sauren Heidel- bzw. Blaubeeren enthalten viele Vitamine.

Dürfen Hunde Brombeeren essen?

Ja. Hunde dürfen Brombeeren essen.

Brombeeren werden von vielen Hunden gemacht und sogar selbst vom Strauch geerntet. Brombeeren sorgen für Abwechslung im Napf und sind als gelegentliche Nascherei wunderbar geeignet.

Dürfen Hunde Brot essen?

Jein. Brot wird i.d.R. gut vertragen, sollte aber nicht absichtlich in großen Mengen verfüttert werden.

Generationen von Arbeitshunden bekamen im letzten Jahrhundert eingeweichte Brotreste. Altes Brot ist deshalb nicht unbedingt gesund und richtig für Hunde, wird aber in der Regel gut vertragen und gern geknuspert. Verträgt der Hund kein Getreide/Gluten oder reagiert auf Kohlehydrate mit Blähungen, sollte man natürlich verzichten. Auch frischer Hefe- oder Sauerteig ist tabu.

Dürfen Hunde Drachenfrucht essen?

Ja. Hunde dürfen Drachenfrucht essen.

Das Fruchtfleisch der handelsüblichen Drachenfrucht/Pitahaya gilt als sicher für Hunde.

Dürfen Hunde Eier essen?

Ja. Hunde dürfen Eier essen.

Ei liefert bioverfügbares Protein und kann roh oder gekocht mit Schale gegeben werden. Natürlich kann rohes Ei Salmonellen enthalten. Ernährungs-Hobbyisten im Internet raten dazu nur das Eigelb zu verfüttern, da das Avidin im Eiweiß die Verfügbarkeit des Biotin im Eigelb mindert. Ich halte das für eine übertriebene Warnung, sofern der Hund das Ei nicht spezifisch wegen eines Biotin-Mangels bekommen soll.

Dürfen Hunde Endivie und Chicorée essen?

Ja. Hunde dürfen Endivie und Chicorée essen.

Die Kulturformen der „Gemeinen Wegwarte“ enthalten Bitterstoffe, die appetitanregend wirken sollen, allerdings bei Hunden wenig beliebt sind. Da auch diese Blattgemüse eine hohe Nitratbelastung aufweisen können, sollte man sie nicht regelmäßig verfüttern.

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Dürfen Hunde Erdbeeren essen?

Ja. Hunde dürfen Erdbeeren essen.

Erdbeeren sind eine leckere Nascherei, die von vielen Hunden gern als Snack angenommen werden.

Dürfen Hunde Erdnuss und Erdnussbutter essen?

Weiches Jein. Hunde dürfen kleine Mengen Erdnuss essen und Erdnussbutter ist eine der beliebtesten Füllungen für Snackspielzeuge aller Art.

Aber erst testen und nur Erdnussbutter ohne künstliche Süßstoffe verwenden!

Erdnüsse zählen botanisch zu den Hülsenfrüchten. Sie stehen im Verdacht bei einigen Hunden Probleme mit Herz, Nieren, Allergien und Krampfanfällen auszulösen. Allerdings weiß man wenig über die genauen Auslöser oder ob statt der Erdnuss Pestizid- oder Schimmelrückstände verantwortlich sind.

Erdnussbutter ist sehr beliebt, sollte aber aufgrund des hohen Fettgehalts in kleinen Mengen verfüttert werden. Der Zucker in handelsüblichen Sorten ist nicht gesund, aber in Kleinstmengen kein Drama. Ganz anders sieht das bei künstlichen Süßstoffen aus, Xylit/Birkenzucker ist toxisch für Hunde!

Dürfen Hunde Feigen und Datteln essen?

Ja. Hunde dürfen Feigen und Datteln essen.

Feigen und Datteln sind reich an Nährstoffen, wirken allerdings abführend (die Naturheilkundler würden ‚darmreinigend‘ sagen). Der hohen Zuckergehalt macht Trockenfrüchte für den Hund sehr attraktiv, ist allerdings in großen Mengen ungesund.

Dürfen Hunde Fisch essen?

Ja. Hunde dürfen Fisch essen.

Grundlegend dürfen Hunde Fisch essen. Fischöle und fettiger Seefisch gelten als gute Quelle für mehrfach ungesättigte Omega-3-Fettsäuren, und viele Hunde lieben Trockenfisch oder Sardinen aus der Konserve als Snack an besonderen Festtagen.

Fisch ergänzt den Speiseplan, sollte aber mit Bedacht gefüttert werden. Denn Fangmethoden und Überfischung sorgen vielfach für ökologische Probleme.

Beim WWF-Fischratgeber kannst Du prüfen, welchen Fisch Du mit gutem Gewissen verfüttern kannst.

Dürfen Hunde Fenchel essen?

Ja. Hunde dürfen Fenchel essen.

Fenchel gilt in der Naturheilkunde als beruhigend für Magen-Darm, als Schleimlöser und Hustenmittel. Auch Hunde dürfen Fenchel , Fenchelhonig, Fenchelsamen und Fencheltee bekommen.

Fenchelsamen sollten durch den hohen Gehalt an womöglich krebsauslösenden ätherischen Ölen nur maßvoll und nicht als dauerhafte Kur eingesetzt werden.

Die Warnung Fenchel könne epileptische Anfälle auslösen bezieht sich auf den Einsatz von ätherischen Ölen des Fenchels und des wilden Bitterfenchels, nicht auf den maßvollen Einsatz von Fenchel in der Ernährung.

Dürfen Hunde Gurken essen?

Ja. Hunde dürfen Gurken essen.

Gurken bestehen hauptsächlich aus Wasser, werden aber von vielen Hunden sehr gerne angenommen.

Dürfen Hunde Holunder essen?

Jein. Nur gekocht oder als Trockenpräparat.

Rohe Holunderbeeren sind schwach giftig und können auch beim Hund zu Übelkeit und Erbrechen führen.

Dürfen Hunde Getreide essen?

Ja. Hunde dürfen Getreide essen.

Weizen, Dinkel, Roggen, Gerste, Hafer, Reis, Mais, Hirse,… darüber scheiden sich die Geister.

Getreidefreies Fertigfutter galt lange als heilsbringend für allerhand Symptomatiken und die vermeintlich artgerechte Wahl im undurchsichtigen Dschungel an Hundefuttersorten. Andersrum gilt ein hoher Getreideanteil als Zeichen für minderwertige Rezepturen.

Neuere Erkenntnisse führten zu einer Warnung der amerikanischen Food and Drug Administration (FDA), dass neumodische Futtersorten, darunter auch getreidefreie Alleinfutter, mit der Entstehung von Herzkrankheiten beim Hund in Zusammenhang stehen.

Grundlegend können Hunde Getreide essen und sogar zu Teilen verwerten. Anders sieht das aus bei Hunden mit Futtermittelallergie und Glutenunverträglichkeit, die aber sehr viel seltener ist als oftmals behauptet.

Einen wirklich guten Artikel über Getreide in der Hundeernährung findest Du bei Clean Feeding.

Dürfen Hunde Granatapfel essen?

Ja. Hunde dürfen Granatapfel essen.

Granatapfel gilt als sicheres Lebensmittel für Hunde und wird sogar vereinzelt als Superfood beworben.

Dürfen Hunde Hagebutten essen?

Ja. Hunde dürfen Hagebutten essen.

Hagebutten können oder roh (nach Entfernung der Nüsschen im Inneren) verzehrt werden.

Ebenfalls genießbar sind getrocknete Hagebuttenschalen, die reich an Vitaminen und Pektin sind.

Das gilt für die normale Hundshagebutte (Rosa canina), aber auch für die dickeren Früchte der ostasiatischen Kartoffel-Rose (Rosa rugosa), die vor allem in Norddeutschland und Dänemark als invasive Pflanze ganze Landschaften besiedelt.

Dürfen Hunde Himbeeren essen?

Ja. Hunde dürfen Himbeeren essen.

Himbeeren sind eine beliebte Nascherei vieler Hunde und ein Aufguss aus Himbeerblatt gilt als natürliche Hilfe bei allerhand „Frauenleiden“, die auch der Hündin rund um Läufigkeit, Trächtigkeit, Geburt und Scheinschwangerschaften dienen soll.

Dürfen Hunde Honig essen?

Ja. Honig ist abgesehen vom hohen Zuckergehalt unbedenklich.

Ab und an mal ein Löffel Honig im Futter ist nicht nur bei den Naschkatzen unter den Hunden sehr willkommen.

Natürlich ist Honig durch seinen Zuckergehalt nicht für die tägliche Fütterung geeignet.

Dürfen Hunde Hülsenfrüchte essen?

Jein. Nur gekocht und in kleinen Mengen!

Bohnen, Kichererbsen, Linsen, Sojabohnen und Lupinen enthalten Saponine sowie giftiges Phasin und andere Lektine, welche vor dem Verzehr durch lange Garzeiten zerstört werden müssen.

Erdnuss, Erbsen und unreif geerntete Zuckerschoten können in kleinen Mengen roh verzehrt werden.

Gegarte Hülsenfrüchte werden vielen Hundefuttern als pflanzliche Proteinquelle beigefügt, sind aber in der heimischen Fütterung nicht ganz unproblematisch. Denn übermäßiger Verzehr von Hülsenfrüchten führt zu schmerzhaften Blähungen.

Dürfen Hunde Kresse essen?

Ja. Hunde dürfen Kresse essen.

Frische Gartenkresse liefert Vitamine und Mineralstoffe. Der etwas scharfe Geschmack durch enthaltene Senfölglycoside ist aber nicht bei allen Hunden beliebt.

Dürfen Hunde Kohl essen?

Jein. Kohl führt zu Blähungen.

Kohlsorten wie Wirsing, Rotkohl, Grünkohl, Weißkohl oder Rosenkohl sind reich an Vitaminen, sekundären Pflanzenstoffen und geschmacksintensiven Senfölen. Pak Choi und Chinakohl sollen weniger blähend wirken als andere Sorten, allerdings sollte jeder Kohl nur in Kleinstmengen im Hundenapf landen.

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Blumenkohl, Kohlrabi und Broccoli sind ebenfalls Zuchtformen des Gemüsekohl und führen deshalb ebenso schnell zu Blähungen beim Hund.

Dürfen Hunde Mangold essen?

Ja. Hunde dürfen Mangold essen.

Mangold ist reich an Mineralstoffen und darf ab und zu roh oder gegart verfüttert werden, enthält allerdings Nitrat und Oxalsäure.

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Dürfen Hunde Pseudogetreide wie Amaranth, Buchweizen, Quinoa oder Chia essen?

Ja. Hunde dürfen Amarant, Quinoa, Buchweizen oder Chiasamen essen.

Pseudogetreide sind Pflanzen außerhalb der Familie der Süßgräser, die körnerartige Früchte produzieren, z.B. Fuchsschwanz- oder Gänsefußgewächse.

Die in den allermeisten Fällen unbegründete Sorge vor Gluten hat zu einer allgemeinen Panikmache rund um Getreide für Hunde geführt. Beliebt bei der Ernährung des Hundes sind deshalb vor allem diese glutenfreien Pseudogetreide, die teilweise hierzulande als Superfoods vermarktet werden.

Egal, was man vom Getreide im Hundefutter hält: Ja, Hunde können Buchweizen, Amarant oder Quinoa (Andenhirse/Inkareis) oder Chiasamen essen.

Dürfen Hunde Spinat essen?

Ja. Hunde dürfen Spinat essen.

Spinat ist mit Mangold verwandt und sollte ebenfalls nur in kleinen Mengen gegeben werden, da er neben Mineralstoffen auch viel Oxalsäure und Nitrat enthält.

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Tees, Küchenkräuter und Gewürze für Hunde

Ich kann hier unmöglich das ganze Gewürzregal aufzählen… Grundlegend spricht nichts dagegen ab und an eine Mahlzeit des Hundes mit einer Prise Kräuter oder Gewürze aufzuwerten. Allerdings sind Kräuter und Gewürze aufgrund ihrer Inhaltsstoffe nicht als Lebensmittel geeignet, sondern eben nur in kleinen Mengen als leckere Ergänzung oder als Randzutat beim Backen von Hundekeksen.

Ein einzelner Aufguss bzw. ein einzelner Teebeutel zur Linderung von Beschwerden geht in den meisten Fällen auch in Ordnung, zum Beispiel können Hunde Kamillentee oder Fencheltee bekommen.

Problematisch werden erst hohe Dosierungen und dauerhafte Anwendungen.

Achtung!
Die Inhaltsstoffe in vielen Kräutern und Gewürzen können in dauerhaft hohen Dosierungen gesundheitsschädlich, berauschend oder krampfauslösend wirken. In der Tiernaturheilkunde werden viele Wirkungen von Arzneipflanzen beschrieben, jedoch gibt es vielfach wenig belegbare Nachweise für Wirksamkeiten einzelner Pflanzenteile oder keine entsprechende Dosierungsanleitung.

Vom Einsatz reiner ätherischer Öle beim Hund rate ich aufgrund der Risiken grundsätzlich ab!

Dürfen Hunde Anis essen?

Jein. Nur in kleinen Mengen.

Anis wird in der Tiernaturheilkunde für ein breites Spektrum an Beschwerden eingesetzt, wirkt allerdings u.U. berauschend in in großen Mengen sogar gesundheitsschädlich.

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Dürfen Hunde Basilikum essen?

Jein. Nur in kleinen Mengen.

Dürfen Hunde Dill essen?

Jein. Nur in kleinen Mengen.

Dürfen Hunde Estragon essen?

Jein. Nur in kleinen Mengen.

Dürfen Hunde Ingwer essen?

Jein. Nur kurweise in kleinen Mengen.

Ingwer ist eine dieser Gewürzpflanzen, die als hilfreich bei so ziemlich allen Krankheiten angepriesen werden.

Die enthaltenen Bitterstoffe Bitterstoffe Shogaole und Gingerole gelten v.a. bei Gelenkbeschwerden im frühen Stadium als evtl. hilfreich. Und in extrem hochdosierten Daueranwendungen soll Ingwer zu Gerinnungsstörungen führen. Aussagen zu Wirkungen und Risiken sind aber oft maßlos übertrieben.

Tatsache ist, dass Ingwer sehr scharf ist und in zu hohen Dosen zu Sodbrennen und Durchfall führt.

Dürfen Hunde Kamille essen?

Jein. Nur in kleinen Mengen.

Dürfen Hunde Kerbel essen?

Jein. Nur in kleinen Mengen.

Dürfen Hunde Majoran essen?

Jein. Nur in kleinen Mengen.

Dürfen Hunde Oregano essen?

Jein. Nur in kleinen Mengen.

Dürfen Hunde Petersilie essen?

Jein. Keinesfalls bei trächtigen Hündinnen!

Die frischen Blätter sowie Petersilienwurzel und getrockenete Samen enthalten Apiol. Petersilienöl und Petersiliensud gelten als harnabführend und können in höheren Dosierungen zu einem Schwangerschaftsabbruch führen.

Finger weg bei trächtigen Hündinnen!

Dürfen Hunde Rosmarin essen?

Jein. Nur in kleinen Mengen.

Das ätherische Öl im Rosmarin gilt als krampfauslösend, sollte daher v.a. bei Hunden mit Epilepsie gemieden werden.

Dürfen Hunde Salbei essen?

Jein. Nur in kleinen Mengen.

Das ätherische Öl im Salbei gilt ebenfalls als krampfauslösend und sollte daher auch bei Hunden mit Epilepsie gemieden werden.

Dürfen Hunde Thymian essen?

Jein. Nur in kleinen Mengen.

Dürfen Hunde Zimt essen?

Jein. Nur in kleinen Mengen.

Zimt enthält einige Stoffe, die in höheren Dosierungen gesundheitsschädlich für den Hund sind, u.a. den Gerinnungshemmer Cumarin und betäubend wirkendes Eugenol. Zudem ist Zimtpulver pur zu geschmacksintensiv für Hunde. Als Prise in Hundekeksen lieben viele Hunde Zimt genau wie wir.

Dürfen Hunde Zwiebeln, Knoblauch und andere Lauchgewächse essen?

Jein. Lauchgewächse führen zu Blähungen und enthalten für Hunde giftige Schwefelverbindungen.

Schnittlauch und Bärlauch gehören wie die Knoblauch, Lauch, Küchenzwiebel oder Frühlingszwiebel zu den Lauchgewächsen.

Abgesehen davon, dass große Mengen von Lauch zu Blähungen führen und daher ohnehin nicht absichtlich verabreicht werden, sorgte eine Studie aus dem Jahr 2005[4] für Sorge unter Hundehaltern. Denn verschiedene Lauchgewächse enthalten Schwefelverbindungen, die zu Blutarmut bis hin zum Tod führen können. Allerdings müsste man dafür absichtlich absurde Mengen verfüttern.

Als Referenz in der Studie wurden für Zwiebeln Effekte ab 15-30 g/kg Körpergewicht und eine Nahrungsmittelvergiftung ab einem Verzehr von mehr als 0,5 % des Körpergewichts angegeben.

Gerade Knoblauch gilt auch weiterhin als gesund und wird von vielen Hundehaltern als natürliches Zeckenmittel eingesetzt. Und das ist kurweise in moderaten Dosierungen auch weiterhin unproblematisch.

Bei einem Versuch bekamen Hunde das Äquivalent von 5 g ganzem Knoblauch/kg Körpermasse einmal täglich für 7 Tage. Diese Hunde zeigten zwar auch Auffälligkeiten im Blutbild, bildeten jedoch keine hämolytische Anämie aus [8].

Dürfen Hunde Gewürznelken essen?

Nein. Hunde sollten Gewürznelken nicht essen.

Gewürznelken enthalten recht viel Eugenol. Dieser Inhaltsstoff sorgt einerseits für den scharfen Geschmack, wirkt aber u.a. in hohen Dosierungen betäubend.

Dürfen Hunde Muskatnuss essen?

Nein. Muskat enthält für Hunde giftige Substanzen

Muskatnuss und -samenmantel (Muskatblüte,Macis) enthalten einen hohen Gehalt an ätherischem Öl mit den Inhaltsstoffen Myristicin, Safrol und Elemicin, die vermutlich bei dauerhafter Gabe erbgutverändernd und akut als halluzinogene Rauschmittel wirken.

Dürfen Hunde Pfeffer essen?

Nein. Hunde sollten keinen Pfeffer bekommen.

Pfeffer ist für die feinen Sinne unserer Hunde viel zu intensiv!

Dürfen Hunde Salz essen?

Nein. Hundefutter sollte nicht gesalzen werden.

Salz ist lebensnotwendig und grundlegend nicht giftig. Salz ist aber i.d.R. bereits in ausreichenden Mengen im normalen Futter enthalten.

Eine Prise, eine Pommes oder ein Kartoffelchip sind kein Problem. Aber bei Überdosierung (mein allererster Hund hatte vor vielen Jahren mal die schlaue Idee Salzteigfiguren zu essen, so dass ich die halbe Nacht mit dem tierärztlichen Notdienst in Verbindung war) kann Salz vor allem bei Hunden mit Herz- und Nierenleiden zu lebensgefährlichen Krampfanfällen, Herzrasen oder Erbrechen führen.

Dürfen Hunde Zucker essen?

Nein. Zu viel Zucker führt auch beim Hund zu Übergwicht, Diabetes oder Karies.

Ganz besonders vorsichtig sein muss man mit künstlichen Süßstoffen. Diese führen nicht selten zu Durchfall und Blähungen.

Achtung!
Xylit/Birkenzucker ist hochgradig giftig für Hunde und führt u.a. zu einem Abfall des Blutzuckerspiegels, Gerinnungsstörungen und Leberversagen.

Dürfen Hunde Kurkuma essen?

Ja. Hunde dürfen Kurkuma essen.

Das Curcumin im Kurkuma soll gegen Gelenkbeschwerden, Krebs, Demenz, Diabetes und allerhand andere Erkrankungen beim Hund helfen. Curcumin ist allerdings schlecht wasserlöslich und wird oft gemeinsam mit Ölen und schwarzem Pfeffer als „Goldene Paste“ vermarktet.

Die Wirksamkeit von Kurkuma ist allerdings weiterhin fraglich und die Verbraucherzentrale warnt vor falschen Health Claims.

Dürfen Hunde Süßigkeiten essen?

Nein. Süßigkeiten enthalten zu viel Zucker und u.U. gesundheitsschädliche Süßstoffe.

Die Fütterung von Süßigkeiten an Hunde kann man nicht mit gutem Gewissen empfehlen. Allerdings muss man trotzdem die Kirche im Dorf lassen: Nicht jede Süßspeise ist akut gefährlich für Hunde.

Einzelne Gummibärchen, Teile von Keksen und Backwaren, kleine Mengen an gesüßtem Pudding oder Eis werden von vielen Hunden ganz unproblematisch vertragen.

Unbedingt achten muss man auf die verwendeten Süßstoffe: Xylit/Birkenzucker ist in vielen Süßigkeiten und Zahnpflegekaugummis enthalten und sehr giftig für Hunde!

Dürfen Hunde Schokolade essen?

Nein. Theobromin in Schokolade ist giftig für Hunde.

Theobromin wirkt anregend auf das Nervensystem. Hunden fehlt im Gegensatz zu uns ein Enzym, das am Abbau von Theobromin beteiligt ist.

Vollmilchschokolade enthält nur wenig Theobromin, dafür unglaublich viel Zucker. Gefährlich hingegen sind dunkle Schokoladensorten und echtes Kakaopulver.

Bei Wikipedia gibt es einen Artikel über Theobrominvergiftung.

Dürfen Hunde Lakritze essen?

Nein. Hunde sollten kein Lakritz bekommen!

Die meisten Lakritzprodukte im Supermarkt bestehen hauptsächlich aus Zucker. Echtes Lakritz enthält Glycyrrhizin. Dieser Stoff kann in großen Mengen den Elektrolythaushalt beeinflussen.

Salziges Lakritz ist durch den hohen Salmiakgehalt ebenfalls gänzlich ungeeignet für Hunde.

Dürfen Hunde Cashewkerne essen?

Ja. Hunde dürfen Cashewkerne essen.

Cashewkerne sind ein beliebter Snack bei Hunden, sind aber wie alle Nüsse zu fettreich für eine regelmäßige Gabe.

Dürfen Hunde Haselnüsse essen?

Ja. Hunde dürfen Haselnüsse essen.

Haselnüsse werden von den meisten Hunden gut vertragen. Bei Hunden, die zum schlingen neigen empfiehlt es sich Nüsse zu zerkleinern.

Und natürlich enthalten Haselnüsse viel Fett und sollten nur in Maßen verfüttert werden.

Dürfen Hunde Kokosnuss essen?

Ja. Hunde dürfen Kokosnuss essen.

Ich meine damit selbstverständlich keine ganze ungeschälte Kokosnuss.

Kokosraspel und Kokosfleisch sind nicht nur lecker, sie gelten als natürliches Entwurmungsmittel (zu gut, um in allen Fällen wahr zu sein).

Auch Kokosmilch und Kokosfett verträgt der Hund in Maßen. Und Kokosöl gilt trotz seines hohen Gehalts an gesättigten Fettsäuren bekanntermaßen als Wunderwaffe für die Gesundheit des Hundes (ebenfalls zu gut, um uneingeschränkt wahr zu sein).

Dürfen Hunde Mandeln essen?

Ja. Hunde dürfen (Süß)Mandeln essen.

Süße Mandeln sind für Hunde genießbar. Eins der großen amerikanischen Hundegesundheitsportale (PetMD) warnt vor Mandeln, da der hohe Fettgehalt langfristig zu Pankreatitis führen könne und durch den Verzehr der ganzen Nuss ein gewisses Erstickungsrisko besteht.

Da diese Punkte allerdings für alle Nüsse gelten, verstehe ich nicht so recht, warum auch hierzulande viele Infoseiten voneinander abschreiben, dass Mandeln gefährlicher wären als andere Nüsse.

Anders sieht das aus bei Bittermandeln, die von einzelnen Zuchtvarietäten des Mandelbaums produziert werden und sich äußerlich nicht von Süßmandeln unterscheiden lassen!
Unbehandelte Bittermandeln enthalten Amygdalin und können zu einer tödlich verlaufenden Blausäurevergiftung bei Mensch und Hund führen.

Dürfen Hunde Maronen essen?

Ja. Maronen sind für Hunde genießbar.

Die vergleichsweise fettarmen Früchte der Esskastanien können (im Gegensatz zu den Früchten der Edelkastanie) vom Hund verzehrt werden und gelten als leckerer Snack.

Dürfen Hunde Pekannuss essen?

Ja. Hunde dürfen Pekannüsse essen.

Pekannüsse sind eng verwandt mit Walnüssen und sind ebenfalls genießbar für Hunde.

Dürfen Hunde Paranuss essen?

Ja. Hunde dürfen Paranüsse essen.

Paranuss ist sehr fettreich und sollte aufgrund ihrer Größe nur zerkleinert verfüttert werden.

Dürfen Hunde Pinienkerne essen?

Ja. Hunde dürfen Pinienkerne essen.

Wenn Du ein paar Pinienkerne übrig hast, kannst Du diese problemlos an Deinen Hund verfüttern.

Dürfen Hunde Pistazien essen?

Ja. Hunde dürfen Pistazien ohne Schale essen.

Klar, die Schale muss man entfernen, dann sind Pistazien eine gern angenommene Nascherei. Vorsicht, durch falsche Lagerung können Pistazien mit Schimmelpilzen verunreinigt sein.

Dürfen Hunde Walnüsse essen?

Ja. Hunde dürfen Walnüsse ohne Schale essen.

Dass die Schale von Walnüssen zum Darmverschluss führen kann, ist offensichtlich. Ansonsten sind Walnüsse ein fettreicher, aber gesunder Snack.

Vielfach kann man die Warnung in Ratgebern lesen die grüne Schale frischer Walnüsse könnte durch den Schimmelpilz Penicillium crustosum und seine diversen Neurotoxine (Roquefortin C, Penitrem A,..) kontaminiert sein. Zu den Symptomen so einer Vergiftung zählen u.a. Tremor, Ataxie und Herzrasen.

Allerdings findet man höchstens anekdotische Mutmaßungen, aber keine wissenschaftliche Literatur über eine tatsächlich nachgewiesene Vergiftungen bei Hunden in Mitteleuropa nach Genuss der grünen Fruchthülle. Pilze der Gattung Penicillium sind nicht die einzigen Schädlinge an Nüssen und besiedeln ihrerseits auch viele andere Nahrungsmittel und Speisereste, altes Hundefutter oder Obst und sind notwendig für die Produktion von Blauschimmelkäse[5].

Ja, Schimmelgifte können saugefährlich für Mensch und Hund sein. Es handelt sich aber schlichtweg um kein Walnuss-spezifisches Problem.

Bei der nordamerikanischen Schwarznuss wird übrigens vor dem gleichen Schimmelpilz gewarnt.

Problematisch an der Schale der Früchte von Walnussgewächsen ist außerdem Juglon. Dieser Stoff ist giftig für andere Pflanzen (die junge Walnuss verhindert damit, dass ihr Konkurrenten zu nahe rücken), wirkte aber vermutlich auch bei Tieren erbgutverändernd.

Fazit: Walnüsse darf der Hund essen, um frische Früchte und ihre grüne Fruchthülle sollte er einen großen Bogen machen!

Dürfen Hunde Macadamianüsse essen?

Nein. Macadamianuss gilt als giftig für Hunde.

Ein bisher unbekannter Wirkmechanismus führt bei Hunden und Katzen zu Vergiftungserscheinungen nach dem Verzehr von Macadamia. Zu den Symptomen zählen Lethargie, Übelkeit, Fieber, Ataxie und Lähmungserscheinungen vor allem in den Hinterbeinen.

Welche Dosis zu Symptomen führt, ist nicht ganz klar. Nachdem sich nach Einzelfallschilderungen beim nordamerikanischen ASPCA National Animal Poison Center der Verdacht regte, dass Macadamia für Hunde giftig wäre, versuchte man die Symptome zu reproduzieren. Bei den Hunden in der Studie wurden Vergiftungserscheinungen durch eine einmalige Gabe von 20 g Macadamianüssen pro kg Körpergewicht ausgelöst und verschwanden nach 1-2 Tagen auch ohne tierärtzliche Behandlung komplett[6].

Dürfen Hunde Johannisbeeren essen?

Ja, Hunde dürfen Johannisbeeren essen.

Vielen Hunden sind schwarze und rote Johannisbeeren viel zu sauer. Grundlegend sind die kleinen Beeren aber genießbar für Hunde.

Dürfen Hunde Stachelbeere essen?

Ja, Hunde dürfen Stachelbeeren essen.

Allerdings stößt das Obst durch seinen sauren Geschmack bei wenigen Hunden auf Gegenliebe.

Dürfen Hunde Sellerie essen?

Ja, Hunde dürfen Sellerie essen.

Stangensellerie ist sehr ballaststoffreich. Gekocht und zerkleinert wird das grüne Gemüse besser verträglich.

Knollensellerie muss geschält werden und lässt sich in Würfel geschnitten für den Hund weich kochen.

Dürfen Hunde Karotten essen?

Ja, Hunde dürfen Karotten essen.

Karotten werden von vielen Hunden sehr gern benagt und bieten eine gute Abwechslung zu fettigen Kauartikeln.

Dürfen Hunde Kartoffeln essen?

Ja, Hunde dürfen gekochte Kartoffeln essen.

Kartoffeln zählen zu den Nachtschattengewächsen, die giftige Alkaloide wie das bekannte Solanin enthalten.

Hunde dürfen deshalb ebenso wie wir nur gegarte Kartoffeln essen. Kartoffeln enthalten viel Kalium und Stärke und werden von so ziemlich allen Hunden gern gefressen.

Dürfen Hunde Kirschen essen?

Ja, Hunde dürfen reife Kirschen essen.

Hunde bedienen sich gern selbst am Fallobst von Kirschbäumen. An sich ist das unproblematisch und das Fruchtfleisch reifer Kirschen ist in überschaubaren Mengen für Hunde genießbar. Zu viel Kirschen und unreifes Obst führen zu Durchfall und Magenschmerzen.

Kirschkerne enthalten geringe Mengen an cyanogenen Glycosiden, deren Verzehr theoretisch in extrem großen Mengen zu einer Blausäurevergiftung führen kann.

Dürfen Hunde Kiwi essen?

Ja, Hunde dürfen Kiwi essen.

Kiwi sind für Hunde essbar, sollten aber wie viele Obstsorten durch den hohen Säuregehalt nicht zu oft gegeben werden.

Dürfen Hunde Kürbis essen?

Ja, Hunde dürfen Kürbissorten essen, die auch für den menschlichen Verzehr geeignet sind.

Gekochter Kürbis ist durch den süßlichen Geschmack eine Delikatesse für viele Hunde, die sich auch als fettarme Füllung für Futterbälle eignet.

Dürfen Hunde Mango und Papaya essen?

Ja, Hunde dürfen reife Mango und Papaya essen.

Mango und Papaya werden durch den hohen Zuckergehalt sehr gern gegessen, sollte aber nur in kleinen Mengen verfüttert werden. Der riesige Kern der Mango ist durch das offensichtliche Risiko für einen Darmverschlusses allerdings tabu. Und auch die Kerne der Papaya sollten eher nicht an den Hund verfüttert werden.

Dürfen Hunde Melone essen?

Ja, Hunde dürfen Melone essen.

Melone ist vor allem im Sommer als kühler Erfrischungssnack sehr begehrt.

Dürfen Hunde Milchprodukte essen?

Ja, Hunde dürfen verschiedene Milchprodukte in kleinen Mengen essen.

Gelegentlich wird vor Milchprodukten gewarnt, da Hunde von zu viel Laktose schwere Durchfälle bekommen können. Frische Milch eignet sich daher nicht zur Ernährung des Hundes. Auch der teilweise hohe Fettgehalt vieler Molkereierzeugnisse wie Käse und Schmand sollte bei der Fütterung bedacht werden.

Bei weniger empfindlichen Hunden sind Milchprodukte allerdings eine gute Zwischenmahlzeit, die sich auch als Belohnung gut macht.

Kefir, Weichkäse, Frischkäse, Quark, Schmand, Buttermilch, körnigen Hüttenkäse und Joghurt kann man als kleinen Klecks aufs Futter geben. Aber auch als Füllung für Schleckmatten und Futterspielzeug eignen sich diese Milchprodukte für Hunde prima.

Schnittkäse wie Gouda oder Emmentaler eignet sich in Würfeln und Streifen als begehrtes Leckerli fürs Hundetraining.

Hartkäse verleitet den Hund oft dazu zu große Stücke aufs Mal herunter zu schlucken, wird aber ohnehin eher selten absichtlich an Hunde verfütetrt.

Vor Blauschimmelkäse wird gewarnt, da die hier enthaltenen Schimmelpilze durchaus giftige Substanzen absondern. Für Menschen und normalgroße Hunde liegen die enthaltenen Stoffmengen in einem Stück Käse weit unterhalb einer bedenklichen Dosis. Aber ich erwähn das mal lieber, bevor jemand auf die Idee kommt seinem Teacup-Yorkie zum Geburtstag einen ganzen Gorgonzola zu gönnen…

Gesüßte Milchspeisen wie Pudding, Fruchtjoghurt oder Speiseeis sind für Hunde unangemessen, werden aber von vielen Hunden in Kleinstmengen durchaus vertragen. Schalen ausschlecken ist also nicht gesund, aber möglich.

Dürfen Hunde Öl bekommen?

Ja. Futteröle eignen sich zur Nahrungsergänzung beim Hund.

Mit Ölen kann man die Ernährung des Hundes um mehrfach ungesättigte Fettsäuren ergänzen. Mehr über geeignete Futteröle habe ich in einem eigenen Beitrag geschrieben.

Dürfen Hunde Paprika essen?

Jein. Höchtens sehr geringe Mengen roter Gemüsepaprika.

Paprika ist ein Nachtschattengewächs, dessen Solaningehalt mit zunehmender Reifung abnimmt.

Grüne und violette Paprika sind immer unreif. Reife Paprika gibt es aber in vielen Farbstufen, was die Abschätzung des Reifegrades schwierig macht. Um sicher zu gehen, sollte man nur rote Paprika verfüttern.

Und auch das nur in kleinen Mengen und am besten nicht roh, denn auch die milde Gemüse-Paprika enthält noch genug Capsaicin, um für Hunde unangenehm zu sein und zu Durchfall zu führen.

Scharfe Zuchtformen wie Cayenne, Chili, Peperoni oder ungarische Paprika sind für den Hund selbstredend tabu!

Dürfen Hunde Pasta essen?

Ja. Hunde vertragen Nudeln in der Regel gut.

Nudeln werden gern als Snack angenommen und mit den nicht gegessenen Nudeln vom Vortag darf man seinem Hund eine Freude machen. Für die tägliche Fütterung sind Nudeln nicht geeignet und auch bei Übergewicht sind Nudeln im Napf eher kontraproduktiv.

Dürfen Hunde Pastinaken essen?

Ja. Pastinaken können roh oder gegart verfüttert werden.

Pastinaken sind bekömmlich und werden von vielen Hunden problemlos gegessen. Als Snack sind sie weniger beliebt als Möhren, gehäckselt oder püriert mit dem Futter vermengt finden sie meist mehr Anklang.

Dürfen Hunde Physalis essen?

Ja. Hunde dürfen Physalis essen.

Es spricht nichts dagegen den Hund ab und zu mal Physalis probieren zu lassen.

Dürfen Hunde Sanddorn essen?

Ja. Hunde dürfen Sanddorn essen.

Hunde mögen die säuerliche-herben Früchte des Sanddorn i.d.R. nicht gern und essen Sanddorn lieber mit etwas Honig eingekocht oder püriert.

Dürfen Hunde Steinobst essen?

Ja. Überreife Früchte vieler Sorten dürfen entkernt verfüttert werden.

Sehr viele Obstsorten zählen zum Steinobst: Pfirsich, Zwetschgen, Aprikosen, Pflaume, Nektarine, Mirabelle, Kirsche..

Der Stein stellt ein gewisses mechanisches Risiko dar und sollte entfernt werden. Und auch dann sollte man nur kleine Mengen überreifes Fruchtfleisch verfüttern, da sonst Durchfall droht.

Dürfen Hunde Pilze essen?

Jein. Auch unbedenkliche Speisepilze sind für Hunde in zu großen Mengen schwer verdaulich.

Dass der Hund sich nicht an möglicherweise giftigen Wildpilzen selbst bedienen sollte, versteht sich von selbst.

Aber auch Speisepilze wie Champignons sollten nur in moderaten Mengen gegeben werden, v.a. rohe Pilze führen schon mal zu Blähungen.

Btw, Pilze sind natürlich eigentlich kein Gemüse, aber wir wollen mal nicht pingelig werden, ok?

Dürfen Hunde Rettich und Radieschen essen?

Jein. Die scharfen Senföle im Rettich machen das Gemüse schlecht bekömmlich.

Rettiche sind an sich ein gesundes Gemüse. Allerdings sind viele Rettich-Sorten zu scharf für Hunde und werden oft nur in kleinen Mengen toleriert, wenn der Hund überhaupt probieren möchte.

Dürfen Hunde Tomaten essen?

Jein. Tomaten sind Nachtschattengewächse und dürfen nur reif verfüttert werden.

Viele Tomatensorten enthalten nur noch wenige Alkaloide. Dennoch sollte man vorsichtig sein und nur überreife rote Tomaten in kleinen Mengen verfüttern.

Dürfen Hunde Rote Bete essen?

Ja. Rote Bete sind als Beifutter geeignet.

Rote Bete kann roh oder gekocht verfüttert werden und ist Bestandteil vieler Gemüseflocken-Mixe für Hunde.

Dürfen Hunde Spargel essen?

Ja. Gekochter grüner und weißer Spargel darf verfüttert werden.

Beachte allerdings, dass Spargel auch beim Hund harntreibend wirkt.

Dürfen Hunde Weintrauben essen?

Nein. Der Genuss von Weintrauben und Rosinen kann bei einzelnen Hunden zu Nierenversagen führen.

Weintrauben scheinen per se nicht giftig für alle Hunde zu sein, dennoch kommt es immer wieder in Einzelfällen zu lebensgefährlichen Vergiftungserscheinungen.

Der Mechanismus ist immer noch unbekannt. In Frage kommen neben Inhaltsstoffen in Weintrauben auch Pestizidrückstände oder Pilzbefall, evtl. in Kombination mit einer Überempfindlichkeit bei einem Teil der Hundepopulation.

Dürfen Hunde Zitrusfrüchte essen?

Ja. Allerdings nur in Maßen.

Viele Hunde lieben überreife süße Orange oder Mandarinen. Saure Zitronen und Limetten sind weit weniger beliebt.

In beiden Fällen sollte man es mit der Fütterung nicht übertreiben.

Dürfen Hunde Zucchhini essen?

Ja. Zucchini ist für Hunde genießbar.

Hunde können Zucchini essen, finden diese aber meist recht langweilig.

Dürfen Hunde Knochen essen?

Jein. Nur planvoll in moderaten Mengen unter Aufsicht.

Riesige Knochen sind als Snack für Hunde genau so wenig angebracht wie Milch für Katzen oder Käse für Mäuse.

Denn durch die viel zu calciumreiche Mahlzeit beim Verfüttern ganzer Knochen bekommen viele Hunde schmerzhaften „Knochenstuhl“. Und auch das Risiko für Erstickung und einen Darmverschluss ist bei schlingenden Hunden nicht von der Hand zu weisen.

Bei BARF ist es dennoch üblich dem Hund auch mal rohe Knochen zu gönnen. Dabei kommen vor allem weiche knorpelige Bestandteile und weiche Knochen in rohem Geflügel zum Einsatz. Harte rohe Fleischkochen von Huftieren wie Rippen, Brustbein, Gelenke oder Schenkel werden höchstens zum Abknibbeln von Fleischresten unter Aufsicht zur Zahnpflege gegeben und entsorgt, sobald der Hund beginnt die tatsächliche Knochensubstanz zu essen. Knochenfütterung bietet aber immer ein gewisses Restrisiko.

Keinesfalls füttern sollte man gegarte Knochen, diese zersplittern zu leicht in harte scharfkantigen Stücke. Auch geräucherte „Schinkenknochen“ und andere Delikatessen für Hunde bringen oft mehr Schaden als Nutzen. Hunde, die keine Fleischmahlzeiten gewöhnt sind, bekommen von solchen gut gemeinten Mahlzeiten leicht Durchfall.

Und auch auf das Verfüttern von runden Markknochen sollte man verzichten. Hunde bleiben hier zu leicht mit dem Unterkiefer hängen und können dann u.U. nur noch unter Narkose befreit werden.

In meiner Erfahrung ist Knochenfütterung innerhalb einer Rohfutterdiät unkompliziert, sollte aber nur kontrolliert unter Aufsicht erfolgen und nicht unbedarft als gelegentlicher Festtagssnack, von dem der Hund mehr Risiko als Nutzen hat.

Dürfen Hunde Wurst essen?

Jein. Durch den hohen Salzgehalt sollte man es nicht übertreiben!

Wenig verwunderlich: Als Leckerchen im Training sind Wiener Würstchen, Leberwurst und Hackbällchen bei Hunden sehr beliebt. Auch eine Scheibe Schnittwurst vertragen viele Hunde in der Regel unkompliziert.

Da Wurst aber je nach Sorte sehr salzhaltig und oft stark gewürzt und prozessiert ist, sollte man es nicht übertreiben. Darüber hinaus sollte man auch die ethische Erwägung miteinbeziehen, ob es noch zeitgemäß ist seinem Hund Wurst aus industrieller Tierhaltung vom Discounter als Leckerchen zu verfüttern…

Wer fürs Training große Mengen weicher Leckerchen benötigt oder die Leberwursttube im Dauereinsatz hat, sollte über gesündere Alternativen nachdenken.

Zum einen gibt es bei vielen Zoofachhändlern (z.B. zooplus) weniger kräftig gewürzte schnittfeste „Trainingswurst“ oder „Fährtenwurst“und auch Leberwursttuben speziell für Hunde zu kaufen.

Lebensmittel für Hunde zubereiten

Nicht jedes Lebensmittel kann oder sollte der Hund unzubereitet bekommen. Relevant ist die Frage vor allem für Lebensmittel tierischen Ursprungs sowie Obst und Gemüse.

Pflanzliche Lebensmittel für den Hund zubereiten

Viele Lebensmittel, die für uns im rohen Zustand oder in großen Mengen giftig sind, werden auch von unseren Hunden schlecht vertragen. Nur, dass ein Hundekörper i.d.R. kleiner ist als unserer und weniger verträgt bis es zu Symptomen kommt.

Deshalb auch hier nochmal der altbekannte Hinweis: Die Dosis macht das Gift!

In so ziemlich jeder Pflanze findet man einen Giftstoff, der bei genügend großer Verzehrmenge für Deinen Hund (und übrigens auch für Dich) giftig, hormonähnlich oder anderweitig bedenklich wirken könnte. Gib Deinem Hund also keine Großmengen in kurzen Abständen von egal welchem Lebensmittel, um sicher zu gehen.

Lebensmittel, die Du nur gegart konsumierst, müssen auch für den Hund gekocht werden. Das gilt vor allem für Nachtschattengewächse mit hohem Gehalt an Alkaloiden und Hülsenfrüchte. Vor allem Kartoffeln und Hülsenfrüchte also bitte immer nur gekocht verfüttern!

Da Alkaloide wie das Solanin mitunter zu einem bitteren Geschmack führen (ihr Zweck in Wildpflanzen ist u.a. die Abwehr von Fraßfeinden), findet man durch gezielte Sortenzucht im einschlägigen Supermarktgemüse auch bei den Nachtschattengewächsen nur noch geringe Mengen an Solanin und anderen giftigen Bitterstoffen. Auberginen, Tomaten oder Paprika aus dem milden Supermarkt-Sortiment können also in Kleinstmengen auch an den Hund bedenkenlos roh verfüttert werden.

Bedenke bitte auch, dass auch für Deinen Hund nicht alle Bestandteile von v.a. pflanzlichen Lebensmitteln genießbar sind. Denn unseren Hunden fehlt genau wie uns die Möglichkeit pflanzliche Nahrungsbestandteile zu verdauen.

Schalen, Kerne, Stiele und andere große oder holzige Teile müssen also entfernt werden, bevor Dein Hund Obst oder Gemüse naschen darf. Und achte darauf, dass er sich nichts aus dem Hausmüll klauen kann.

Und auch die Pflanzenteile, die Du sonst wegwerfen würdest (Blattgrün von Knollengewächsen etc.), sind nicht noch gut genug für den Hund. Denn im Zweifelsfall weiß keiner, ob hier evtl. bedenkliche Substanzen enthalten sind. Ein Hund ist schließlich kein Müllschlucker.

Manche Hunde sind ganz wild nach rohem Grünzeug, andere wenden sich angewidert ab. Und viele Hunde schnorren zwar und wollen unbedingt probieren, was ihr Mensch da isst, wissen dann aber nicht wirklich viel mit Obst- oder Gemüsestücken anzufangen.

Wenn Du Deinem Hund dennoch ein paar pflanzliche Lebensmittel unterjubeln möchtest (viele Rohfutter-Pläne sehen zum Beispiel einen gewissen Anteil pflanzliche Bestandteile vor), dann ist Deine beste Chance alles zu pürieren und mit etwas gewolftem Fleisch oder Nassfutter zu vermengen.

Tierische Lebensmittel für den Hund zubereiten

Nicht jeder Hund ist körperlich dazu in der Lage große Fleischbrocken zu zerkauen oder zu verdauen. Vor allem bei Knochen besteht das Risiko für einen Darmverschluss und schmerzhaften Knochenkot. Für die Deckung des Nährstoffbedarfs ist auch bei BARF keine Knochenfütterung notwendig. Und auch für die Zahnpflege gibt es sinnvollere und weniger risikoreiche Alternativen.

Über die Notwendigkeit für ein Erhitzen von tierischen Nahrungsbestandteilen scheiden sich die Geister. Zeitweise herrscht geradezu Panikmacherei, was die Fütterung von rohem Fleisch und Eiern an unsere Hunde angeht. Ich selber füttere seit Jahren roh und sehe mich absolut in der Lage gewisse hygienische Standards einzuhalten (als ich selbst noch Fleisch gegessen habe, habe ich ja auch mit rohem Huhn hantiert ohne mir jedes Mal Salmonellen einzufangen).

Ich verstehe aber, dass vor allem die Tierärzte da teilweise einen getrübten Blick auf die Frage haben. Sie sind es schließlich, die den einen Fall zu sehen bekommen, bei dem was schief gegangen ist. Und natürlich besteht teilweise ein gewisser Interessenkonflikt in den einschlägigen Medien, man will ja schließlich weiter teures Fertigfutter verkaufen.

Fazit: Man kann tierische Bestandteile grundlegend durcherhitzt verfüttern. Der einzige Grund dafür sind allerdings hygienische Bedenken, für den Nährwert bietet Erhitzen keinen nennenswerten Vorteil für einen Hund mit normaler Verdauung. Und bitte: Niemals erhitzte Knochen verfüttern, diese neigen zum zersplittern!

Einzige Ausnahme: Bei (Wild)Schweinefleisch würde ich kein Risiko eingehen. Denn der Aujeszky-Virus (Pseudowut) mag zwar nur selten vorkommen, aber warum das Risiko für diese unheilbare Erkrankung eingehen?

Wer selbst für den Hund kocht oder roh füttert, sollte dabei aber ohnehin planvoll vorgehen und sich ein paar Gedanken über einen sinnvollen Speiseplan für seinen Hund machen oder sich dahingehend beraten lassen.

Tiernaturheilkunde und Nahrungsergänzung

Vielfach werden Lebensmittel an Hunde nicht nur wegen ihres Nährstoffgehalts und zur Abwechslung im Speiseplan verabreicht, sondern sollen einen gewissen gesundheitlichen Nutzen bringen.

Vitamine, Mineralstoffe und Co. sind normale Bestandteile der Ernährung und bringen in Überdosierung keinen zusätzlichen Nutzen. Eine Zufütterung nützt nur, wenn der Hund tatsächlich einen Mangel hat. Viel hilft nicht viel!

Darüber hinaus sollen viele Lebensmittel durch ihr individuelles Inhaltsstoff-Profil eine bestimmte Wirkung auf den Hundekörper haben. Das ist auch in vielen Fällen richtig, in anderen Fällen aber einfach nur unseriöses und suggestives Marketing.

Dabei werden gerade im Internet oftmals überzogene oder nicht haltbare „Gesundheitstipps“ und „Health Claims“ hinsichtlich der Wirkung von Lebensmitteln gemacht. Die Werbung und der Verkauf von „Vitaminbomben“, „Detox-Shakes“, „Superfoods, „functional foods“ und „Nutraceuticals“ ist dabei weitestgehend unreguliert und intransparent.

Nicht alles, was in der Natur wächst, ist automatisch grüner und gesünder als die wissenschaftlich geprüfte, böse Chemie vom Tierarzt: Ätherische Öle in der Aromatherapie bringen sogar oft mehr Schaden als Nutzen für Hunde, Tees und Aufgüsse sind verschrien für ihre Belastung mit Pestizidrückständen, Schwermetallen und den Gehalt an womöglich krebserregenden Substanzen und andere Lebensmittel bringen viel weniger Mehrwert als ihr teurer Kaufpreis rechtfertigt.

Grundlegend ist es so: Wenn ein Grünzeug tatsächlich einen bioaktive Substanz enthält, dann sollte man sie mit ebenso viel Maß und Bedacht einsetzen wie echte Medizin. Denn nur, weil ein Wirkstoff aus der Natur stammt, führt er nicht wie oft behauptet zu einer sanfteren Wirkung. Gerade Pülverchen und Smoothies verleiten zum überdosieren.

Kurweise wird kein Grünzeug Deinem Hund schaden, problematisch sind vor allem regelmäßige oder dauerhafte Anwendungen.

Benutze Deinen gesunden Menschenverstand, vertrau nicht jeder Werbung und vor allem: Mach Dich schlau, bevor Du Deinem Hund dauerhaft ein bestimmtes Lebensmittel verabreichst. Tier-Ernährungsberater haben ihre „Ausbildung“ oftmals in einem Wochenendkurs oder einem kurzen Lehrgang durchlaufen und sind nicht zwangsläufig kompetente Ansprechpartner.

Aktuelle, realistische und kritische Infos rund um Lebensmittelsicherheit findest Du zum Beispiel beim Bundesinstitut für Risikobewertung oder bei der Verbraucherzentrale.

Nicht jeder Hund kann alles essen: Allergien und Unverträglichkeiten

Genau wie bei uns gibt es auch beim Hund Einzelfälle, bei denen ein grundlegend für die Ernährung von Hunden geeignetes Lebensmittel individuell schlecht vertragen wird.

Bei Futtermittel-Allergien reagiert das Immunsystem des Hundes überempfindlich auf zumeist Proteine in eigentlich unbedenklichen Lebensmitteln und sorgt für Juckreiz und Hautirritationen.

Die meisten bekannten allergischen Reaktionen auf Futtermittel richten sich wohl gegen tierische Eiweiße oder sind indirekte Effekte durch eine Allergie gegen Vorratsmilben.

Bei Futtermittel-Unverträglichkeiten fehlt dem Hund zumeist durch einen Enzymmangel oder eine Stoffwechselerkrankung die Möglichkeit ein Lebensmittel normal zu verdauen bzw. aus dem Darm zu transportieren. Die überschüssigen Nährstoffe im Darm werden dann von der Darmflora in Gase verstoffwechselt und der Hund bekommt Bauchschmerzen, Durchfall oder Blähungen.

Ein Effekt, den wir alle beim Genuss von zu viel Kohlgemüse, Hülsenfrüchten oder Zwiebelgewächsen am eigenen Leib kennen. Hier ist es allerdings vor allem die schiere Menge an Ballaststoffen, die zur übermäßigen Gasbildung führt.

Ein nicht unerheblicher Teil aller Menschen und auch sehr viele Hunde bekommen Magen-Darm-Probleme vom Genuss von zu viel Milchzucker oder Fructose. Viel, viel seltener sind einzelne, sehr spezifische Unverträglichkeiten für einzelne Nahrungsbestandteile wie Gluten, Histamin oder Süßstoffe.

Leider wird die Sorge über „unverträgliche“ Lebensmittel mittlerweile von vielen Haltern auch auf ihre Hunde übertragen, so dass Hunden von besorgten Haltern nun auch immer häufiger eine Gluten-Unverträglichkeit oder anderer Nonsens attestiert wird. Die Futtermittel-Industrie springt auf so ein Verkaufsargument natürlich immer sofort dankbar an und bietet umgehend „glutenfreies Futter“ an. Man muss aber nicht jeden quatschigen Trend mitgehen, meine ich.

Giftige Lebensmittel für Hunde

Dass Rauschmittel, Schwermetalle und Pestizidrückstände für uns und auch unsere Hunde giftig sind, wird keinen wundern.

Wenn Du wissen willst, welche Pflanzen giftig sind, empfehle ich die Infoseiten der Giftzentralen.

Wichtig für die Ernährung des Hundes ist es sich die paar Lebensmittel zu merken, die für uns vollkommen harmlos, aber für unsere Vierbeiner als teilweise hochgradig giftig gelten. Wobei teilweise nicht mal geklärt ist, welcher Inhaltsstoff evtl. bei manchen Hunden zu Vergiftungssymptomen führen könnte.

Diese Lebensmittel sollte man dringend meiden und außerhalb der Reichweite des Hundes aufbewahren.

  • Schokolade (Theobromin)
  • Xylit/Birkenzucker
  • Trauben und Rosinen (ungeklärt)
  • Avocado (ungeklärt)
  • Macadamia-Nüsse (unbekannt)

Vielfalt, Essensreste und ergänzende Rohfütterung

Viele Barfer ergänzen den Speiseplan ihres Hundes ganz bewusst mit Lebensmitteln aus der eigenen Küche. gerade bei Anfängern herrscht dann oft Unsicherheit darüber, was ihr Liebling bekommen darf und was nicht. Nach jahrelanger Fütterung von Fertigfutter ist die Sorge normal, aber meist ungerechtfertigt.

Diese Unsicherheit wird aber oft schamlos ausgenutzt und ähnlich wie bei Babynahrung gibt es eine ganz Industrie, die Pülverchen und Mischpräparate an besorgte Eltern verkauft. Auch umfassende Ernährungsberatungen durch fragwürdig qualifiziertes Personal im Internet, vierteljährliche BARF-Profile und kleinräumige Berechnung aller Ernährungsbestandteile in verschiedenen Mahlzeiten bis ins Pikogramm erwecken den Eindruck man wäre als normalsterblicher Halter alleine zu blöd seinen Hund zu ernähren.

Ernährung ist kompliziert. Jeder Ernährungstipp, der ganze Nährstoffgruppen einseitig verteufelt („Getreide ist böse“), eine einseitige Ernährung empfiehlt („Meine Hunde bekommen nur Fisch„) oder anderweitig Übertreibungen in beide Richtungen propagiert, lebt an der Realität grundlegender Ernährungsphysiologie vorbei.

Ernährung darf Schwankungen unterliegen. Unsere Körper und auch die unserer Hunde kommen damit klar, dass nicht jeden Tag jeder Nährstoff in gleichen Mengen verfügbar ist. Auch Überdosierungen und Mangelerscheinungen machen sich beim Hund nicht binnen weniger Stunden oder Tage bemerkbar.

Jeder isst mal ungesund. Wir selbst essen Convenience- und Fast-Food, gehen in die Pizzeria und schnuckeln Chips und Süßkram. Für uns sind fettige und zuckerhaltige Speisen, Übergewicht und prozessierte Nahrungsmittel keinesfalls gesund und wir tun es trotzdem.

Klar, beim Hund übernehmen wir die Kontrolle und Verantwortung darüber, was im Napf landet. Und natürlich ist es richtig, dass wir ihn möglichst gesund ernähren wollen. Aber wenn Übergewicht und Bewegungsmangel nicht das Problem sind, der Hund fit und von guter Verdauung ist, dann nimmt er keinen Schaden, wenn er mal zu salzig oder zu fettreich oder –mon dieu– was vom Tisch bekommt.

Es ist doch gerade die Vielfalt, Abwechslung und Gestaltungsmöglichkeit, die einen Speiseplan attraktiv macht. Wenn Du Dich mit den grundlegenden Bedürfnissen eines Hundes an seine Ernährung vertraut gemacht hast, dann füttere einfach vielfältig und abwechslungsreich dazu und vermeide Einseitigkeit.

Ich handhabe das so: Zu den normalen Rohfutter-Mahlzeiten bekommen meine Hunde bestimmt 4-5 wöchentlich irgendwas dazu, was grad da ist und was sie bekommen dürfen. Mal ein Ei, ein Schälchen Katzenfutter, eine Pizzakruste, einen Klecks Sauce, einen Schuss Öl, Milchprodukte, Gemüse, Obst oder die alte Pasta von gestern. Auch Babygläschen sind hier sehr beliebt.

Und ich bin bekennender Anhänger des ABAM-Konzepts. Und ja, nicht jeder meiner Hunde verträgt alles immer gleich gut. Dann passe ich eben an, haben bislang alle überstanden.

Bitte handle mit gesundem Menschenverstand immer im Sinne Deines Tieres: Ein kranker Hund gehört immer zum Tierarzt! Du findest hier lediglich Erfahrungsberichte und allgemeine Informationen über Beschwerden und Symptome. Du findest hier weder Ersatz für eine individuelle tierärtzliche Beratung noch Therapieempfehlungen. Die hier präsentierten Produkte oder Aussagen sind nicht geeignet klinische Krankheitsbilder vorzubeugen, zu diagnostizieren oder zu behandeln

Quellen

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[2] Meyer H., Zentek J.: Ernährung des Hundes. Grundlagen – Fütterung – Diätetik. Enke, Stuttgart 2010

[3] https://vitaler-hund.de/ernaehrung/was-darf-mein-hund-fressen/

[4] Salgado, Breno & Monteiro, Lidianne & Rocha, N.. (2011). Allium species poisoning in dogs and cats. Journal of Venomous Animals and Toxins including Tropical Diseases. 17. 4-11. 10.1590/S1678-91992011000100002.

[5] G. S. Eriksen, K. Hultin Jäderlund, A. Moldes-Anaya, J. Schönheit, A. Bernhoft, G. Jæger, T. Rundberget, I. Skaar, Poisoning of dogs with tremorgenic Penicillium toxins, Medical Mycology, Volume 48, Issue 1, February 2010, Pages 188–196, https://doi.org/10.3109/13693780903225821

[6] Weakness, tremors, and depression associated with macadamia nuts in dogs. Hansen SR, Buck WB, Meerdink G, Khan SA. Vet Hum Toxicol. 2000 Feb;42(1):18-21. PMID: 10670081

[7] Kovalkovičová N, Sutiaková I, Pistl J, Sutiak V. Some food toxic for pets. Interdiscip Toxicol. 2009;2(3):169–176. doi:10.2478/v10102-009-0012-4

[8] Hematologic changes associated with the appearance of eccentrocytes after intragastric administration of garlic extract to dogs. Lee KW, Yamato O, Tajima M, Kuraoka M, Omae S, Maede Y. Am J Vet Res. 2000 Nov;61(11):1446-50. PMID: 11108195