Bichon Frisé

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Dieser lustige kleine Gesellschaftshund mit weißen Korkenzieherlocken wird in seinen Ursprungsländern auch Bichon à poil frisé genannt. Der Bichon Frisé gilt als angenehmer Begleithund, wenn er angemessen trainiert und beschäftigt wird. Und die Fellpflege erfordert natürlich auch ein bißchen Zeit.

Steckbrief:
Bichon Frisé

Ein fröhlicher Begleithund aus Frankreich und Belgien mit weißen Korkenzieherlocken.

Größe
25-29 cm

Gewicht
5 kg

Hundetyp
Gesellschaftshund
Bichon

Lebensdauer
12-15 Jahre

Temperament

entspannt explosiv

Ein aktiver und aufmerksamer Gesellschaftshund, der sich auch als kleiner Vierbeiner etwas Beschäftigung wünscht. Der kleine Bichon neigt bei guter Aufzucht nicht zu Nervosität und Kläfferei und ist ein angenehmer Begleiter für alle Lebenslagen.

Charakter

anhänglich unabhängig

Ein gesunder und gut sozialisierter Bichon Frisé verhält sich selbstsicher, verspielt und lebhaft und lernt gern neue Tricks. Er ist anhänglich und begeisterungsfähig, aber nicht übertrieben aufbrausend und kann sich ach mal allein beschäftigen.

Anfängertauglich

besser nicht! sollte klappen

Kleiner Gesellschaftshund, der alles in allem genügsam ist, aber nicht den ganzen Tag allein verbringen möchte. Allerdings muss man Zeit und evtl. Kosten für die regelmäßige Fellpflege einplanen.

Wohnungshaltung

anstrengend unkompliziert

Kann durch seine kleine Größe und Temperament auch in der Wohnung gehalten werden. Der Bichon ist anpassungsfähig, braucht aber einen ruhigen Rückzugsort.

Gesundheit

könnte besser sein gut

Diese kleinen Hunde können relativ alt werden. Der Bichon Frisé weist insgesamt nur wenige „tyische“ Krankheiten auf.

Pflegeaufwand

unkompliziert aufwendig

Er durchläuft keinen saisonalen Fellwechsel, muss dafür regelmäßig geschoren und gebürstet werden, damit das Fell ansehnlich bleibt und nicht verfilzt.

Ein besonderes Augenmerk sollte auch von Anfang an darauf gelegt werden, dass der Hund Krallenkürzen und die Reinigung der Augenpartie Teil der Pflegeroutine ist.

Mehr zum Bichon Frisé

Auffällig am französisch-belgischen Bichon Frisé ist auf den ersten Blick sicherlich die Frisur. Schon sein Name kann in etwa mit „Schoßhund mit lockigem Haar“ übersetzt werden.

Das oft rund frisierte Bärchengesicht und die säulenartigen Beine aus schneeweißen Korkenzieherlocken verleihen ihm in der Tat die Optik eines Wattebauschs. Der Bichon Frisè sieht auf vielen Bildern aus wie ein lebendes Plüschtier und wird oft sogar mit einem frisierten weißen Zwergpudel verwechselt.

Die Wurzeln dieser kleinen Hunderasse liegt im Mittelmeerraum. Denn er ist verwandt mit anderen Bichons wie dem Malteser (Bichon Maltais), dem Löwchen, dem Bologenser (Bichon Bolognais), dem Havaneser (Bichon Havanais) oder dem Coton de Tuléar.

Dabei ist der dieser kleine Bichon weit mehr als nur ein dekoratives Begleithündchen. Stattdessen handelt es sich um einen aktiven Zwerghund mit witzigem Charakter, mit dem man kleine und große Abenteuer erleben kann. Er ist liebesbedürftig, kuschelt und unternimmt gern etwas mit seiner Familie.

Er fühlt sich auch in einer Wohnung wohl und ist nicht übertrieben anspruchsvoll oder fordernd und bei guter Aufzucht kein übertriebener Kläffer, fordert durch sein fröhliches und lebhaftes Temperament aber durchaus Beschäftigung und Spieleinheiten von seinen Bezugspersonen ein. Durch seine intelligente und aufmerksame Art reagiert er gut auf moderne Trainingsmethoden und lernt gern neue Tricks.

Wer Spaß an quirligen kleinen Hunden mit Clown-Qualitäten hat, wird auch am Bichon viel Freude haben.

Nicht unterschätzen solltest Du allerdings die Fellpflege. Damit ein Bichon halbwegs gepflegt aussieht, muss er regelmäßig gebürstet und alle paar Wochen abgeschoren werden. Denn Bichons haben keinen natürlichen Fellwechsel. Das kann sie zu einer guten Option für manche Allergiker machen.

Stichpunkte zum Bichon Frisé

  • Zu den Anschaffungen speziell für kleine Hunde (und ihre winzigen Welpen) gehören u.a. ein für Kleinhunde geeignetes Brustgeschirr, eine Transporttasche, eine extra leichte Schleppleine zum Training und im Winter ein funktionaler Hundepullover und ein Hundemantel ohne Schnickschnack.
  • Beim Hundefutter solltest Du auf eine angemessene Brockengröße achten. Und Snacks sollten klein und teilbar sein, damit Du etwas hast, um den Hund mit mundgerechten Häppchen zu belohnen.
  • Bichon Frisé haaren wenig, lose Unterwolle muss von Hand entfernt werden. Für die Fellpflege gehören ein grober und ein feiner Kamm, eine Pudelzupfbürste, eine kleine Schere mit runder Spitze und eventuell eine Schermaschine zur Grundausstattung.
  • Der Bichon Frisé ist zwar klein, kann Dich aber bei normalen Freizeitaktivitäten problemlos begleiten. Tricktraining macht mit dieser intelligenten Hunden besonders viel Spaß.
  • Bichons können unter sorgfältiger Aufsicht gute Gefährten für Kinder sein. Voraussetzung dafür ist, dass es klare Regeln im Umgang gibt und der Hund respektvoll behandelt wird und sich zurückziehen kann. Vergiss auch nicht, dass Welpen dieser Rasse winzig klein sind und besonders vorsichtig behandelt werden müssen.
  • Bichons sind anhänglich und lebhaft, aber nicht zu sensibel oder aufbrausend. Er hat im wahrsten Sinne des Wortes ein dickes Fell. Daher gelten diese Hunde auch als anfängerfreundlich.
  • Den Bichon Frisé gibt es exklusiv mit weißem Fell. Nur bei Junghunden kann sich helles Gelbbraun oder Creme zeigen, das allerdings schon bald ausbleicht.
  • Bichons sind aufnahmefähig und lernen gerne, wenn sie fair behandelt werden. Wenn seine Bedürfnisse erfüllt sind er gut trainiert wurde, ist er ein sehr angenehmer Begleiter im Alltag.
  • An der Fellpflege führt kein Weg vorbei. Neben dem Bürsten, Krallenkürzen und der Pflege von Ohren und Augen muss der Bichon alle paar Wochen frisiert werden. Wer bereit ist ein bißchen Mühe zu investieren, kann selbst lernen seinen Bichon zu scheren.
  • Der Bichon Frisé ist mit unter 30 cm Schulterhöhe ein kleiner Hund. Besonderes Augenmerk bei der Aufzucht sollte darauf liegen dem Hund Selbstbewusstsein zu vermitteln. Gute Sozialisierung beginnt beim Züchter und gibt dem Hund die Fähigkeit gelassen mit neuen Situationen umzugehen. Nicht nur Gesundheit, auch Temperament und Verhalten sind teilweise erblich. Ein guter Züchter wählt nur gesunde Elterntiere mit einwandfreiem Wesen aus.

Geschichte und Herkunft

Der heutige Bichon Frisé hat seinen Ursprung in Frankreich und Belgien.

Die Vorfahren dieses kleinen Rassehundes lassen sich jedoch viel weiter zurück verfolgen.

Denn der Bichon Frisé ist verwandt mit den weiteren Bichons wie dem Coton de Tuléar, dem Löwchen, aber vor allem dem Malteser umd Havaneser, deren gemeinsame Ahnen vor langer Zeit im Mittelmeerraum verbreitet waren.

Als Mitreisende auf Segelschiffen verbreiteten sich Hunde dieses Typs entlang von Handelsrouten. Italienische Reisende brachten im 14. Jahrhundert solche kleinen Hunde von den Kanarischen Inseln wieder zurück aufs europäische Festland.

Diese zunächst auch Ténériffe oder Teneriffahündchen genannten kleinen Schoßhunde gelangten anschließend nach Frankreich und fanden dort bald viele Liebhaber.

Vor allem in der Obhut einiger europäischer Adliger wahr der kleine Bichon etwa ab dem 16. Jahrhundert sehr beliebt.

Hier liegt evtl. auch der Ursprung der Bezeichnung Bichon. Denn die kleinen Gesellschaftshündchen wurden parfümiert, mit Schleifen geschmückt und verhätschelt (franz. verhätscheln, schönmachen = bichonner). Durch die Ähnlichkeit zu mittelgroßen gelockten Wasserhunden (Barbets) war auch die Verniedlichungsform Barbichon üblich.

Abbildungen solcher Hündchen finden sich in Hofmalereien des spanischen Künstlers Francisco de Goya.

Ausschnitt aus La Duquesa de Alba (Francisco de Goya 1795)

Die französische Revolution Ende des 18.Jahrhunderts bedeutete das jähe Ende für die Zeit als behütetes Püppchen adeliger Damen.

Es ist dem lustigen und lernwilligen Charakter dieser Hündchen zu verdanken, dass sie auch beim normalen Volk schnell Freunde fanden. Als Begleiter von Artisten und Musikern wurden sie ähnlich wie der Pudel für kleine Darbietungen dressiert.

Allerdings sanken die Zahlen dieser Hunde nach und nach. Nach Ende des Ersten Weltkrieges war der Bichon fast verschwunden und blieb nur erhalten, weil einige Liebhaber in Frankreich und Belgien sich für die Erhaltung dieser kleinen Hunderasse einsetzten.

1924 wurde ein Rassevertreter namens Pitou ins belgische Zuchtbuch eingetragen. Eine Hündin namens Ida galt 1934 als erster Eintrag dieser Hunderasse im französischen Zuchtbuch.

Nachdem diese Hunde zunächst einige Jahre weiter unter Bezeichnungen wie Teneriffahund oder Seidenpudel gezüchtet und ausgestellt wurden, wurde erst im Jahr 1933 ein Standard für diese Hunde geschrieben. Hierbei wurden die Hunde innerhalb der FCI Bichon à poil frisé („Schoßhund mit gelocktem Haar“) getauft und 1959 schließlich endgültig als eigene Hunderasse anerkannt. 1956 wurde der erste offizielle Wurf dieser Hunde in Deutschland geboren.

Welche Hunde über die Jahre an der Entstehung des heutigen Bichon Frisé beteiligt waren, ist nicht ganz geklärt. Und in der moderneren Zucht haben eventuell auch einige Wasserhunde wie der Pudel einen Teil zur heutigen Optik beigetragen.

Größe und Aussehen

Diese kleinen Hunde sind robust und zäher als sie auf den ersten Blick aussehen.

Mit einer erwünschten Schulterhöhe von nur 25-29 cm und einem Körpergewicht von etwa 5 kg zählt der Bichon Frisé dennoch zu den kleinen Hunden.

Sein Körperbau ist rechteckig mit einem lang erscheinenden Rücken bzw. kürzeren Beinen. Durch den langen nach oben gestreckten Hals erscheint der Körperbau dennoch beweglich und keinesfalls plump.

Das derbe weiße Deckhaar besteht aus eng gekräuselten Locken. Daher auch der Name, denn frisé ist französisch und bedeutet übersetzt kraus oder lockig.

Vor allem die abstehende Unterwolle mit einer sehr seidigen Textur verleiht dem Hund den auffälligen Puderquasten-Look. In der typischen Showfrisur trägt der Bichon Frisé sein Fell etwa 7-10 cm lang und ordentlich geschoren. Ganz typisch sind das runde Gesicht (trägt optisch natürlich zum Kindchenschema bei), in dem die behaarten Ohren kaum mehr sichtbar sind. Auch die säulenartig frisierten Beine und eine fluffige gerade Rute tragen zur charakteristischen Optik bei.

Da diese Schur allerdings viel Arbeit macht, tragen Bichon s als Familienhunde ohne Ausstellungs-Ambitionen meist einen pflegeleichten kürzeren Haarschnitt.

Wenn Dir die Frisur wichtig ist, dann mach Dich gefasst auf ein ausgiebiges wöchentliches Fellpflege-Programm.

Zuckersüß wirkt dieses Liebhab-Hündchen auch durch die schwarzen Knopfaugen, die von vorne zusammen mit der runden schwarzen Nase ein gleichseitiges Dreieck bilden sollen.

Temperament und Persönlichkeit

Der Bichon Frisé steckt voller Selbstbewusstsein und Charisma und kann einen mit seiner guten Laune förmlich anstecken.

Er ist temperamentvoll und kriegt auch mal sein wilden 5 Minuten. Manche Vertreter können durchaus einen unabhängigen Charakter haben oder zur Wachsamkeit und zum Bellen neigen. Aber er neigt bei guter Aufzucht generell nicht zu übermäßiger Hektik und gilt auch nicht als Dauerkläffer. Er liebt es zu kuscheln und in der Nähe seiner Menschen zu chillen. Sein Benehmen ist sanft und freundlich.

Diese Hunde haben den Ruf unkomplizierte Begleiter zu sein und viele Bichon Frisé-Eigenschaften machen ihn zu einem guten Hund für große und kleine Hundefreunde.

Der Bichon liebt Aufmerksamkeit von seinen Menschen. Zusammen mit einer fröhlichen gelehrigen Art macht das diesen kleinen Hund leicht erziehbar. Das setzt allerdings voraus, dass er Gelegenheit bekommt zu zeigen, was in ihm steckt. Auch ein süßer Kleinhund braucht Bewegung und Erziehung und muss lernen sich auch mal alleine zu beschäftigen.

Der Bichon Frisé-Charakter kann natürlich von Hund zu Hund variieren.

Hunde sind Individuen!

Die Vererbung von Temperament oder Charakter lässt sich weniger gut planen als die Vererbung von äußerlichen Merkmalen wie Größe oder Fellfarbe. Verhalten wird zudem beeinflusst durch Erfahrungen und Training. Achte darauf einen guten Züchter zu suchen, der sich besonders Mühe mit der Auswahl und Aufzucht seiner Hunde gibt.

Gesundheit

Der Bichon Frisé gilt allgemein als gesunde und robuste Hunderasse mit hoher Lebenserwartung.

Aber wie bei jeder Hunderasse gibt es auch beim Bichon hier und da mal gesundheitliche Probleme, deren Auftreten allerdings durch Auswahl gesunder Zuchttiere minimiert werden kann:

  • Patellaluxation
  • Hyperurikosurie (Durch diese Stoffwechselstörung steigt das Risiko für die Bildung von Blasensteinen und die betroffenen Hunde müssen purinarm ernährt werden)
  • Der kurzbeinige Körperbau kann mit einem Risiko für Bandscheibenprobleme einhergehen
  • Eine zu kurze steile Kopfform und nach innen wachsende Wimpern gehen oft mit einer gereizten Augenpartie und einem erhöhten Tränenfluss einher. Ein Reinigen und Kurzfrisieren der Augenpartie ist angeraten.
  • Aus kleineren Verletzungen (z.B. einem Zeckenstich) werden bei Hunden mit solchem Fell gern mal größere Hot-Spots, die unbemerkt bleiben können. Ein regelmäßiges Abtasten ist vor allem im Sommer ratsam.
  • Je nach Futter, Temperament und Lebensstil kann ein Bichon Frisé zu Übergewicht neigen.
  • Bei Hängeohren in Verbindung mit lockigem Langhaar kann es vorkommen, dass sich ein Pfropf aus Haaren und Ohrenschmalz bildet. Wer seinen Hund nicht regelmäßig zum Hundefriseur bringt, sollte hier selbst einen Blick drauf haben.

Haltung und Training

Der Bichon ist zufrieden, wenn er jeden Tag Ansprache erhält, etwas erleben darf und körperlich und geistig bewegt wurde.

Bichons sind zudem ausdauernde Begleiter, unternehmen gern ausgedehnte Unternehmungen und lernen und spielen gerne.

Allerdings muss ein Bichon nicht den ganzen Tag lang beschäftigt werden, um glücklich zu sein.

Wohnungshaltung ist an sich kein Problem.

Typisch für Kleinhunde schlägt aber auch ein Bichon mal an, wenn er ein verdächtiges Geräusch hört. Ein zu lautes und hektisches Wohnumfeld ist also auch für einen Bichon nur bedingt geeignet. Mit Fremden und anderen Haustieren kommen Bichons in der Regel sehr gut klar.

Insgesamt ist der Bichon aber wundervoll geeignet als Anfängerhund.

Erziehung muss aber auch bei kleinen Hunden sein, denn ein gut erzogener Bichon hat einfach mehr Freiheiten im Leben. Auch das Alleinbleiben kann ein Bichon Frisé wie jeder andere Hund erlernen, wenn man sich Zeit dafür nimmt und dem Hund einen ruhige Rückzugsort schafft.

Ernährung

Die häufigsten Futtertypen sind Trockenfutter und Nassfutter, die jeweils ihre Vor- und Nachteile haben. Achte auf gute Zutaten, eine nachvollziehbare Deklaration und eine Futtersorte, die für ihre gute Qualität bekannt ist.

Viele Hundefutter richten sich an Hunde aller Größen. Bei sehr kleinen Hunden wie dem Bichon kann es aber durchaus Sinn machen ein Produkt mit spezieller Rezeptur für kleine Hunde zu wählen. Vergleiche vor allem mal die Portionsgrößen verschiedener Hundefutter miteinander. Ein gesunder Hund braucht allerdings kein rassespezifisches Hundefutter, wie es manche Hersteller vermarkten.

Die Bichon Frisé Futtermenge liegt bei etwa 50-100 g und richtet sich nach der Qualität des Hundefutters und dem individuellen Bedarf.

Achte bei der Auswahl eines guten Trockenfutters für einen Bichon auch auf eine kleine Krokettengröße. Das erleichtert dem Hund nicht nur das Kauen. Mehr Brocken bedeuten auch mehr Gelegenheiten den Vierbeiner zu belohnen und sorgen versteckt in Spielzeugen für längere Beschäftigung!

Pflege

Um die Bichon Frisé Fellpflege führt kein Weg herum. Wer sich das nicht sofort selbst zutraut, kann mit dem Hund zu einem Hundefriseur gehen.

Das Haar des Bichon durchläuft keinen saisonalen Wachtumszyklus, sondern bleibt einfach im Fell hängen und muss von Hand herausgebürstet werden. Wie Du Dir denken kannst, braucht das reinweiße Kräusellockenfell also permanente Pflege, um gut auszusehen.

Einmal wöchentlich muss der Bichon mindestens einmal so richtig ordentlich gekämmt werden. Je feiner das Haarkleid des Bichon, desto häufiger sollte er gebürstet werden. Das gilt vor allem für das feine Fell bei Welpen und Junghunden.

Abscheren empfiehlt sich alle 4-8 Wochen, je nach gewünschter Frisur.

Und damit das Fell weiß bleibt, kann ab und an auch mal ein Bad nötig werden. Leichte Verfärbungen sind bei weißem Fell aber in einem gewissen Rahmen vor allem um die Schnauze herum normal.

Damit der Hund die Fellpflege als angenehm empfindet und geduldig erträgt, sollte man mit Lob und Leckerchen von vornherein darauf hintrainieren. Denn ein pflegeintensiver Hund wie der Bichon Frisé sollte so früh wie möglich lernen sich problemlos überall anfassen zu lassen.

Lockiges feines Fell neigt einfach dazu zu verfilzen und da braucht man an doofen Stellen wie den Pfoten oder den Ohren schon einen kooperativen Hund, damit Pflegeprozeduren kein Problem darstellen.

Die Haare um die Augen herum sollten wegen dem schon erwähnten Tränenfluss eingekürzt werden.

Krallenkürzen und Zahnpflege sind weitere Punkte, die vor allem bei kleinen Hunden eingeplant werden müssen.

Anschaffung

Die offizielle Anzahl von Bichon Frisé Welpen liegt in den letzten Jahren im VDH relativ konstant zwischen 100 und 200. Wer sich einen dieser kleinen Begleithunde als Kumpel wünscht, sollte frühzeitig mit einem Züchter Kontakt aufnehmen und sich beraten lassen, ob der Bichon Frisé geeignet ist:

FAQ zum Bichon Frisé

Sind Bichon Frisé hypoallergen?

Hunde mit Lockenfell haaren kaum und verlieren dadurch weniger Hautschuppen. Das hat ihnen den Ruf eingebracht hypoallergen zu sein.

Damit ist nicht gesagt, dass diese Hunde bei Allergikern keine Reaktion auslösen können. Aber für leichte Allergiker kann dieser Felltyp besser geeignet sein. Es empfiehlt sich im Zweifelsfall natürlich das mal mit dem eigenen Arzt durchzusprechen und tatsächlich Zeit in Anwesenheit von Bichons zu verbringen, bevor man sich auf diese Hunderasse festlegt.

Kann man einen Bichon Frisé alleine lassen?

Ja, auch kleine Hunderassen wie der Bichon Frisé können lernen einige Stunden lang alleine zu bleiben und sich an einem ruhigen Rückzugsort mal selbst zu beschäftigen. Plane genug Zeit ein, um bereits den jungen Hund in kleinen Schritten an das Alleinbleiben zu gewöhnen, so dass er diese Aufgabe selbstbewusst meistern kann und keine Probleme wie Trennungsangst entwickelt.

Links

[1] FCI-Standard Nr. 215: Bichon Frisé (2020);
http://www.fci.be/de/nomenclature/BICHON-FRISE-215.html

[2] VDH-Rasseportrait des Bichon à poil frisé

[3] Verband Deutscher Kleinhundezüchter e.V. (VDH, FCI): Der Bichon Frisé

[4] Welpenstatistik der VDH-Mitgliedsvereine (2021);
https://www.vdh.de/ueber-den-vdh/welpenstatistik/